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Erfolgsfaktor Betriebswirtschaftslehre

Was sie leistet und warum wir sie brauchen

Burkhardt Schwenker, Sönke Albers, Wolfgang Ballwieser, Tobias Raffel, Barbara E. Weissenberger

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Beschreibung

VorteileEin Blick hinter die Kulissen der Wirtschaft, der zeigt, wie Unternehmen erfolgreich sein und eine verantwortliche Rolle in der Gesellschaft einnehmen können.Unternehmen sind für die Gesellschaft wichtig, denn sie leisten viel mehr, als "nur" die Befriedigung von Konsumbedürfnissen.BWL - das beliebteste Studienfach in Deutschland!Das gendermässig ausgeglichenste Studienfach in Deutschland, knapp 50 % Frauen, etwas über 50 % Männer.
Zum Werk
Mit fast einer Viertelmillion Studierenden ist Betriebswirtschaftslehre das mit Abstand beliebteste Studienfach in Deutschland. Mehr noch: Betriebswirtinnen und Betriebswirte finden schneller einen Job als andere Akademiker, sie verdienen im Durchschnitt besser und haben die Chance auf eine grosse Karriere. Denn über die Hälfte aller DAX-Vorstands- und -Aufsichtsratsmitglieder hat Betriebswirtschaftslehre studiert. Offensichtlich bietet die Betriebswirtschaftslehre ein attraktives Studium mit guten Perspektiven und vermittelt auch die Fähigkeiten, Unternehmen zu führen.
Trotzdem spiegelt sich dieser Befund in der öffentlichen Wahrnehmung nicht wider: Weil mit einigem Erfolg und weitgehend unwidersprochen von "Betriebswirtschaftsleere" geschrieben werden kann oder gar davon, "wie die Betriebswirtschaftslehre zur Verrohung der Gesellschaft beiträgt" - und weil sich auch abseits von Polemik hartnäckig das Vorurteil hält, Betriebswirtschaftslehre sei kaum mehr als gesunder Menschenverstand plus ein paar mathematische Formeln.
Wir sind in Unternehmenspraxis und Forschung von der Betriebswirtschaftslehre überzeugt. Deshalb lässt uns diese Wahrnehmung nicht kalt. Mit diesem Buch möchten wir zeigen, dass es die Betriebswirtschaftslehre verdient, sichtbar zu sein, und warum Öffentlichkeit und Politik verstehen müssen, dass eine starke Betriebswirtschaftslehre heute mehr denn je gebraucht wird.

Zielgruppe
Alle, die sich mit dem beliebtesten Studienfach in Deutschland auseinandersetzen wollen.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 200
Erscheinungsdatum 09.12.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8006-6522-8
Verlag Vahlen, Franz
Maße (L/B/H) 23.1/15.1/1.7 cm
Gewicht 370 g
Abbildungen mit 7 Abbildungen
Auflage 1

Kundenbewertungen

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Marketing für die Betriebswirtschaftslehre
von Hans-Peter Büttgenbach aus Langenfeld am 06.01.2021

Die seit einiger Zeit stärker werdende Kritik an und in der BWL führt zu Bilanzierungen, teils zu Verteidigungsanstrengungen. Dieses Buch gehört zur zweiten Kategorie. Die Autoren vermeiden klugerweise einen x-ten Methodenstreit, sie plädieren für Theorienpluralität, Interdisziplinarität und Ganzheitlichkeit, ohne dass nicht in... Die seit einiger Zeit stärker werdende Kritik an und in der BWL führt zu Bilanzierungen, teils zu Verteidigungsanstrengungen. Dieses Buch gehört zur zweiten Kategorie. Die Autoren vermeiden klugerweise einen x-ten Methodenstreit, sie plädieren für Theorienpluralität, Interdisziplinarität und Ganzheitlichkeit, ohne dass nicht integrierbare, diffuse Anforderungen an das Fach von externen Interessierten a la "Purpose" eine Rechtfertigung finden. Die Autoren grenzen überdeutlich universitäre BWL ("exzellent") von der Fachhochschul-BWL ab - ein nicht nur angesichts der selbst in großen Tageszeitungen zu findenden Fachkritik eher wackliges Unterfangen. Auf Defizite des Fachs wird kaum eingegangen, ein Kapitel widmet sich einer etwas mühsamen Aneinanderreihung thematischer Aspekte unter dem Motto "Was die BWL alles kann", dies aber mit teilweise anspruchsvollen Beispielen (Strategie, Diversifikation). Während sich diese Darstellung eher an Fachfremde wendet, spricht das letzte Kapitel ("Zukunft") im Wesentlichen gewünschte institutionelle Veränderungen und damit eher die Teilnehmer der BWL an. Die gewünschte Konzentration der Ausbildung auf wenige(r) Institutionen mit weniger Studenten kann auch als Eingeständnis von Fragmentierung oder Verflachung interpretiert werden. Neben dem Dauerpuzzle "angewandt vs. theoretisch" hätte auch ein Rekurs auf das Thema "Allgemeine BWL, spezielle BWL und Integration" wie auch auf die durchweg unausgesprochenen Hürden von Interdisziplinarität das Untersuchungsfeld angereichert. Die hier und da befürchtete Spaltung der BWL (Ökonomik vs. Verhaltenswissenschaften) bleibt außen vor. Erfreulich hingegen die Überlappungen mit der VWL in Kapitel 5, die nicht nur an die vergessene Einheit der Wirtschaftswissenschaften erinnern, sondern auch daran, dass Nationalökonomen immer schon zu den prominenten Kritikern der jüngeren Einzelwirtschaftslehre zählen. Nicht jede staatswissenschaftliche/volkswirtschaftliche Fakultät begrüßt betriebswirtschaftliche Studiengänge. Das Buch ist legitime PR für ein Fach, das unter Beschuss steht, es stellt für Interessierte viele Bezüge her und unterbreitet einige Vorschläge zur Weiterentwicklung. Eine Positionierung des Fachs leistet es aber nur am Rand. K. Brockhoffs "BWL in Wissenschaft und Geschichte" sei hierzu empfohlen.

Selbstherrlich und ignorant!
von Feedback am 18.12.2020

Die Betriebswirtschaftslehre (BWL) ist in die Jahre gekommen. Und sie hat sich seit langer Zeit nicht wirklich weiterentwickelt. Der Grundgedanke, die Volkswirtschaftslehre vor etwa 100 Jahren um eine neue Perspektive zu ergänzen, war bahnbrechend. Schon bald ging man den wichtigen zweiten Schritt, die überwiegend deskriptive du... Die Betriebswirtschaftslehre (BWL) ist in die Jahre gekommen. Und sie hat sich seit langer Zeit nicht wirklich weiterentwickelt. Der Grundgedanke, die Volkswirtschaftslehre vor etwa 100 Jahren um eine neue Perspektive zu ergänzen, war bahnbrechend. Schon bald ging man den wichtigen zweiten Schritt, die überwiegend deskriptive durch eine normative Ausrichtung zu ersetzen: Entscheidungstheorie und Systemtheorie erblickten vor etwa 80 Jahren die Welt. Die Entscheidungstheorie ist sogar genuin mit der BWL verknüpft, während die Systemtheorie anfangs belächelt und schließlich doch zugelassen wurde. Und danach: Stillstand! Ja, es gab neue Modelle und neue Ansätze, und man hat es nicht versäumt die (informations)technische Entwicklung im Auge zu behalten. Aber in wissenschaftstheoretischer Hinsicht? Im Westen nichts Neues, und das seit Generationen! „Erfolgsfaktor Betriebswirtschaftslehre“ dokumentiert diesen Zustand in einer beeindruckend selbstherrlichen und ignoranten Art und Weise. Zu allererst werden die kürzlich vorgelegten, dringend überfälligen Reformvorschläge, die die BWL daran erinnern, dass sie eigentlich eine Sozialwissenschaft ist, als Polemik abgetan. Und dann sprechen die „universitären“ Autoren ihren Kollegen an den Fachhochschulen auch noch den Forschungsauftrag ab: „Denn [an den Universitäten] geht es um mehr als nur darum zu lehren, betriebswirtschaftliches Wissen auf bekannte Problemstellungen anzuwenden – das zu vermitteln ist Auftrag der Fachhochschulen.“ (S. 7) Das ist Ausgrenzung und Herabwürdigung frei nach Degenhardt: „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!“ Wie erbärmlich! Wünschenswert wäre es hingegen, dass sich die Lehrenden aller Hochschulen aufeinander zubewegen und durch Kooperation den Forschungsstandort Deutschland aufwerten. Es sind – zumindest in Deutschland – vor allem die Fachhochschulen und sogar einige private Hochschulen, die in den letzten Jahren BWL und Wirtschaft anders denken. Dort wird gerade nicht in elitären Elfenbeintürmen mit erheblicher finanzieller Unterstützung durch Großkonzerne Auftragsforschung betrieben; vielmehr steht dort der Mensch besonders in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) im Mittelpunkt der Forschung. In KMU arbeitet schließlich die Mehrheit aller Beschäftigten in Deutschland. Ganz nebenbei werden dabei auch grundlegende Paradigmen wie Wettbewerb, Wachstum und Gewinnmaximierung bzw. Shareholder Value, die die wirtschaftswissenschaftliche Forschung und Lehre seit Jahrzehnten bestimmen, endlich als gefährliche Orientierungen entlarvt und durch menschengerechte Werte ersetzt. Die Journalisten Maja Göpel („Unsere Welt neu denken“) und der viel zu früh verstorbene Axel Gloger („Betriebswirtschaftsleere“) sowie die beiden Fachhochschulprofessoren Christian Kreiß und Heinz Siebenbrock („Blenden Wuchern Lamentieren: Wie die BWL zur Verrohung der Gesellschaft beiträgt“) geben ganz konkrete Hinweise für eine BWL, die dem Menschen dient. Eine BWL, die allein den Zweck verfolgt, andere zu dominieren und ihnen zu zeigen, wo es lang geht, passt nicht mehr in die Zeit. Eine BWL, die sich an DAX-Vorständen und DAX-Aufsichtsräten orientiert und deren Karrieren als Vorbild für die heutigen BWL-Studenten und die künftigen Manager und Unternehmenslenker herausstellt, verkennt die Notwendigkeit zum Umdenken. Ein Buch für eine „starke BWL“, zu deren notwendiger Weiterentwicklung den Autoren gerade einmal 5 Leitlinien zur Reorganisation des Studiums (S. 140) einfallen, erscheint allzu dürftig. Wer in diesem Buch für eine „starke BWL“ Vorschläge zur Reform der Inhalte erwartet, wird leider bitter enttäuscht. Die BWL muss sich wieder als Sozialwissenschaft verstehen und aufhören, Egoismen zu forcieren, ja geradezu zu züchten. „Leadership without Ego“ hat Bob Townsend bereits vor über 50 Jahren gefordert! Und die BWL muss aufhören, den Studierenden stattdessen Märchen, etwa von der unsichtbaren Hand des Marktes, zu erzählen. Adam Smith hat diese Geschichte vor über 250 Jahren als Gleichnis erzählt und hätte wohl kaum erwartet, dass Universitätsprofessoren der BWL sie heute noch für bare Münze nehmen.


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