Junischnee

Roman

Ljuba Arnautovic

(2)
Die Leseprobe wird geladen.
eBook
eBook
Fr. 26.90
Fr. 26.90
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
Sofort per Download lieferbar
Sie können dieses eBook verschenken  i

Weitere Formate

gebundene Ausgabe

Fr. 33.90

Accordion öffnen
  • Junischnee

    Zsolnay, Paul

    Versandfertig innert 1 - 2 Werktagen

    Fr. 33.90

    Zsolnay, Paul

eBook (ePUB)

Fr. 26.90

Accordion öffnen
  • Junischnee

    ePUB (Zsolnay)

    Sofort per Download lieferbar

    Fr. 26.90

    ePUB (Zsolnay)

Beschreibung

Ljuba Arnautovic erzählt mit ihrer Familiengeschichte das Drama des 20. Jahrhunderts in Wien, Moskau und im Gulag. Ein poetischer Roman über Schicksal und politische Willkür.

1934 schickt Eva, die in Wien dem Republikanischen Schutzbund angehört, ihre Söhne Slavko und Karl fort, um sie vor den Nationalsozialisten in Sicherheit zu bringen. Die "Schutzbundkinder" machen Ferien auf der Krim und kommen dann in ein luxuriöses Heim in Moskau. Bis Hitler den Pakt mit Stalin bricht. Slavkos Spuren verlieren sich, Karl wird aufgegriffen, kommt in eine Besserungsanstalt für Kinder und Jugendliche und schliesslich als "Volksfeind" ins Arbeitslager. Im Gulag lernt er seine zukünftige Frau Nina kennen - die Mutter der Autorin. Karl will nach Wien zurück, sobald es die Umstände erlauben, seine Frau zwingt er damit in die Fremde ... Ljuba Arnautovic erzählt anschaulich, poetisch und mitreissend, wie Menschenverachtung und politische Willkür im 20. Jahrhundert das Schicksal der Menschen bestimmten - das Schicksal ihrer eigenen Familie.

Produktdetails

Verkaufsrang 36361
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 15.02.2021
Verlag Zsolnay
Seitenzahl 192 (Printausgabe)
Dateigröße 1940 KB
Sprache Deutsch
EAN 9783552072350

Kundenbewertungen

Durchschnitt
2 Bewertungen
Übersicht
2
0
0
0
0

Bewegende Familiengeschichte.
von einer Kundin/einem Kunden am 01.06.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Fortsetzung der Familiengeschichte der Autorin, die man aber als eigenständigen Roman lesen kann. Im Vordergrund stehen die Eltern. Allen voran der Vater Karl, der als Kind zusammen mit seinem Bruder in den Ferien in ein Heim nach Moskau geschickt wird. Als sich die Ereignisse in Europa überschlagen und der Zweite Weltkrieg ausb... Fortsetzung der Familiengeschichte der Autorin, die man aber als eigenständigen Roman lesen kann. Im Vordergrund stehen die Eltern. Allen voran der Vater Karl, der als Kind zusammen mit seinem Bruder in den Ferien in ein Heim nach Moskau geschickt wird. Als sich die Ereignisse in Europa überschlagen und der Zweite Weltkrieg ausbricht, wird er von seinem Bruder getrennt und landet in einem Arbeitslager, wo er seine große Liebe kennenlernt. Trotz aller kulturellen Unterschiede gründen sie eine Familie, doch Karl zieht es zurück nach Wien. Er möchte seine Familie wieder finden, all die verlorene Zeit nachholen und seine Träume verwirklichen. Dass sich seine russische Frau in Österreich immer fremd fühlt und große Sehnsucht nach ihrer Heimat hat, ignoriert er anfangs, was schließlich zum Zerbrechen der Familie führt. Eine sehr bewegende und erschütternde Geschichte, die man einfach gelesen haben muss.

Bewegende und erschütternde Lebensgeschichte der Eltern der Autorin
von Ingrid von buchsichten.de aus Erkelenz am 19.04.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Im Roman „Junischnee“ erzählt die in Wien lebende Autorin Ljuba Arnautovic ihre Familiengeschichte weiter, die sie in ihrem Debüt „Im Verborgenen“ begonnen hat. Das Lesen des vorliegenden Buchs ist problemlos ohne Vorkenntnisse möglich. Den größten Teil der Erzählung ist dem Leben von Karl, dem Vater der Autorin gewidmet. Doch d... Im Roman „Junischnee“ erzählt die in Wien lebende Autorin Ljuba Arnautovic ihre Familiengeschichte weiter, die sie in ihrem Debüt „Im Verborgenen“ begonnen hat. Das Lesen des vorliegenden Buchs ist problemlos ohne Vorkenntnisse möglich. Den größten Teil der Erzählung ist dem Leben von Karl, dem Vater der Autorin gewidmet. Doch der Titel führt die Leser in Richtung der Mutter Nina, für die nach altem Brauch ein Bäumchen zur Geburt gepflanzt wird. Aus Versehen wählt der Vater aber eine Pappel statt einer Birke. Ohne feste Wurzeln und wie der Schnee der Pappeln im Juni mit dem Wind verweht scheint es für Nina vorherbestimmt, dass sie ihre Heimat verlassen wird. Karl wird von seiner Mutter Eva gemeinsam mit seinem älteren Bruder und weiteren Kindern dem Republikanischen Schutzbund anvertraut, der die Kinder in ein Ferienlager auf der Krim bringt und später in ein Kinderheim. Was zunächst mit Freude und Glück verbunden ist, wird zu Leid und Überlebenskampf für Karl als Straßenkind, in der Besserungsanstalt und im Arbeitslager. Er heiratet Nina, die er im Gulag kennengelernt hat und die ihm nach seiner Entlassung einen Wohnort bietet. Sie folgt ihm nach Wien und leidet dort unter heftigem Heimweh. Inzwischen hat das Paar zwei Kinder und zwischen den Eltern der Autorin entspinnt sich ein Kampf auf einer neuen Ebene. Ljuba Arnautovic wählt für ihre Schilderungen eine nüchterne Sprache. Sie ordnet die Begebenheiten in deren jeweiliges Umfeld ein. Beim Lesen sollte man sich verdeutlichen, dass das, was sie schreibt, wirklich geschehen ist. Geschichtlich fundiert, aber ohne lange Hintergrunderklärungen einzuflechten, weiß sie geschickt die für ihre Eltern wesentlichen, wegweisenden Ereignisse im Leben zu skizzieren. Ohne Schlenker, im Präsens zur Vergegenwärtigung, nimmt der Roman den Leser mit in eine grauenvolle Zeit, in der die Handlung des Einzelnen der Ideologie entsprechend zu sein hatte. Die Autorin verdeutlicht, dass ein Aufbegehren zu weitreichenden Konsequenzen führte. Ljuba Arnautovic wirft in ihrem Buch „Junischnee“ kritische Fragen zum Verhalten ihrer Vorfahren auf. Sie beschreibt neben den Jahren in der Sowjetunion auch die Begebenheiten nach der Rückkehr ihrer Eltern nach Wien und der dann folgenden Ehekrise klar und ungeschminkt. Mit viel Respekt stellt sie die Entscheidungen ihres Vaters, auch in Bezug auf ihre Schwester und sich selbst dar. Ihre Erzählung ist bewegend und erschütternd und lässt daran denken, zu welchen Folgen extreme Gesinnungen führen und möglich sind. Die Geschichte hallt nach und sollte viele Leser finden.

  • artikelbild-0