Das ferne Feuer

Roman

Amy Waldman

(8)
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Beschreibung

Die ehrgeizige Berkeley-Studentin Parvin Schams fühlt sich zwischen den liberalen Ideen ihrer charismatischen Professorin und den Erwartungen ihres konservativen afghanisch- amerikanischen Umfelds hin- und hergerissen. Da eröffnet ihr ein Buch eine ungeahnte Möglichkeit, die Theorie in die Praxis umzusetzen und ihre Bestimmung zu finden: Ein Arzt erzählt darin von seinem humanitären Engagement für afghanische Frauen. Parvin ist so begeistert, dass sie für seine Stiftung arbeiten und zugleich ihre Wurzeln erkunden will. Doch vor Ort entdeckt sie, dass die von ihm erbaute Geburtsklinik leer steht und die Bewohner des Dorfes sich seltsam abweisend verhalten. Nach und nach findet Parvin im Gespräch mit ihnen heraus, was es damit auf sich hat. Als Parvins Professorin vertrauliche E-Mails ungefragt veröffentlicht, eskaliert der schwelende Konflikt zwischen Einheimischen und ihren selbsternannten Wohltätern. Erneut muss Parvin entscheiden, wo sie steht.

Was bestimmt, wer wir sind und wo wir hingehören? Wie formen die Medien unseren Blick auf die Welt? Und können wir unsere Vorurteile je ablegen? Wie in ihrem gefeierten Roman "Der amerikanische Architekt" stellt sich Amy Waldman den brennenden Fragen unserer Gegenwart in einer packenden und überraschenden Geschichte.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 496 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 02.02.2021
Sprache Deutsch
EAN 9783731761921
Verlag Schöffling & Co.
Dateigröße 1937 KB
Übersetzer Brigitte Walitzek
Verkaufsrang 13416

Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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Afghanistan und die Welt: Wo es keine einfachen Antworten gibt
von einer Kundin/einem Kunden am 25.04.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Wahnsinn, was für ein herausragender Roman! In dieser Geschichte, die einige Jahre nach dem 11. September in Afghanistan spielt, geht es ans Eingemachte: Vermeintliche Hilfe aus dem Westen, politisches Engagement, individuelle Eitelkeiten, kulturelle Prägungen, Loyalität, Krieg. Große Fragen, die ganz viel Graubereich aufzeigen ... Wahnsinn, was für ein herausragender Roman! In dieser Geschichte, die einige Jahre nach dem 11. September in Afghanistan spielt, geht es ans Eingemachte: Vermeintliche Hilfe aus dem Westen, politisches Engagement, individuelle Eitelkeiten, kulturelle Prägungen, Loyalität, Krieg. Große Fragen, die ganz viel Graubereich aufzeigen und nur wenige Antworten in Schwarz und Weiß. Das ist häufig schmerzhaft in dieser Klarheit und liefert viele Denkanstöße. Eine starke Geschichte, mit Sogwirkung geschrieben, spannend, voller Tragik und mitunter an die Nieren gehend. Der Autorin ist hier etwas ganz Großes gelungen, unbedingte Leseempfehlung!

Ein detaillierter Roman mit einem wichtigen Thema, welches in einem spannenden Plot gut umgesetzt wurde!
von einer Kundin/einem Kunden aus Velbert am 24.03.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die Protagonistin Parvin reist wegen des Buches „Mutter Afghanistan“ von Crane nach Afghanistan, um mehr über die Frauen, deren Geburtsprobleme angesprochen werden, herauszufinden. Doch mit der Zeit merkt sie, dass nicht alles so ist, wie im Buch beschrieben. Zuerst möchte ich den außergewöhnlich flüssigen und professione... Die Protagonistin Parvin reist wegen des Buches „Mutter Afghanistan“ von Crane nach Afghanistan, um mehr über die Frauen, deren Geburtsprobleme angesprochen werden, herauszufinden. Doch mit der Zeit merkt sie, dass nicht alles so ist, wie im Buch beschrieben. Zuerst möchte ich den außergewöhnlich flüssigen und professionellen Schreibstil anmerken. Es kommen sehr viele Details vor und die meisten Gespräche werden indirekt von Parvin wiedergegeben, sodass man den Roman einfach runter lesen kann. Es sind komplexe Sätze und schon beim Lesen merkt man, dass es kein einfacher Roman zum Unterhalten ist, sondern eine bestimmte Botschaft hat. Durch den detaillierten Schreibstil konnte ich mir auch die neue Umgebung und die verschiedenen Personen gut vorstellen und man bekommt ein gutes Verständnis für das schwierige Thema, das angesprochen wird. Parvin ist eine naive junge Frau, die aus Idealismus handelt und genauso wie Crane als Heldin gefeiert werden möchte. Dafür reist sie in das selbe Dorf, in welchem Crane auch war und möchte die „Misshandlung“ bzw. „Unterdrückung“ der Frauen näher untersuchen. An sich eine gute Idee, aber sie bezieht sich viel zu oft auf das Buch und spielt sich vor allem zu Anfang auf. Es war zu Beginn schwierig mit ihr, weil sie überhaupt nicht sympathisch, sondern egoistisch und fremd rüber kommt und halt eine typische Amerikanerin in einem fremden Land ist, auch wenn sie die Landessprache beherrscht. Aber genau um diese Charakterentwicklung geht es, auch wenn es nicht jedem gefällt, wie sich Parvin benimmt. Man merkt, dass das Buch und Cranes Vorlesungen und Interviews sie geprägt haben und sie auf deren Grundlagen handelt. Das Thema der Medienbeeinflussung wird angesprochen und was für einen großen Einfluss diesen auf eine einzelne Person haben. Crane schreibt als Nichtafghane einen Roman über seine Geschichte und was er alles tragisches miterlebt hat und die ganze Welt glaubt ihm und hinterfragt nichts. Erst als Parvin ins Dorf kommt und mit Fragen an Menschen wie Wahid oder den Dolmetscher die echte Wahrheit herausfindet. Weiterhin wird auch der Missbrauch von Medien und vertraulichem Material thematisiert, da Parvins Professorin ihre Briefe, in denen die ganzen Fehler und Lügen drin stehen, veröffentlicht und Parvin damit in den Mittelpunkt stellt. Das Thema des Buches ist wichtig und am besten sollte es jeder kennen, aber vor allem wurde es gut in eine Geschichte verpackt. Der Roman ist vor allem lehrreich und die Medien wurden perfekt getroffen und wahrheitsgetreu dargestellt. Außerdem beeinflusst das Buch ja auch das Dorf, da das Militär, welches zum besagten Dorf kommt, nur wegen dem Roman eine Straße baut oder aber einen Mann verhaftet. Nur wegen dem Autor blickt gefühlt die ganze Welt auf das Dorf, welches nur eines von vielen ist und an sich überhaupt nichts besonderes oder einzigartiges ist. Menschen reisen dorthin oder spenden nur wegen dem Bestseller, was die Reichweite eines solchen Romans verdeutlicht. Auch wie sehr es Leben verändert, wie das von Wahid, welcher von einem armen unbeachteten Bauer zu einem wohlhabenden und beinahe wichtigen Mann aufsteigt, wird angesprochen. Wichtig, interessant und dazu noch abwechslungsreich. Zudem wird die Gefahr für Frauen während und nach der Schwangerschaft behandelt und wie schwer es Frauen in diesen Ländern haben. Sie sollen am besten einfach nur Kinder zeugen, bevorzugt Jungen, und den Haushalt führen und wenn sie währenddessen sterben, dann war es Gottes Wille. Es war auch interessant, speziell für Frauen, die sicher Kinder auf die Welt bringen, und nahegehend, da es ein reales Problem in vielen Ländern ist, schließlich ist Afghanistan nichts das einzige Land, vor allem nicht das, mit den schwersten Bedingungen. Aber auch der Plot an sich kam nicht zu kurz. Während Parvins Reise wurde es nie langweilig und man lernt das Dorf langsam richtig kennen und das von beiden Seiten: Einmal als Amerikaner und damit als Eindringling, ein anderes mal als Einwohner mit der selben Kultur und als Frau. Nach und nach lernt man die Personen und deren Tätigkeiten kennen, wie die Ärztin, das Oberhaupt des Dorfes, Wahids Familie oder den Übersetzer. Auch das echte Leben begegnet einem und ich kann mit erhobenem Haupt sagen, dass ich keine der beinahe 500 Seiten bereue gelesen zu haben. Mit der Zeit deckt Parvin die Ungereimtheiten auf und kommt mit verschiedenen Leuten in Kontakt. Das war auch spannend, da ich als Leser die Geschichte nochmal neu definieren kann und die Veränderung sozusagen live mitbekomme. Vorurteile werden beseitigt und Gefahr gebannt. So zieht einen das Buch auch emotional und mit relativem Spannungsbogen in den Bann. Insgesamt ein Roman, aus dem man viel mitnehmen kann, den man aber auch einfach genießen und entspannt lesen kann. Wichtige Themen werden angesprochen, aber auch der gigantische Plot kam nicht von irgendwoher, sondern war gut durchdacht. Ich kann es wirklich jedem empfehlen!

von einer Kundin/einem Kunden am 15.03.2021
Bewertet: anderes Format

Endlich ein neuer Roman von Amy Waldman. Ich habe schon vor vielen Jahren ihren vorherigen Roman "Der amerikanische Architekt" mit großer Begeisterung gelesen und wurde auch von diesem Roman nicht enttäuscht. Eine starke Geschichte die lange nachhallt.

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