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Das Flüstern der Bienen

Roman

Sofia Segovia

(95)
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Beschreibung



»Ein fantastischer Roman und ohne Frage eines der aussergewöhnlichsten Bücher des Jahres.« Top Cultural 

Ein einzigartiger Junge, der das Schicksal eines Dorfes für immer verändert

In der kleinen mexikanischen Stadt Linares erzählt man sich noch immer von dem Tag, an dem die alte Nana Reja ein Baby unter einer Brücke gefunden hat. Von einem Bienenschwarm umhüllt, erweckt der kleine Simonopio zunächst Misstrauen bei den abergläubischen Dorfbewohnern. Doch die Gutsbesitzer Francisco und Beatriz Morales nehmen den wilden stummen Jungen bei sich auf und lieben ihn wie ihr eigenes Kind. Während die Spanische Grippe die Region trifft, und um sie herum die mexikanische Revolution wütet, lernen sie Simonopios Gabe zu vertrauen und können die Familie so vor dem grössten Unheil bewahren. Doch nicht alle Bewohner der Hacienda meinen es gut mit dem Jungen …

»Eine Geschichte, die mit allen Sinnen erlebt werden kann.«

VANGUARDIA ESPANA

„Ein opulenter Roman im Stil von Isabelle Allende – einfach magisch.“

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 480
Erscheinungsdatum 01.03.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-471-36035-4
Verlag List Verlag
Maße (L/B/H) 22.1/14.2/4.8 cm
Gewicht 689 g
Originaltitel El murmullo de las abejas
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Kirsten Brandt
Verkaufsrang 2571

Kundenbewertungen

Durchschnitt
95 Bewertungen
Übersicht
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Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 20.04.2021

"Das Flüstern der Bienen" hat all meine Erwartungen aufs Vortrefflichste erfüllt. Wer Bücher südamerikanischer Autoren schätzt - und ich meine nicht nur Isabell Allende sondern auch Marquez und Llosa - der ist hier genau richtig. Die Autorin Sofia Segovia schöpft aus dem Vollen der mexicanischen Kultur, lässt die herrliche N... "Das Flüstern der Bienen" hat all meine Erwartungen aufs Vortrefflichste erfüllt. Wer Bücher südamerikanischer Autoren schätzt - und ich meine nicht nur Isabell Allende sondern auch Marquez und Llosa - der ist hier genau richtig. Die Autorin Sofia Segovia schöpft aus dem Vollen der mexicanischen Kultur, lässt die herrliche Natur vor dem Auge des Lesers aus den Seiten wachsen, den Duft nach Orangen, das Zirpen der Zykaden, die Sehnsucht der Menschen nach Liebe und einem besseren Leben. Das noch jüngferliche Zwanzigste Jahrhundert hält viele Versprechungen bereit und ist doch immer noch verhaftet im alten Aberglauben und der Kolonialherrschaft weniger Mächtiger über kleine Dorfgemeinschaften. Das Buch hat etwas märchenhaft-magisches und spielt mit der Phantasie des Lesers. Die Autorin lässt sich viel Zeit das Leben und die Menschen der mexikanischen Kleinstadt Linares widerauferstehen zu lassen. Der Plot ist nicht unbedingt stringent erzählt. Aber dieses mäandern und schwelgen in Kleinigkeiten und Randfiguren führt durchaus in eine Richtung. Andeutungen und Ahnungen fesseln und faszinieren gleichermaßen. Ein Lesevergnügen wie ein großer Fluß. Kraftvoll, exotisch, schillernd und tief.

Von der Macht der Bienen
von Anna625 am 18.04.2021

Anfang des 20. Jahrhunderts wird in der Nähe des mexikanischen Ortes Linares ein kleiner Junge gefunden. Das Kind erweckt zunächst das Misstrauen der Bewohner des Anwesens im Besitz der Morales-Familie, da es durch eine Gaumenspalte "vom Teufel gezeichnet" ist. Und, mehr noch - der Kleine ist über und über von Bienen bedeckt, di... Anfang des 20. Jahrhunderts wird in der Nähe des mexikanischen Ortes Linares ein kleiner Junge gefunden. Das Kind erweckt zunächst das Misstrauen der Bewohner des Anwesens im Besitz der Morales-Familie, da es durch eine Gaumenspalte "vom Teufel gezeichnet" ist. Und, mehr noch - der Kleine ist über und über von Bienen bedeckt, die ihn umschwärmen, ihm jedoch nichts anzutun scheinen. Simonopio, wie der Junge von nun an heißen soll, wächst als Patensohn der Morales auf und wird bald von den Mitgliedern der Familie und den Arbeitern akzeptiert, obwohl er nie wie sie zu sprechen lernt. Dafür verfügt er über eine ganz besondere Gabe: Er kann die Lebenswege ihm wichtiger Menschen fühlen und spürt beispielsweise, wenn sie sich in Gefahr befinden, so etwa als die ersten Fälle der Spanischen Grippe im Ort auftreten. Außerdem weiß er dank seiner Bienen um bevorstehende Wetterschwankungen oder wann die Pflanzen zu blühen beginnen. Doch er spürt auch, dass es einen Menschen auf dem Anwesen gibt, den Kojoten, der ihm Böses will und vor dem er sich verstecken muss, solange es möglich ist - denn dass es eines Tages zu einer Katastrophe kommen wird, ist Simonopio klar. Er weiß nur nicht, wann oder wie. Erzählt wird der Roman aus wechselnden Perspektiven - im Hintergrund steht ein zunächst unbekannter Ich-Erzähler, in dessen Leben Simonopio lange Zeit der wahre Protagonist ist. Dann gibt es Kapitel, in denen man als Leser Beatriz, die Frau des Gutsbesitzers, begleitet, immer wieder auch Simonopio oder einen der Arbeiter. Die Perspektivwechsel stellen beim Lesen keinerlei Schwierigkeit dar, es wird stets schnell deutlich, wen man gerade begleitet. Sprachlich ist der Roman sehr gelungen - die Sprache ist sehr bildhaft und wortgewaltig, sofort hat man das weitläufige mexikanische Anwesen und seine Bewohner vor Augen und kann sich in ihre Ängste und Hoffnungen hineinfühlen. Subtiler Humor ergänzt den Zauber und die gleichzeitige Ernstheit des Buches. Auch aus erzähltechnischer Sicht ist der Roman toll gestaltet, denn zwischen längeren Kapiteln gibt es immer wieder auch solche, die nur ein oder zwei Seiten einnehmen und manchmal sogar nur aus wenigen Sätzen bestehen - das fügt sich toll in den Roman ein und steigert an den entsprechenden Stellen die Spannung enorm. Dem magischen Anteil der Geschichte, ausgehend von Simonopio und seinen Bienen, stand ich anfangs skeptisch gegenüber, schnell hat sich dann aber gezeigt, dass nie ein "zu viel" an Übernatürlichem vorhanden ist, das den Erzählfluss stören könnte, sondern dass dieser Aspekt die Geschichte vielmehr wunderbar ergänzt. Sie bleibt stets ernsthaft, tragisch, berührend und geheimnisvoll, ohne ins Unglaubwürdige, Anstrengende abzudriften. Diese Synthese aus Magischem und Realem hat mir sehr gut gefallen. Fazit: Ein gelungenes, spannendes Konglomerat aus Ernsthaftigkeit und Humor, Familiengeschichte und Sozialstudie, dem ein ganz eigener Zauber innewohnt und das ich gerne weiterempfehle.

Eindrucksvolle Zeit- und Familiengeschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Bamberg am 12.04.2021

In „Das Flüstern der Bienen“ bekommt der Leser Einblick in die Geschichte der Familie Solares, die zur Zeit des ersten Weltkrieges in einem ländlichen Ort Mexikos beginnt. Im Zentrum der Familie steht, obwohl nicht blutsverwandt und ein Findelkind, Simonopio, den ein besonderes Band mit den Bienen verbindet. Dieses Buch hat m... In „Das Flüstern der Bienen“ bekommt der Leser Einblick in die Geschichte der Familie Solares, die zur Zeit des ersten Weltkrieges in einem ländlichen Ort Mexikos beginnt. Im Zentrum der Familie steht, obwohl nicht blutsverwandt und ein Findelkind, Simonopio, den ein besonderes Band mit den Bienen verbindet. Dieses Buch hat mich lange beschäftigt. Zum einen habe ich lange daran gelesen, weil es so dicht erzählt ist (und nicht etwa, weil es langweilig wäre). Zum anderen ist es eine sehr eindrucksvolle, besondere Geschichte, die noch lange nachhallt. Auf der einen Seite geht es um Zeitgeschichte: Das Leben in Mexiko zur Zeit des ersten Weltkrieges, die mexikanische Revolution und auch die Spanische Grippe. Letzteres geht einem aufgrund der aktuellen Situation doch sehr nahe – dabei wurde dieses Buch lange vor Corona geschrieben. Auf jeden Fall hat es die Autorin geschafft, diese historischen Aspekte wirklich spannend in die Familiengeschichte zu packen. Das ist die andere Seite: Man verbringt ausgiebig Zeit mit der Familie Solares und darf die Ereignisse aus der Perspektive verschiedener Familienmitglieder miterleben. Simonopio ist ein sehr eigener Charakter, der anfangs etwas merkwürdig scheint, aber einem dann doch sehr ans Herz wächst. Ich mochte die Teile aus seiner Perspektive auf jeden Fall sehr. Bei ihm kommt der für lateinamerikanische Literatur so typische Magische Realismus zur Geltung. So etwas finde ich nicht immer einfach zu lesen, aber hier finde ich es richtig gelungen und toll in die Geschichte eingebettet. Auch wenn es keine ganz einfache Lektüre war, so finde ich rückblickend, dass es eine ganz wundervoll geschriebene und einzigartige Geschichte ist, die einen nicht nur emotional mitnimmt, sondern auch ungeheuer spannend ist.


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