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Der Kollaps der globalen digitalen Zivilisation

Thomas Grüter

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Beschreibung


Noch in diesem Jahrhundert wird die Informationsgesellschaft an ihr Ende kommen, weil die globalen Informationsnetze reissen. Das ist die provozierende These des Wissenschaftlers und Sachbuchautors Thomas Grüter.    

Den meisten Menschen erscheint das Internet wie eine eigene Welt, in der Entfernungen keine Rolle spielen, Daten wie von selbst um den Globus fliegen und alles Wissen dauerhaft auf Knopfdruck zur Verfügung steht. Aber dieser Eindruck, so Grüter, täuscht: Das Internet ist eine von Menschen geschaffene Scheinwelt, die mit immens hohem Aufwand in Betrieb gehalten wird. Dennoch vertrauen wir dieser störanfälligen Schöpfung einige unsere wichtigsten Schätze an: nämlich unser Wissen und die Steuerung der Infrastrukturen, die uns am Leben erhalten.    

Der Autor zeigt in seinem nachdenklich stimmenden Buch zweierlei: warum das gefährlich ist und wie wir Vorsorge treffen können, bevor es zu spät ist. In der Entwicklung der Menschheit könnte die Informationsgesellschaft durchaus einen wichtigen Meilenstein darstellen. Doch wenn wir vergessen, ihre grundlegenden Strukturen zu sichern, wird sie zusammenbrechen, bevor sie wirklich Fuss gefasst hat.   

Grüter argumentiert schlüssig und weist nach, wie zerbrechlich die Grundlagen unserer Lebenswelt sind. Ein wichtiges und aufrüttelndes Buch zur rechten Zeit!   

_____   

Der bekannte Wissenschaftsautor Thomas Grüter stellt in diesem brisanten Buch die Grundlagen und die Entwicklungschancen der Informationsgesellschaft auf den Prüfstand. Er kommt zu dem erschreckenden Schluss, dass sie wahrscheinlich keine fünfzig Jahre mehr bestehen wird.   

Wie ist das möglich? Nie war der Fortschritt der Menschheit sichtbarer als heute. Zum ersten Mal in der Geschichte sind wir über Kontinente hinweg kontinuierlich miteinander verbunden. Die Welt ist zum virtuellen Dorf geworden. Das gesammelte Wissen der Menschheit steht uns auf Knopfdruck zur Verfügung. Kaum jemand fragt, wie viel und welche Technik hinter unseren Handys und Tablets steckt. Der ständige Austausch und die globale Vernetzung sind fester Bestandteil unseres Lebens geworden. Mit dem Internet wandelt sich unsere Kultur zur Wissens- und Informationsgesellschaft. Diese könnte die Grundlage für eine neue Stufe der menschlichen Zivilisation sein.   

Aber für diese Zukunft zahlen wir einen hohen Preis. Das Internet beruht auf einer komplexen und energiefressenden Infrastruktur. Seine Komponenten halten nur wenige Jahre und werden nur an wenigen Orten der Welt gebaut. Die grossen Datenspeicher des Internet müssen laufend ersetzt werden. Sollte je der Nachschub stocken, ist das Wissen, das wir ihnen anvertraut haben, bedroht.   

Wir leben heute in einer zunehmend künstlichen Umwelt. Ein gigantisches Netz von technischen Strukturen bestimmt unser Leben. Wasser fliesst aus dem Hahn, Strom aus der Steckdose, Gas aus der Leitung. Wir fahren auf asphaltierten Strassen. All das zerfällt, wenn es nicht mit hohem Aufwand erhalten wird. Die traditionelle Infrastruktur verbindet sich immer stärker mit dem Internet. Aber sie wird damit nicht sicherer und billiger, sondern anfälliger.   

Jedes Versagen der Weltwirtschaft, jeder künftige Weltkrieg, jede wirklich grosse Naturkatastrophe wird die weltweite Versorgung mit High-Tech-Komponenten unterbrechen. Dann beginnt sofort das Internet zu zerreissen - und damit alles, was mit ihm verflochten ist. Solche grossen weltumspannenden Krisen  mögen selten sein, aber auch seltene Ereignisse geschehen irgendwann.    

Bisher haben wir eine Katstrophe dieser Art keinerlei Vorsorge getroffen, und es gibt keine Strategie für den Wiederaufbau. Wenn nichts geschieht, wird das Zeitalter des Internets noch in diesem Jahrhundert zu Ende gehen. Endgültig und unwiderruflich.  


Thomas Grüter ist Mediziner, Kognitionsforscher und Wissenschaftsautor. Als Geschäftsführer eines Softwareunternehmens trieb er jahrelang den Forstschritt der digitalen Technologie voran. In einer Reihe von wissenschaftlichen Publikationen befasste er sich mit der Erkennung von Gesichtern im menschlichen Gehirn – ein faszinierendes Forschungsthema, das ihn bis heute nicht loslässt. Von 2006 bis 2008 hatte er einen externen Lehrauftrag an der Uni Wien, und ist seit 2009 Affiliate am Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie und Methodenlehre der Universität Bamberg. Er hat bisher fünf populärwissenschaftliche Bücher verfasst:

2006: Freimaurer, Illuminaten und andere Verschwörer – Wie Verschwörungstheorien funktionieren, Scherz, Frankfurt.

2010: Magisches Denken – wie es entsteht und wie es uns beeinflusst, Scherz, Frankfurt.


2011: Klüger als wir? – auf dem Weg zur Hyperintelligenz, Spektrum, Akad. Verl., Heidelberg.

2011: Faszination Apokalypse – Mythen und Theorien vom Untergang der Welt, Scherz, Frankfurt.

2013: Offline! – Springer Spektrum, Heidelberg.

Thomas Grüter schreibt u.a. für Spiegel online, Focus, Spektrum der Wissenschaft und ZEIT Geschichte. Seine zahlreichen Bücher und Artikel wurden in mehrere Sprachen übersetzt.



Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 156
Erscheinungsdatum 22.08.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-662-63385-4
Verlag Springer Berlin
Maße (L/B) 20.3/12.7 cm
Abbildungen 30 schwarz-weiße Abbildungen, Bibliographie
Auflage 2. Auflage 2021

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Interessante Analyse über unsere Abhängigkeit vom Internet mit Denkanstößen und konspirativem Touch


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  • Einführung. - Nach dem Ende der digitalen Welt. - Der Unterbau der Informationsgesellschaft. - Die Computerindustrie - global und verletzlich. - Der Verlust des Wissens. - Die Wachstumsgrenzen der Welt. - Die vielen Wege in die Zukunft. - Der globale digitale Krieg. - Die Logik des Zusammenbruchs. - Was tun? - Fazit. - Statt eines Nachworts.