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Schuld bewusstsein

Sonja Weichand

(2)
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Beschreibung

Anna weiss von ihrer Oma Rose-Marie: Verantwortung ist der erste Schritt zur Wiedergutmachung einer grossen Schuld. Rose-Marie war unter Hitler überzeugte Nationalsozialistin und Führerin beim BDM-Werk `Glaube und Schönheit`. Um ihre Geschichte aufzuarbeiten, reist Anna nach Würzburg. Sie will ein Buch über das Leben ihrer Grossmutter schreiben. Doch die Leben der beiden Frauen verweben sich immer stärker ineinander: Was hat Rose-Marie im "Dritten Reich" getan? Welches Geheimnis steckt hinter der Geschichte von Annas Opa? Und was verschweigt sie sich selbst? Während 1945 alles unaufhaltsam auf den Untergang Würzburgs zusteuert, muss sich Anna in der Gegenwart ihren eigenen psychischen Abgründen stellen.

Ein Familienroman über das grosse Wort Schuld, Ideologien und die Befreiung davon, über das Hier und Jetzt von Verantwortung und über Liebe, die Generationen verbindet.

Sonja Weichand, geboren 1984, studierte an der Universität
Würzburg Germanistik und Geschichte.
Als Regieassistentin und Regisseurin arbeitete sie sechs Jahre
lang am Theater Augsburg, Theater Vorpommern sowie in
freien Projekten. Als wichtige Station erlebte sie ihre Zeit in
Berlin, in der sie sich als Autorin selbstständig machte.
In den folgenden Jahren erschienen vier ihrer Theaterstücke
im Hofmann-Paul-Verlag und deutschen theater verlag.
Heute lebt sie wieder in ihrer Heimatstadt und arbeitet
als Dozentin für Literarisches Schreiben an der Universität
Würzburg. Neben Theaterstücken schreibt sie Gedichte,
Kurzgeschichten und Satire.
"schuld bewusstsein" ist ihr Debütroman.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 300
Erscheinungsdatum 15.10.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7504-9895-2
Verlag BoD – Books on Demand
Maße (L/B/H) 21.5/13.5/2 cm
Gewicht 360 g
Auflage 1

Kundenbewertungen

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Ein packender Roman über Schuld
von einer Kundin/einem Kunden aus Peine am 09.12.2020

Anna möchte ein Buch über die Vergangenheit ihrer Oma in der Zeit des Dritten Reichs schreiben und reist deswegen nach Würzburg, wo diese das Ende des Krieges miterlebt hat. Zunächst wirkt dies wie ein ganz normales Vorhaben, aber schnell zeigt sich, dass irgendetwas nicht stimmt. Warum machen sich Annas Freunde Sorgen um sie? W... Anna möchte ein Buch über die Vergangenheit ihrer Oma in der Zeit des Dritten Reichs schreiben und reist deswegen nach Würzburg, wo diese das Ende des Krieges miterlebt hat. Zunächst wirkt dies wie ein ganz normales Vorhaben, aber schnell zeigt sich, dass irgendetwas nicht stimmt. Warum machen sich Annas Freunde Sorgen um sie? Woher kommen Annas Narben? Und warum nimmt die Recherche für das Buch sie so sehr mit? Liegt es nur an den neuen Informationen, die dabei zutage treten und die nicht unbedingt in das Bild passen, das Anna von der Vergangenheit bisher hatte? Noch spannender als Annas Geschichte finde ich jedoch die Geschichte der Großmutter Rosi als junges Mädchen, die parallel dazu erzählt wird. Rosi ist nicht nur eine Mitläuferin der Nazizeit, nein, sie ist überzeugte Anhängerin Hitlers, begeistertes Mitglied des BDM und verachtet ihren Vater, der Kriegsgegner ist. Es ist bedrückend und zugleich faszinierend, die Geschichte aus der Sicht dieser Ich-Erzählerin zu erleben. Es gelingt der Autorin zu zeigen, wie sie manipuliert wird, obwohl sie selbst diese Manipulation nicht bemerkt und sich bis weit über das vernünftige Maß hinaus an den Glauben klammert, dass der Krieg gewonnen werden kann. Mir hat es sehr gut gefallen, wie die beiden Geschichten ineinander verwoben sind und auch Anna in der Gegenwart immer mehr von den Erinnerungen heimgesucht wird, von denen ihre Großmutter ihr erzählt hat. Die Erzählweise bringt einen sehr nahe an die Figuren heran, was im Fall einer überzeugten Nationalsozialistin manchmal schwer zu ertragen ist. Aber gerade deswegen halte ich dieses Buch für wichtig. Es ist leicht, Erfahrungen beiseite zu schieben und im eigenen Geist zu verdrehen, aber auch gefährlich. Das zeigt das Buch sehr deutlich. Es ist packend geschrieben, die letzten Seiten habe ich atemlos gelesen. Und ich hoffe, dass dieses wichtige Buch viele Leser:innen finden wird.

Fragen an die eigenen Großeltern
von einer Kundin/einem Kunden am 06.12.2020

"Schuld bewusstsein" von Sonja.m Weichand war nicht mein erster Roman über die NS-Zeit und es wird auch sicher nicht mein letzter gewesen sein. Aber die Umsetzung war neu für mich und das hat mir gefallen. Eine Enkelin, die der Geschichte ihrer Großeltern nachgeht, die eben keine Geschichte des Widerstands ist, sondern, zuminde... "Schuld bewusstsein" von Sonja.m Weichand war nicht mein erster Roman über die NS-Zeit und es wird auch sicher nicht mein letzter gewesen sein. Aber die Umsetzung war neu für mich und das hat mir gefallen. Eine Enkelin, die der Geschichte ihrer Großeltern nachgeht, die eben keine Geschichte des Widerstands ist, sondern, zumindest im Falle ihrer Großmutter Rosi, die Geschichte einer überzeugten Nationalsozialistin. Vor allem den Konflikt zwischen Rosi und ihrem Vater, die Denunziation in der eigenen Familie, fand ich dabei besonders interessant. (Auch wenn interessant hier wohl das falsche Wort ist, aber ich weiß es gerade nicht besser zu formulieren.) Dieser Roman hat mir einen Blickwinkel eröffnet, den ich nicht mehr missen möchte und durch den sich durchaus Fragen an die eigene Familiengeschichte stellen. So wichtig!

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