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Der Halbbart

(ungekürzte Lesung)

Charles Lewinsky

(30)
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Beschreibung

Der Sebi ist nicht gemacht für die Feldarbeit oder das Soldatenleben. Viel lieber hört und erfindet er Geschichten. Im Jahr 1313 hat so einer es  nicht leicht in einem Dorf in der Talschaft Schwyz, wo die Hacke des Totengräbers täglich zu hören ist und Engel kaum von Teufeln zu unterscheiden sind. Doch vom Halbbart, einem Fremden von weit her, erfährt der Junge, was die Menschen im Guten wie im Bösen auszeichnet – und wie man auch in rauhen Zeiten das Beste aus sich macht.
Ein Roman voller Schalk und Menschlichkeit, der zeigt, wie aus Geschichten Geschichte wird.

Charles Lewinsky, 1946 in Zürich geboren, ist seit 1980 freier Schriftsteller. International berühmt wurde er mit seinem Roman ›Melnitz‹. Er gewann zahlreiche Preise, darunter den französischen Prix du meilleur livre étranger sowie den Preis der Schillerstiftung. Sein jüngster Roman ›Der Halbbart‹ steht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Sein Werk erscheint in 14 Sprachen. Charles Lewinsky lebt im Sommer in Vereux (Frankreich) und im Winter in Zürich.

Produktdetails

Verkaufsrang 62
Abo-Fähigkeit Ja
Family Sharing Nein i
Medium MP3
Sprecher Maximilian Kraus
Spieldauer 1036 Minuten
Erscheinungsdatum 28.10.2020
Verlag Diogenes
Format & Qualität MP3, 1036 Minuten, 795.69 MB
Fassung ungekürzt
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783257693904

Kundenbewertungen

Durchschnitt
30 Bewertungen
Übersicht
17
9
3
1
0

Eusebius und sein turbulentes Leben
von einer Kundin/einem Kunden aus Kyritz am 23.10.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Eusebius ist ein armer Bauernjunge, der mit seiner Mutter und seinen beiden Brüdern zusammen in einem kleinen Haus in einem Alpental wohnen. Doch nicht nur ihr bescheidenes Leben als auch ihr eigenen Leben ändert sich radikal mit dem Unfall seines Bruders Geni, der bei Holzfallarbeiten schwer verletzt wird. Nahezu zeitgleich tau... Eusebius ist ein armer Bauernjunge, der mit seiner Mutter und seinen beiden Brüdern zusammen in einem kleinen Haus in einem Alpental wohnen. Doch nicht nur ihr bescheidenes Leben als auch ihr eigenen Leben ändert sich radikal mit dem Unfall seines Bruders Geni, der bei Holzfallarbeiten schwer verletzt wird. Nahezu zeitgleich taucht plötzlich Halbbart auf, ein schwer gezeichneter Mann, der alles verloren hat und nach langer Flucht nun in Eusebius Tal gestrandet ist. Nach dem Unfall von Geni wird zwar sein Bein gerichtet und auch versorgt doch will es nicht heilen, auch nicht mit noch so vielen Gebeten, die ihnen die Mönche aufgetragen haben. In seiner Not eilt er zu Halbbart, der ihn erklärt wenn Geni überleben soll muss das Bein entfernt werden. Das geschieht und Geni überlebt. Doch nun fangen die Probleme erst richtig an. Geni kann nicht mehr mithelfen. Um einen Esser wenige zu haben wird Sebi nun in ein Kloster geben, aus dem er nach einem düsteren Ereignis flieht. Um Sebi zu schützen wird er unter anderen Namen bei einem Schmied versteckt. Unterdessen stirbt die Mutter und die beiden restlichen Brüder Geni und Poli treiben mehr und mehr auseinander. Dann taucht auch noch ihr Onkel auf, ein ehemaliger Soldat und damit kehrt auch der Krieg in das Tal. So wird Abt des Klosters überfallen und getötet und Horden von gewalttätigen Exsoldaten sorgen für jede Menge Chaos, Angst und Unruhe. Er will sogar Sebi zum Soldaten machen, doch Sebi hat andere Pläne und macht sich auf den Weg zu Geschichtenerzählerin um dort ihr Handwerk zu erlernen. Als er dann nach längerer Zeit in sein Tal zurückkehrt ist nichts mehr wie es war. Geni sein Bruder, der die Gemüter beruhigen sollte und damit den Grundstein für Frieden legen sollte wird verschleppt. Doch es kommt noch viel schlimmer. Poli hat schon wieder ein Fehnchen gegründet und viele um sich gescharrt. Doch er ist nur ein kleines Rad im Getriebe in den Machenschaften eines leibhaftigen Teufels, der über Leichen geht nur um des Ruhmes willen. Der Autor schafft es den Leser in eine längst vergangene Welt zu entführen. Dies gelingt ihm durch einen naiven ja kindlichen Erzählstil um den Leser nicht nur das Grundgerüst des Mittelalters das Leben, Arbeiten und soziales Grundgerüst zu erklären, sondern auch die Abgestumpftheit und Brutalität aber auch die Gottesgläubigkeit und den allgegenwärtigen Teufel. Der Handlungsrahmen umfasst mehrere Jahre, in dem das Leben und Wirken von Eusebius im Mittelpunkt steht. An sich finde ich es wirklich interessant die verschiedenen Lebensetappen von Sebi kennenzulernen, jedoch kam es einen dann zeitweise wirklich so vor als würde immer wieder das gleiche oder in abgewandelter Form erzählt. Keine Frage man kann wirklich viel über das Leben im Mittelalter lernen aber in der Mitte des Buches hatte ich einen ziemlichen Hänger. Kurz gesagt der Autor hätte ruhig an der einen oder anderen Stelle, die Handlung ein wenig straffen können. Die Figuren fand ich richtig gut beschrieben auch warum und wieso so gehandelt haben, wie sie es taten. Obwohl das Buch ja „Der Halbbart“ heißt spielt der Sebi ja eigentlich die Hauptrolle. Schade fand ich persönlich, dass das Katterlie irgendwann im Kloster verschwunden ist. Dafür kamen dann immer mehr Figuren und der Personenkreis wurde immer größer, was zeitweilig ziemlich unübersichtlich war. Und der Halbbart mit dem man Anfangs Mitleid hatte, von den man dann dachte ok scheint doch ein ganz netter zu sein, entwickelte sich dann in eine Richtung, die man nicht für möglich gehalten hatte. Fazit: Ein recht umfangreicher historischer Roman, der nicht nur verständlich sondern auch so geschrieben ist, das man sich alleine durch den naiven Erzählstil, leicht in die Zeit denken kann. Wer nicht vor langen historischen Romanen zurückschreckt ist hier genau richtig, nicht zuletzt wegen der genauen Beschreibungen sondern auch wegen dem ganz besonderen Erzählstil der es einen wirklich leicht man sich in die Geschichte hinein zu versetzen.

Eusebius' Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Brunsbüttel am 14.10.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Diese Geschichte zugrunde liegt der Marchenstreit, der Grenzkonflikte zwischen Klöstern und Talschaften im Spätmittelalter beschreibt. Der Halbbart ist ein Flüchtling, der in einem Dorf landet und dort langsam Fuß fasst. Besonders Sebi, ein Junge auf der Suche nach seiner Bestimmung, fühlt sich zu ihm hingezogen und es entwicke... Diese Geschichte zugrunde liegt der Marchenstreit, der Grenzkonflikte zwischen Klöstern und Talschaften im Spätmittelalter beschreibt. Der Halbbart ist ein Flüchtling, der in einem Dorf landet und dort langsam Fuß fasst. Besonders Sebi, ein Junge auf der Suche nach seiner Bestimmung, fühlt sich zu ihm hingezogen und es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen ihnen. Der Halbbart hat schlimme Dinge erlebt und hat entstellende Narben davon getragen. Doch durch seine Art und sein Heilwissen schafft er es, das Vertrauen vieler Menschen zu erlangen. Halbbarts Geschichte wird im Laufe der Geschichte zu Sebis Geschichte, in der wir ihn auf seinem Weg begleiten dürfen. Der Zusammenhalt zwischen ihm und seinem Bruder in diesen schwierigen Zeiten hat mich beeindruckt. Zusammen trotzen sie allen Widrigkeiten. Und interessant fand ich, dass ich zu keiner Zeit das Gefühl hatte, über ein tatsächliches historisches Geschehen zu lesen. Es machte mich sogar neugierig und ich habe mich noch ausführlicher über den Marchenstreit informiert. Erschreckend war die Gewalt, mit der hier Menschen ihr eigenes Ego aufpolierten. Über allem steht die die Obrigkeit, die Kirche. Sie hat einen immensen Einfluss auf das Leben der Menschen, prägt ihren Alltag. Die Angst vor dem Teufel spricht fast aus jedem Gedanken, den Sebi hat, auch aus seinen Geschichten. Bildung gab es meist nur für jemanden, der sich als Mönch verdingte oder das Glück hatte, adelig zu sein. Die Figuren sind fein ausgearbeitet, die Charaktere rund glaubhaft. Die Sprache ist gut gewählt, sie erzeugt das Bild der damaligen Zeit. Alles in allem bin ich begeistert, wie Lewinsky alle Fäden miteinander verwoben hat, wie magisch die Geschichten in der Geschichte auf mich gewirkt haben und wie fantasievoll er Sebis' Leben mit all seinen Facetten zu einem dreidimensionalen Bild erweckt hat. Ich kann nur sagen: unbedingt lesenswert!

von einer Kundin/einem Kunden am 13.10.2020
Bewertet: anderes Format

Eine historische Erzählung mit einem erdrückenden Eindruck. Ich habe leider das Buch abgebrochen, da es zwar super begann aber ab der Mitte sich zog und mich langweilte. Sprachlich wunderbar in der Zeit einzuordnen in der es spielt, leider nicht ganz mein Fall gewesen...

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