Heldensterben

Die Andere Bibliothek Band 280

Christine Grän

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Beschreibung

»Nirgendwo wird so schön gestorben wie in Wien«*Die Ränke dieser grossen Erzählung beginnen zwar im schäbigen Studio eines Pornoproduzenten, aber die entscheidende Handlung vollzieht sich an offenen Gräbern, an denen die schöne Anna zum strahlenden Star in der Gilde der Beerdigungsredner aufsteigt, die den nichtkirchlichen Bestattungen ihre eigene Würde und Weihe verschaffen.*Verfasserin der bewegenden Reden ist die kleinwüchsige Lucie, selber von Kind auf suizidgefährdet, die in aller Heimlichkeit ihr Lebenswerk schreibt: eine Porträtsammlung von Selbstmördern. Die schöne Anna freilich, allzu lange in den Diensten des schüchternen Regisseurs und Produzenten der X-Filme mit den maskulinen Sexmaschinen, macht sich nichts aus Männern, was nicht weiter erstaunlich ist. Lange unterhielt sie ein Verhältnis mit einer prominenten Politikerin, die den Skandal und das Ende ihrer öffentlichen Karriere nicht überleben wollte. Umso zäher harrt Mama, die Frau Kommerzialrat, in ihrem illustren Altersheim aus, in den Rollstuhl verbannt, der sie nicht davon abhält, sich an der Menschheit mit humanem Lächeln aufs infamste zu rächen...* Christine Grän hat den Wien-Roman schlechthin geschrieben, in dem sich die gloriose Schönheit und die abgrundtiefe Gemeinheit, das unerschöpfliche Vergnügen an der Intrige und die Lust des Fleisches, die unausrottbare Vitalität und der morbide Weltschmerz zu der genialen Mixtur vereinen, die den Geist der Stadt bestimmt. Denn das Herz der Stadt ist nicht der Steffl, nicht die Kärntner Strasse, nicht die Staatsoper, nicht das Burgtheater, sondern der Zentralfriedhof. Anders gesagt: Wien lebt nur, wo gestorben und vor allem bestattet wird.

Christine Grän, in Graz geboren, arbeitete nach dem Studium als Redakteurin und lebte in Afrika, ehe sie sich zunächst in Bonn, dann in München als freie Journalistin und Autorin niederließ. Sie wurde vor allem durch ihre Anna-Marx-Krimis (verfilmt als ARD-Abendserie "Auf eigene Gefahr" mit Thekla Carola Wied in der Hauptrolle) bekannt.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 27.03.2000
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8218-6209-5
Verlag Eichborn
Maße (L/B/H) 22.5/13.1/2.6 cm
Gewicht 526 g
Auflage 1. Auflage

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
3
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1
1
0

von einer Kundin/einem Kunden am 10.04.2019
Bewertet: anderes Format

Ein großartiger Roman der das makabere und morbide Leben in Wien aufzeigt. In skurriler Atmosphäre und bildgebender Sprache voller Witz erzählt.

Depressiv
von milabrita am 24.07.2016
Bewertet: eBook (ePUB)

Dieses Buch ist nur bei sehr guter Laune zu empfehlen. Alle Charaktere beschäftigen sich in ihrer Art und Weise mit dem Sterben bzw. Selbstmord. Dabei wird auch die Gesellschaft an sich sehr makaber und kritisch beleuchtet. Den Schreibstil habe ich als sehr schwerfällig empfunden und es hat sehr lange gedauert bis ich in den "... Dieses Buch ist nur bei sehr guter Laune zu empfehlen. Alle Charaktere beschäftigen sich in ihrer Art und Weise mit dem Sterben bzw. Selbstmord. Dabei wird auch die Gesellschaft an sich sehr makaber und kritisch beleuchtet. Den Schreibstil habe ich als sehr schwerfällig empfunden und es hat sehr lange gedauert bis ich in den "Rhythmus" des Buches gefunden habe. Letzten Endes habe ich es doch bis zum Schluss gelesen. Einige Passagen und Entwicklungen von Personen haben nicht zum Gesamterscheinungsbild der Charaktere gepasst auch das Ende hat mich etwas enttäuscht. Christine Grän hat leider nicht meinen Lesegeschmack getroffen, aber vielleicht von anderen.

Makaber
von maleur aus Berlin am 19.07.2016
Bewertet: eBook (ePUB)

In diesem Roman werden vier mehr oder weniger gestörte Existenzen für einen kurzen Lebensabschnitt auf ihrer Sinn- und Zielsuche begleitet. Den Schreibstil empfinde ich als etwas holprig mit teilweisen Bandwurm- und Schachtelsätzen, die den Lesefluss unterbrechen. Die Protagonisten werden differenziert charakterisiert. Allerdin... In diesem Roman werden vier mehr oder weniger gestörte Existenzen für einen kurzen Lebensabschnitt auf ihrer Sinn- und Zielsuche begleitet. Den Schreibstil empfinde ich als etwas holprig mit teilweisen Bandwurm- und Schachtelsätzen, die den Lesefluss unterbrechen. Die Protagonisten werden differenziert charakterisiert. Allerdings konnte ich mir bei den meisten nicht vorstellen, dass sie doch noch relativ jung sind. Die Situationen und Ansichten werden Tendenziell als trist bis deprimierend und teilweise zynisch beschrieben. Meine Meinung: Ich lese am liebsten Psychothriller. Die strotzen ja auch nicht gerade von Lebensfreude, sind dann aber doch oftmals spannend. Ich habe mit diesem Buch bewusst mal ein Genrewechsel gewählt und bin eher enttäuscht. Teilweise wollte ich es schon weglegen, weil ich es zu trostlos fand. Den avisierten „Wiener Humor“ habe ich nicht erkannt. Habe mich dann aber auf eine andere Lesart eingestellt und gehofft, dass es nicht nur um Suizid geht. Dass aktuelle gesellschaftliche Ereignisse in das Geschehen eingeflossen sind, hat mir sehr gut gefallen. Letztendlich war die Entwicklung der vier Protagonisten auch interessant.


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