Die Kandidatin

Roman

Constantin Schreiber

(3)
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Beschreibung

Deutschland in naher Zukunft. Sabah Hussein kandidiert als erste Muslimin um das Amt der Bundeskanzlerin. Kurz vor der Wahl ist das Land tief gespalten. Linke und Rechte stehen sich unversöhnlich gegenüber. Die einen sehen in Hussein das Gesicht für eine offene, multikulturelle Gesellschaft. Für die anderen steht die Kandidatin für den Verlust von Identität und für eine kulturelle Übernahme, durch die das traditionelle Deutschland abgeschafft wird.
Husseins Chancen, die Wahl zu gewinnen, stehen gut. Doch plötzlich machen brisante E Mails zu Sabahs Leben jenseits der öffentlichen Darstellung die Runde. Kurz vor dem Wahlabend entbrennt ein Kulturkampf, der das ganze Land zu zerreissen droht.

»Constantin Schreiber (...) legt mit ›Die Kandidatin‹ ein spannendes Gedankenexperiment vor, das Leserinnen und Leser einlädt, aus einem fiktiven Morgen neu aufs Heute zu schauen.«

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 208
Erscheinungsdatum 06.05.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-01064-0
Verlag Hoffmann und Campe
Maße (L/B/H) 21.1/13.2/2.2 cm
Gewicht 324 g
Auflage 1
Verkaufsrang 17908

Kundenbewertungen

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Übersicht
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Politisches System
von J. Kaiser am 10.05.2021
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Klapptext: Deutschland in ungefähr dreißig Jahren, kurz vor der nächsten Bundestagswahl. Die aussichtsreichste Kandidatin für den Posten an der Regierungsspitze ist Sabah Hussein. Feministin, Muslimin, Einwandererin, Mitglied der Ökologischen Partei. Aber nicht alle wollen sie gewinnen sehen und arbeiten mit allen Mitteln daran,... Klapptext: Deutschland in ungefähr dreißig Jahren, kurz vor der nächsten Bundestagswahl. Die aussichtsreichste Kandidatin für den Posten an der Regierungsspitze ist Sabah Hussein. Feministin, Muslimin, Einwandererin, Mitglied der Ökologischen Partei. Aber nicht alle wollen sie gewinnen sehen und arbeiten mit allen Mitteln daran, Sabah Husseins Wahl zu vereiteln, während die Gesellschaft immer weiter auseinanderbricht. Fazit: Es geht um eine Muslimin auf dem Weg zur einflussreichsten Frau Deutschland zu werden. Bundeskanzlerin. Doch viele wollen, dass sie nicht gewinnt. Sie muss gegen viel Hindernisse ankämpfen, sei es Rassismus, Hass, Neid und Zorn. Das Buch ist nicht schlecht, ob aber der Character dieser Frau der richtige ist, habe ich so meine Zweifel. Im Ganzen gesehen ist es interessant mal so eine These zu lesen. Ich finde, es ist unterhaltend und könnte so sein. Somit gebe ich mal eine Leseempfehlung weiter.

Was soll man von dieser Zukunft halten?
von annlu am 07.05.2021
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Deutschland in nicht allzu ferner Zukunft. Kurz vor der Wahl hat Sabah Hussein gute Aussichten, die erste muslimische Kanzlerin zu werden. An der Spitze der Ökologischen Partei steht sie für Diversität, Antirassismus und das Recht von Minderheiten auf Gleichberechtigung. Doch die Fronten verhärten sich, das Land ist gespalten – ... Deutschland in nicht allzu ferner Zukunft. Kurz vor der Wahl hat Sabah Hussein gute Aussichten, die erste muslimische Kanzlerin zu werden. An der Spitze der Ökologischen Partei steht sie für Diversität, Antirassismus und das Recht von Minderheiten auf Gleichberechtigung. Doch die Fronten verhärten sich, das Land ist gespalten – auch als belastendes Material gegen die Kandidatin auftaucht. Die Geschichte startet mit den Ausschreitungen am Tag der Wahl um dann einen Blick auf den dreimonatigen Wahlkampf zu werfen. Sabah Hussein ist eine muslimische Kanzlerkandidatin. Als Flüchtlingskind will sie in einem neuen Deutschland an die Spitze kommen. Zwar werden auch die Vorwürfe gegen sie erwähnt, ebenso, wie ein Attentat und die Pläne von rechtsgesinnten Parteien. Allerdings wird das alles wie nebenbei erwähnt. Im Mittelpunkt steht nicht eine spannende Handlung, sondern viele Details, die aufzeigen, in welche Richtung sich die Welt und Deutschland entwickelt hat. Da ist zum einen China, das Europa wirtschaftlich im Griff hat und sich damit weltpolitisch einiges erlauben kann. Zum anderen ist die Situation in Deutschland. Eine muslimische Kanzlerkandidatin, die für eine offene Gesellschaft steht, an der spitze der ökologischen Partei – eigentlich hatte ich gedacht, dass mich das ansprechen würde. Für mich hätte es das Auftauchen des brisanten Materials gegen sie und Einsichten in ihre Gedanken, die zeigen, dass sie aus eigennützigen Beweggründen handelt, gar nicht gebraucht um mich ihr gegenüber sehr skeptisch werden zu lassen. Von Beginn an fand ich sie nicht sehr sympathisch und habe mich gefragt, ob ich mich mit so einer Zukunft anfreunden könnte. Die Lektüre war für mich nicht einfach, da sie in so vielen Details Vorurteile und Themen wie Frauenfeindlichkeit, Gendergerechtigkeit, Vielfalt und Rassismus anspricht. Die Meinungen zu diesem Zukunftsszenario mögen auseinander gehen. Ich für meinen Teil hatte bald schon das Gefühl, dass hier hehre Ziele (mit denen ich zum Großteil übereinstimme) in eine absolut falsche Richtung laufen. Beispiele dafür könnte ich zur Genüge anfügen, werde mich aber auf einige wenige konzentrieren. Als erstes fand ich die neuen Medien, die sich auf Ministerien, Blogger und Youtuber beschränken und die deutlich voreingenommen sind, problematisch. Zum anderen werden hier unter dem Deckmantel der Vielfalt neue Möglichkeiten zur Diskriminierung aufgebaut. Waren es vorerst einige Bestimmungen, über die ich noch gelächelt habe (wie die Möglichkeit männliche Namen wie Kaufmann in Kauffrau zu ändern), hatte ich bei den Quotenregelungen Bedenken (die sich auf Frauen, Menschen mit Vielfaltsmerkmalen und Hijabträgerinnen beziehen). Auch der totale Fokus auf den Islam war etwas, das für mich nicht für Vielfalt steht... warum wird die Bibel umgeschrieben zu Gott/Göttin/göttliches Wesen, bei Allah darf die Frage aber gar nicht gestellt werden, sonst ist man islamophob... und wo bleiben die anderen Religionen, abseits von Christentum und Islam. Für mich haben sich so manche Fragen ergeben. Besonders was Werte wie Toleranz, Offenheit und Vielfalt anbelangt. Die Szenen rund um die rechten Gruppierungen und die Reichen, die sich abschotten haben es mir leicht gemacht, sie einzuordnen. Alles was hier unter dem Bereich Antirassismus und Gerechtigkeit für Minderheiten fällt aber besonders schwer. Jedes Mal, wenn ich diesbezügliche Entscheidungen und Gesetze präsentiert bekam, die mir nicht sonderlich gefielen kam in mir die Frage auf, ob das nicht tradierte Vorurteile und doch versteckter Rassismus ist, der aus mir spricht. Das ging sogar soweit, dass ich den Hintergrund des Autors recherchieren musste, weil ich mir nicht sicher war, ob ich die Aussage der Geschichte gänzlich falsch aufgenommen habe. Dabei bin ich auf die Information gestoßen, dass die Inhalte, die hier für die Wahl aufgenommen wurden aus aktuellen Debatten hervorgehen. Da bleibt eine Frage: Was hält die Zukunft wohl wirklich für uns bereit? Fazit: Ehrlich gesagt gibt die Geschichte durch ihre Handlung wenig her (und bleibt zudem in ihrem Ende sehr offen), das Zukunftsszenario, das hier gezeigt wird, birgt aber großes Potential zu polemisieren.

Das kaputte System Deutschland
von stefanb am 06.05.2021

„Nur aggressives Niederringen des weißen Patriachats bringt uns weiter.“ [116] Der Roman „Die Kandidatin“ von Constantin Schreiber wirft einen Blick in die nicht allzu ferne Zukunft der Bundesrepublik. Einiges davon hat mich an „Unterwerfung“ von Michel Houellebecq erinnert. Doch bei dem Roman von Schreiber gibt es nur ein Dafü... „Nur aggressives Niederringen des weißen Patriachats bringt uns weiter.“ [116] Der Roman „Die Kandidatin“ von Constantin Schreiber wirft einen Blick in die nicht allzu ferne Zukunft der Bundesrepublik. Einiges davon hat mich an „Unterwerfung“ von Michel Houellebecq erinnert. Doch bei dem Roman von Schreiber gibt es nur ein Dafür und ein Dagegen. Eine Gesellschaft zwischen Hoffnung und Hass. Entweder man steht zur Protagonistin Sabah Hussein, oder man verachtet sie. Im normalen Leben würde es viele Facetten in jeglicher Hinsicht geben. Bewusst wird hier alles extrem auf die Spitze getrieben, ob dies nun die Themen Diversität, Auslandsbeziehungen zu China oder im Allgemeinen die politische Zukunft eines Landes ist. „Wir reproduzieren die patriarchale Aussage, indem wir sie singen. Es wäre viel besser, wenn wir singen: I will follow Him/Her/Them. Follow Him/Her/Them wherever He/She/They may go.“ [85 f.] Der Roman lässt sich wunderbar lesen, behandelt er doch auf wunderbare Weise die aktuellen politischen Themen. Man kann selbst bestens philosophieren, wie sich die Zukunft darstellen wird. Zuckmayers Plädoyer für kulturelle Vielfalt findet sich auch hier wieder, allerdings ebenfalls sehr überspitzt. „Sie mochte schon immer James Bond, aber sie findet es prima, dass 007 jetzt eine diverse Agentin ist, eine schwarze, lesbische Frau mit Behinderung.“ [94] Sehr treffend finde ich folgendes Zitat, zeigt es doch gut, dass Deutschland, bzw. die Kandidatin, mit ihren Zielen lediglich auf ihr Land beschränkt ist. Im internationalen Vergleich ist das Ganze wie ein Alleingang zu sehen. Und wen führt dies weiter? „Womit wird sie den Mächtigen in der Welt gegenübertreten? Ihre Waffen sind auf der internationalen Bühne stumpf.“ [161] Wohin geht die Reise? Ein sehr pointierter Blick auf die politische Zukunft.


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