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Beste Zeit

Peter Mitterrutzner, Rosalie Thomass, Anna Maria Sturm, Florian Brückner, Stefan Murr

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Film (DVD)
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Beschreibung

"Auf Fahrtwind und Freiheit, Sehnsucht und Liebe. An Tschik und a Bier. Und den Vollmond als Wegweiser..." Davon träumen Kati und ihre Freundin Jo, wenn sie nachts auf den bayerischen Wiesen in den Sternenhimmel schauen. Doch das ist im Land der dreiarmigen Strommasten und weissblauen Cowboys auf den Strassen ohne Wegweiser gar nicht so leicht zu verwirklichen! Kati wartet mit Spannung auf die Zusage zu ihrem Schüleraustausch nach Amerika. Aber sie ist hin und hergerissen zwischen Fernweh, Heimat und Mike - ihrer grossen Liebe, wie sie glaubt. Jo dagegen weiss, was sie will: Fahrtwind im Haar, ein Bier, die grosse Freiheit und endlich mal einen Typen, der sich auch für sie interessiert.

Die Bildqualität ist trotz des recht jungen Datums des Filmes enttäuschend. Vor allem fällt die mangelhafte Schärfe auf, die den ganzen Film leicht verschwommen aussehen lässt. Der Kontrast ist dagegen gut. Die Farben sind frisch und kräftig. Es gibt ein leichtes Hintergrundrauschen, das sich wiederholt bemerkbar macht. Die Kompression könnte etwas besser sein.

Das Bonusmaterial ist etwas spärlich und besteht aus: „Drehorte“, einem Blick auf eine Karte und die dazugehörige Szene aus dem Spielfilm (für diejenigen, die das tiefe Bedürfnis verspüren, mal die Drehorte zu besuchen), einem unkommentierten „Blick hinter die Kulissen“ (ca. 4 min), vier Interviews (gesamt ca. 23 min) sowie sechs Darstellerinfos in Form von Texttafeln.

Der Film ist dialoglastig und deswegen kommt die frontlastige Abmischung nicht ganz überraschend. Die DD 5.1-Tonspur belohnt den Zuhörer dafür mit zahlreichen Umgebungsgeräuschen, die gemeinsam mit der Musikuntermalung eine gute räumliche Klangkulisse ergeben. Irgendwelche Mängel sind auch nicht zu hören. Bei so einem Film ist eine DTS-Version eigentlich verschwendet und unnötig. Die Datenmenge hätte man in das Bild investieren sollen. Ausserdem ist sie lediglich etwas lauter. Die DVD ist mit einer Hörfilmfassung für Blinde und Sehbehinderte ausgestattet. Es gibt optionale deutsche Untertitel. Angesichts des vorherrschenden Dialektes eine sehr gute Wahl.

BESTE ZEIT ist der erste Teil der „Beste“-Trilogie von Regisseur Marcus H. Rosenmüller (auch: WER FRÜHER STIRBT, IST LÄNGER TOT), die mit BESTE GEGEND fortgesetzt wurde und die mit dem bald folgenden BESTE CHANCE abgeschlossen wird. BESTE ZEIT hat etwas von einem Heimatfilm, ist er doch nicht nur in der Provinz angesiedelt, sondern bietet auch den entsprechenden Dialekt und die dazugehörigen Dorfprobleme. Die Story mag autobiographisch sein, ist aber auch alles andere als neu, ja regelrecht altbacken und hoffnungslos langweilig anzusehen. Die Konflikte bewegen sich auf dem typischen Teenager-Niveau, das irgendwo zwischen erster Liebe und Rebellion gegen die Eltern hin und her schwankt. Das bayerische Landleben wird dabei so unattraktiv gezeichnet, das man sich am Ende fragt, warum die Protagonistin doch daheim bleibt. Ein mutloses, geradezu konservatives Weltbild wird hier entworfen und verherrlicht. Statt die Chance auf eine weite Reise (mal wieder die USA) zu nutzen, wirft man in letzter Minute das Handtuch und tauscht neue Gelegenheiten, potentielle Freiheit und Selbstbestimmung gegen eine unbestimmte Dorfliebe und übermächtige Heimatgefühle ein. Zu Hause ist es doch am schönsten, geht bloss nicht weg! Das da draussen kann euch all das nicht offerieren, was Mutti und die beste Freundin bieten. Toll! Auf einmal ist die Dorfidylle besser als alles andere und die vorher angedeutete Auflehnung gegen die Eltern versinkt in plötzlicher Bedeutungslosigkeit. War doch alles nicht so gemeint! Im Film wird entsprechend dazu unendlich viel geredet und gequatscht und die Inszenierung ist mit platter Symbolik aufgeladen. BESTE ZEIT ist letztendlich nichts anderes als naives (Provinz-)Kino für schlichte und anspruchslose Stunden. Die Story ist ohne Überraschungen, die Sprache so platt wie selten. Eine Anhäufung von bedeutungsschwangeren Sprüchen, die einem Kalenderblatt entnommen scheinen. Der Dialekt kann einem dabei sehr schnell auf den Keks gehen, allein den Verweis auf sprachliche Authentizität mag man da nicht gelten lassen. Neues Deutsches Kino? Gerne, aber bitte nicht so!

Produktdetails

Medium DVD
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 6 Jahren
Erscheinungsdatum 31.01.2008
Regisseur Marcus H. Rosenmüller
Sprache Deutsch
EAN 4011976848882
Genre Drama
Studio Constantin Film AG
Spieldauer 91 Minuten
Bildformat 16:9 (1,78:1)
Tonformat Deutsch: DD 5.1, Deutsch: DTS 5.1
Produktionsjahr 2007

Kundenbewertungen

Durchschnitt
2 Bewertungen
Übersicht
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Beste Zeit
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 29.08.2019

Leider kein Stern, hatte mich so auf die DVD gefreut da ich die anderen Teile der Trilogie auch habe,Bonusmaterial vorhanden, aber leider kein Film drauf!!!!

Jugendträume und große Freundschaft
von lady_st.germain am 27.01.2008

Der Film erzählt eine Episode aus dem Leben der Freundinnen Kathi und Jo, welche beide in einem kleinen bayrischen Dorf nahe Dachau im bäuerlichen Milieu aufwachsen. Beide sehnen sich nach der großen Liebe, und Kathi hadert außerdem noch damit, ob sie wirklich zu ihrem Schüleraustausch nach Amerika gehen will, oder sonst hier ei... Der Film erzählt eine Episode aus dem Leben der Freundinnen Kathi und Jo, welche beide in einem kleinen bayrischen Dorf nahe Dachau im bäuerlichen Milieu aufwachsen. Beide sehnen sich nach der großen Liebe, und Kathi hadert außerdem noch damit, ob sie wirklich zu ihrem Schüleraustausch nach Amerika gehen will, oder sonst hier ein Jahr lang etwas entscheidendes verpasst. Der Film ist, wie bei "Wer früher stirbt ist länger tot" in bayrischer Sprache gehalten, man sollte den Dialekt also schon gut verstehen. Gedreht wurde vorwiegend mit Laiendarstellern, es sind aber auch bekanntere Künstler wie Andreas Giebel dabei. Wer den Film "Wer früher stirbt ist länger tot" vom gleichen Regisseur gesehen hat und mit denselben Erwartungen an "Beste Zeit" rangeht, wird unweigerlich ein bißchen enttäsucht werden, denn ganz so witzig und pfiffig ist dieser Film nicht, obgleich auch lustige Szenen darin vorkommen. Der Film braucht insgesamt auch ein wenig, bis er in die Gänge kommt und die Handlung Fahrt gewinnt, es sind auch viele lange epische Szenen dabei, in denen die Freundinnen z.B. über ein Feld marschieren und dabei über das Leben philosophieren. Gefallen hat mir an dem Film die ziemlich authentische Darstellung des bayrischen kleinbäuerlichen Milieus, ich bin selber in einem kleinen Nest in der Gegend aufgewachsen, und habe mich stellenweise schon an meine Jugend erinnert gefühlt. Auch die lustigen Szenen haben überzeugt, beispielsweise als Kathis Verehrer Rocky ihre Familie mit irritzigen Manövern von ihr fern hält, damit ein in den Graben gesetzer VW-Bus heimlich wieder herausgezogen werden kann, ohne dass die Eltern es merken. Auch die Laien-Darsteller sind durchweg mit viel Spielfreude und Einsatz zugange. Am besten fanden wir aber trotzdem den Profi Andreas Giebel. Nicht so gut gefallen hat uns, dass in dem Film viel "Luft" war, man hätte die epischen Szenen etwas kürzen können, damit der Film mehr mitreißt. Auch ist die Gagdichte nicht so groß wie bei "Wer früher stirbt ist länger tot". Was mich persönlich gestört hat, war, dass sich der Film an wichtigen Stellen vor konkreten Antworten drückt. Ein paar Antworten möchte man als Zuschauer aber doch haben, schließlich verfolgt man ja den Plot gerade, weil man z.B. wissen will "kommen die beiden jetzt zusammen oder nicht?" Insgesamt kann man den Film für einen vergnüglichen Abend schon empfehlen, wenn man den Stil von Rosenmüller mag und auch mit der bayrischen Mundart keine großen Verständnisprobleme hat. Isgesamt sollte man aber kein zweites "Wer früher stirbt ist länger tot" erwarten, dieser Film ist quasi eher die Vorstufe davon.


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