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Zwischen Du und Ich

Roman

Mirna Funk

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Beschreibung


Von der Gewalt der Vergangenheit und der Liebe der Gegenwart

Wenn Nike ihre Wohnung in Berlin-Mitte verlässt, muss sie am Stolperstein ihrer Urgrossmutter vorbei. Nike ist als Jüdin in Ostberlin aufgewachsen, jede Strasse trägt Erinnerung, auch schmerzhafte. Als sie ein Jobangebot in Tel Aviv bekommt, nimmt sie an. Dort trifft sie Noam, er ist Journalist, seine Geschichte ist tief und komplex. Nike lässt ihn in ihr Leben, als ersten Mann seit Jahren. Doch zwischen ihr und Noam steht Noams Onkel Asher. Der ist vereinnahmend und brutal und setzt alles daran, dass Nike aus Noams Leben verschwindet. Furchtlos und berührend erzählt Mirna Funk von der Gewalt, die in Nikes und Noams Familiengeschichten steckt. Wie leben sie mit ihren individuellen Bruchstellen? Und wie können sie einander lieben?

Mirna Funk, geboren 1981 in Ostberlin. Ihr Debütroman ›Winternähe‹ wurde mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet. Seit zwei Jahren erscheint ihre monatliche Kolumne ›Jüdisch heute‹ in der ›Vogue‹. Sie arbeitet als freie Journalistin für diverse deutsche und israelische Publikationen. ›Zwischen Du und Ich‹ ist ihr zweiter Roman.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 19.02.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-28267-3
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 21.6/14.2/2.5 cm
Gewicht 444 g
Verkaufsrang 694

Kundenbewertungen

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Kein Wohlfühlroman- unterhaltsam und bedrückend zugleich
von einer Kundin/einem Kunden am 27.02.2021

Nike zieht für ein Jahr beruflich nach Tel Aviv. Noam arbeite dort als Journalist. Als sich die beiden begegnen, scheint es, als ob sie ihre Vergangenheit gemeinsam bewältigen können. Aber nicht nur die persönlichen Erlebnisse müssen verarbeitet werden, sondern auch Traumata ihrer jüdischen Herkunft. Mirna Funkes Roman ist unter... Nike zieht für ein Jahr beruflich nach Tel Aviv. Noam arbeite dort als Journalist. Als sich die beiden begegnen, scheint es, als ob sie ihre Vergangenheit gemeinsam bewältigen können. Aber nicht nur die persönlichen Erlebnisse müssen verarbeitet werden, sondern auch Traumata ihrer jüdischen Herkunft. Mirna Funkes Roman ist unterhaltsam und gleichzeitig bedrückend. Ein teilweiser herber Umgangston beeinflusst die Dialoge zwischen Nike und ihrer Großmutter. Die Kindheit Noams- geprägt von Gewalt und Missbrauch- lässt ihn zu einem Mann mit rücksichtslosen Umgang mit sich selbst und gegenüber Frauen werden. Es ist kein Wohlfühlroman, aber ein spannendes Buch über das Leben zweier Menschen, die ihren Weg im Leben suchen, Gewalt vergessen wollen und voller Hoffnung Freude an scheinbar kleinen Dingen haben. Es ist außerdem ein Buch, das uns die Geschichte der Juden nicht vergessen lassen soll.

Informativ
von J. Kaiser am 23.02.2021

Klapptext: Wenn Nike ihre Wohnung in Berlin-Mitte verlässt, muss sie am Stolperstein ihrer Urgroßmutter vorbei. Nike ist als Jüdin in Ostberlin aufgewachsen, jede Straße trägt Erinnerung, auch schmerzhafte. Als sie ein Jobangebot in Tel Aviv bekommt, nimmt sie an. Dort trifft sie Noam, er ist Journalist, seine Geschichte ist tie... Klapptext: Wenn Nike ihre Wohnung in Berlin-Mitte verlässt, muss sie am Stolperstein ihrer Urgroßmutter vorbei. Nike ist als Jüdin in Ostberlin aufgewachsen, jede Straße trägt Erinnerung, auch schmerzhafte. Als sie ein Jobangebot in Tel Aviv bekommt, nimmt sie an. Dort trifft sie Noam, er ist Journalist, seine Geschichte ist tief und komplex. Nike lässt ihn in ihr Leben, als ersten Mann seit Jahren. Doch zwischen ihr und Noam steht Noams Onkel Asher. Der ist vereinnahmend und brutal und setzt alles daran, dass Nike aus Noams Leben verschwindet. Fazit: Die Geschichte führt den Leser von Berlin nach Tel Aviv. Die Geschichte handelt von Gewalt in der Vergangenheit und einer Liebe in der Gegenwart. Nikes bewohnt das Haus, in dem schon ihre Urgrossmutter lebte. Sie muss jeden Tag an dem Stolperstein vorbei der für sie gesetzt wurde. Noams Leben spielt sich in Tel Aviv ab. Als Nikes das Job Angebot erhält nach Tel Aviv zu gehen überlegt sie nicht lange. Das Buch zeigt die Bruchstellen der beiden auf. Ich fand das Buch sehr gut. Die beiden verschiedenen Familiengeschichten sind sehr real. Das Buch kann ich sehr empfehlen.

Mirna Funk - Zwischen Du und Ich
von Miss.mesmerized am 20.02.2021

Eine böse Erinnerung und plötzlich die Chance zur Flucht: Nike kann für ein Jahr ihre Arbeit beim DAAD statt in Berlin von Tel Aviv aus erledigen. Dort plant die Judaistin eine Konferenz und da sie die Voraussetzungen zur Alija erfüllt, kann sie auch problemlos in das Land am Mittelmeer übersiedeln. Die ersten Tage sind hart, do... Eine böse Erinnerung und plötzlich die Chance zur Flucht: Nike kann für ein Jahr ihre Arbeit beim DAAD statt in Berlin von Tel Aviv aus erledigen. Dort plant die Judaistin eine Konferenz und da sie die Voraussetzungen zur Alija erfüllt, kann sie auch problemlos in das Land am Mittelmeer übersiedeln. Die ersten Tage sind hart, doch dann lernt sie Noam kennen, der ebenso wie sie gerade einen beruflichen Schlussstrich gezogen hat. Doch sie haben noch mehr gemeinsam: Erfahrungen von Gewalt und Vertrauensmissbrauch haben sie geprägt und machen funktionierende Beziehungen nahezu zu einem Ding der Unmöglichkeit. Zwei verwandte Seelen, die wissen, wie man mit Verletzungen umgehen muss und an welchem Punkt man lieber keine weiteren Fragen stellen sollte. Aber können die beiden so einfach überwinden, was sie seit Jahren verfolgt? Die Journalistin Mirna Funk lässt den Leser lange im Dunkeln, was es genau ist, das die beiden Protagonisten so hat werden lassen, wie man sie kennenlernt. Damit einher geht die Illusion, dass es ein Happy-End geben könnte, dass ein Neuanfang ohne Ballast möglich sei und man schlimme Erlebnisse überwinden und hinter sich lassen könnte. Doch der Rahmen, den die Autorin in ihrem zweiten Roman setzt, ist noch viel größer: nicht nur die Erlebnisse von Nike und Noam haben Spuren bei diesen hinterlassen, sie tragen auch noch den Ballast der älteren Generationen mit sich, als Enkelkinder von Holocaust-Überlebenden lastet zusätzlich die Geschichte auf ihren Schultern. Nike und Noam werden zunächst nacheinander vorgestellt und könnten eigentlich verschiedener kaum sein: die Berliner Mitt-30erin, die beruflich mit beiden Beinen auf der Erde steht, aber emotional ins Wanken gerät, als sie zufällig ihrem Ex-Freund begegnet und sich dann entscheidet, einen Neuanfang zu wagen. Einfach so in ein Land zu ziehen, das sie noch nie besucht hat, erfordert Mut und Tatendrang – doch schon kurz nach ihrer Ankunft werden alte Wunden wieder aufgerissen und man erfährt, was sie eigentlich gedanklich zurück in Deutschland lassen wollte. So sympathisch Nike erscheint, so unsympathisch wirkt Noam von Beginn an auf mich. Ein völlig überhöhtes Ego, sein rücksichtloser Umgang mit Frauen und eine Art Jagdinstinkt, der ihn auf Nikes Spur leitet, lässt Schlimmes befürchten. Doch die Begegnung scheint in ihm etwas Anderes auszulösen, er kann sich zu dem Partner entwickeln, der er eigentlich immer sein wollte: verständnisvoll, das Positive sehend und die eigenen Bedürfnisse zurückstellen. Wird jedoch der Mechanismus erst einmal in Gang gesetzt, lässt sich das Unglück nicht mehr aufhalten. Als Leser ahnt man, was geschehen wird, welches Ende es nehmen wird und hofft doch, dass irgendein Hindernis alles aufhalten könnte. Die Spirale der Gewalt dreht sich und es bleibt letztlich nur noch die Frage, wie schlimm die Verwüstung sein wird, die diese anrichtet. Kein Wohlfühlroman, eher einer, der eine Triggerwarnung verdient hätte, da so manch ein Leser mit ähnlichen Erfahrungen hier an eigene Erlebnisse erinnert werden könnte. Nichtsdestotrotz eine lesenswerte Geschichte, da es der Autorin hervorragend gelingt, zum einen Dynamiken in der Interaktion aufzuzeigen, die unweigerlich zu einer Eskalation führen und sie ebenso ein toxisches Männlichkeitsbild mit seinen ganz eigenen Regeln vorführt, das jedoch auch seine Gründe hat – die jedoch zum keinem Zeitpunkt als Entschuldigung herangezogen werden. Spannend fand ich die im Roman aufgerissene Frage, inwieweit Kinder die Erlebnisse der Eltern ebenso verinnerlichen und diese auch ihr Leben bestimmen. Erzählerisch überzeugend und thematisch ganz sicher einer DER Romane der Gegenwart.


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