Grenzgängerin aus Liebe

Roman

Hera Lind

(8)
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Beschreibung

Die junge Sophie aus Weimar ist beeindruckt, als sie Hermann aus dem Westen kennenlernt. Soll sie Karsten, ihren verheirateten Liebhaber und einflussreichen DDR-Funktionär verlassen? Hermann schwärmt von Westdeutschland und verspricht Sophie das Paradies auf Erden. Doch als ihr Ausreiseantrag bewilligt wird, stehen nur seine Eltern am Bahnhof, Hermann selbst ist für Monate beruflich im Ausland. Das hält sie nicht aus, sehnt sich nach Karsten. Erneut überquert sie die Grenze, nicht ahnend, dass sie in eine Falle mit doppeltem Boden geraten ist …

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 13.04.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-29228-4
Verlag Diana
Maße (L/B/H) 18.5/12.2/3.5 cm
Gewicht 340 g
Verkaufsrang 869

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Emotionales Hin und Her
von Jennifer am 26.04.2021

Die Geschichten von Hera Lind beschreiben stets besondere Frauenschicksale und lesen sich spannend. Ihr neuester Roman "Grenzgängerin aus Liebe" macht da keine Ausnahme. Darin erzählt die Erfolgsautorin von Sophie, die in der DDR lebend zwei Männer liebt. Der eine Mann, Karsten, ist verheiratet und ein einflussreicher DDR-Funkti... Die Geschichten von Hera Lind beschreiben stets besondere Frauenschicksale und lesen sich spannend. Ihr neuester Roman "Grenzgängerin aus Liebe" macht da keine Ausnahme. Darin erzählt die Erfolgsautorin von Sophie, die in der DDR lebend zwei Männer liebt. Der eine Mann, Karsten, ist verheiratet und ein einflussreicher DDR-Funktionär. Der andere Mann, Hermann, will sich mit ihr in Westdeutschland ein neues Leben aufbauen. Diese emotional dramatische Gemengelage bestimmt die Romanhandlung bis zum Schluss und treibt bisweilen recht wunderliche Blüten. Für Spannung und Herzschmerz hat Hera Lind dennoch reichlich gesorgt. Handlungsorte sowie -zeit wurden gut recherchiert und glaubhaft beschrieben - was einen soliden Tatsachenroman m. E. auch auszeichnet. Insgesamt ein typischer Hera-Lind-Roman mit leichten Schwächen.

von einer Kundin/einem Kunden am 25.04.2021
Bewertet: anderes Format

Wieder ein spannender Tatsachenroman von Hera Lind, welcher die menschenunwürdigen Methoden der ehemaligen DDR an den Pranger stellt. Dieser Roman ist so emotional und wunderbar geschrieben und hat mich sehr gefesselt. Meine absolute Leseempfehlung.

"Das wäre dein Preis gewesen"
von Elke Seifried aus Gundelfingen am 24.04.2021

Nach einer gescheiterten ersten Ehe lernt die 21-jährige Sophie Becker, bei einem Tanzabend den 15 Jahre älteren DDR-Funktionär Karsten Brettschneider kennen. Sich nach Liebe und Aufmerksamkeit sehnend und weil gilt, „In den Siebzigerjahren florierte auch in der DDR die freie Liebe, die FKK-Strände erfreuten sich großer Beliebth... Nach einer gescheiterten ersten Ehe lernt die 21-jährige Sophie Becker, bei einem Tanzabend den 15 Jahre älteren DDR-Funktionär Karsten Brettschneider kennen. Sich nach Liebe und Aufmerksamkeit sehnend und weil gilt, „In den Siebzigerjahren florierte auch in der DDR die freie Liebe, die FKK-Strände erfreuten sich großer Beliebtheit, und wo stand denn schon geschrieben, dass die Ehe ein Gefängnis war.“ gibt sich Sophie mit der Rolle der Geliebten des verheirateten Familienvaters von drei Kindern zufrieden, zu schön ist auch das luxuriösere Leben, das er ihr dafür bieten kann. Klar, dass die Ferien der Familie gehören, damit aber auch Sophie nicht zu kurz kommt, ermöglicht er ihr eine Flugreise an Bulgariens Goldstrand, wo sie Hermann, dem smarten Mann aus dem Westen in die Arme läuft. Der, begeistert von der hübschen Frau, die Agnetha von der angesagten Band Abba im Aussehen noch aussticht, verliebt sich Hals über Kopf in sie. Sein Schmeicheln und seine Bemühungen stürzen Sophie in ein Gefühlschaos. Hat sie doch gemeint, Karten sei ihr Traummann, auf den es sich zu warten lohnt, keimt eine immer größer werdende Zuneigung zu Hermann auf. Je mehr der sich bemüht, sie von sich zu überzeugen und zu sich in den Westen zu holen, desto mehr könnte sie sich mit dem Gedanken anfreunden, auch wenn sie längst noch nicht bereit dazu ist, Konrad dafür fallen zu lassen. Aber der muss ja von ihrem Ausreiseantrag auch gar nichts wissen, denn bis dem stattgegeben wird, vergeht sowieso noch eine lange Zeit. Haben sowohl Sophie, als auch Hermann fast nicht mehr damit gerechnet, wird sie schließlich von einem Tag auf den anderen ausgewiesen. Erschöpft, aber glücklich kommt sie in Bielefeld am Bahnhof an, doch die Ernüchterung folgt prompt. Anstelle von dem Mann, der ihr versprochen hat, sie zu heiraten, wird sie von seinen Eltern in Empfang genommen, denn er selbst hat beruflich im Ausland zu tun. Ohne ihn, in einem Nest fühlt sich schon bald nicht mehr wohl und es genügt ein um sie werbender Brief von Karsten, dass sie sich dazu entscheidet, dem Westen wieder den Rücken zu kehren. Als Leser lernt man Sophie und ihr Gefühlschaos kennen, wird Zeuge davon, wie die zwei Männerbeziehungen entstehen und diese sich entwickeln. Man darf sie bei ihrem steinigen Weg in den Westen und dem noch schrecklicheren zurück in den Osten begleiten und erfährt auch, wo sie ganz am Ende ihren Platz zum Leben findet, über den hier natürlich nicht mehr verraten wird. Ich bin im Westen ohne Verwandte im Osten aufgewachsen und war beim Mauerfall noch ein kleines Kind. Ich interessiere mich daher stets für den Alltag in der ehemaligen DDR und die Autorin lässt einen dort ein wenig versinken, was mir gut gefallen hat. >>Im Prinzip kann man in der DDR alles kaufen. Es gibt bloß kein Kaufhaus namens Prinzip.<< Stimmungen und Meinungen werden eingefangen und man erfährt neben den Schikanen rund um Einreise- und Ausreiseabsichten auch einiges andere zum Leben,, wie z.B. dass Ostbürger im Urlaub niemals etwas am Büffet für später bunkern würden, oder dass zwischen Touristen aus Ost und West ein großer Unterschied gemacht wurde. , Der flotte Sprachstil liest sich äußerst flüssig. Hera Lind beschreibt anschaulich, sodass ich mir die Szenen gut im Kopf ausmalen konnte. Allerdings, und das empfinde ich bei der Autorin immer ein klein wenig als Manko, kann sie mich einfach gefühlsmäßig nicht ganz so einholen. Trotz Ich-Perspektive, aus der Sophie erzählen darf, ist mir alles eine Spur zu nüchtern geschildert, mir fehlt immer ein wenig mehr Gefühl und auch der Wärme. Erschwert hat mir hier das richtig mit Sophie zu leben, zu fiebern, zu leiden, was mich normalerweise an ein Buch fesselt, die Tatsache, dass sich ihre zwei Liebhaber abwechselnd fast die Klinke in die Hand geben. Damit kann ich generell nicht besonders gut, zudem erschwert mir das auch nachvollziehen zu können, wie solch wechselhafte Gefühle so intensiv sein können, um die ganzen Demütigungen, die mit einem Ausreiseantrag verbunden sind in Kauf zu nehmen. Kann eine Liebe so groß sein, wenn es doch jeder einzelne nur eine Alternative zum anderen ist? Die ersten gut 150 Seiten hat mich der Roman wenig gepackt, dann allerdings, als der Ausreiseantrag gestellt war und die Schikanen begannen, habe ich neugierig, oft auch sprachlos gelesen, was in der DDR an Schrecklichem geschah und das bewegende Schicksal konnte mich dann auch durchaus berühren. Sophie hat auf mich den Eindruck eines naiven, wankelmütigen Mädchens, das sich nach Liebe sehnt und deshalb für alles blind ist, gemacht. Ich hätte sie nicht nur einmal am liebsten wachgerüttelt, musste oft meinen Kopf über sie schütteln. Mit Konrad, der seine Frau und seine drei Kinder hintergeht, konnte ich von Anfang an nur wenig anfangen. Viel zu dreist hat er Sophie hingehalten. Gern mochte ich hingegen Hermann, der es auf jeden Fall ernst meint und der mir fast leid tat, weil Sophie zweigleisig fährt. Gut dargestellt fand ich Sophies Schwester Marianne und deren Ehemann Viktor, die sich zwar gern der Zuckerchen aus dem Westen, die Sophie bekommt, bedienen, aber auch ganz andere Seiten zeigen können. Recht authentisch fand ich auch Hermanns Mutter gezeichnet. Wegen dem schleppenden Einstieg und der Tatsache, dass ich mit der Hauptdarstellerin einfach nicht so warm geworden bin, reicht es bei mir hier leider nicht mehr für fünf Sterne, auch wenn die Geschichte, die auf einer wahren Begebenheiten beruht, aufgrund des Schreckens und dem Beitrag des Romans gegen das Vergessen des Unrechts leistet, diese vielleicht verdient hätte.


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