Das Lied des Geldes

Ein Fall für Kostas Charitos

Kostas Charitos Band 13

Petros Markaris

(1)
Die Leseprobe wird geladen.
Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
Fr. 35.90
Fr. 35.90
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Versandfertig innert 1 - 2 Werktagen Versandkostenfrei
Versandfertig innert 1 - 2 Werktagen
Versandkostenfrei

Weitere Formate

gebundene Ausgabe

Fr. 35.90

Accordion öffnen
  • Das Lied des Geldes

    Diogenes

    Versandfertig innert 1 - 2 Werktagen

    Fr. 35.90

    Diogenes

eBook (ePUB)

Fr. 27.00

Accordion öffnen

Hörbuch-Download

Fr. 15.90

Accordion öffnen

Beschreibung

Feierlich wird die Linke zu Grabe getragen, in einem Trauerzug durch die Strassen von Athen. Was wie ein Karnevalsumzug aussieht, ist der Beginn einer neuen Protestbewegung: Die Armen schliessen sich zusammen, um sich Gehör zu verschaffen. Ist in ihren Reihen der Mörder zu suchen, der die ausländischen Investoren auf dem Gewissen hat? Kommissar Charitos ermittelt und horcht auf, als er überall in der Stadt das Lied des Geldes vernimmt.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 28.07.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-07175-7
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 18.4/11.4/2.8 cm
Gewicht 336 g
Originaltitel O fonos einai chrima
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Michaela Prinzinger
Verkaufsrang 3329

Weitere Bände von Kostas Charitos

  • Abrechnung Abrechnung Petros Markaris Band 8

    Abrechnung

    von Petros Markaris

    Buch

    Fr. 17.90

  • Zurück auf Start Zurück auf Start Petros Markaris Band 9

    Zurück auf Start

    von Petros Markaris

    Buch

    Fr. 18.90

  • Drei Grazien Drei Grazien Petros Markaris Band 11

    Drei Grazien

    von Petros Markaris

    Buch

    Fr. 35.90

    (5)

  • Zeiten der Heuchelei Zeiten der Heuchelei Petros Markaris Band 12

    Zeiten der Heuchelei

    von Petros Markaris

    Buch

    Fr. 35.90

    (5)

  • Das Lied des Geldes Das Lied des Geldes Petros Markaris Band 13

    Das Lied des Geldes

    von Petros Markaris

    Buch

    Fr. 35.90

    (1)

Kundenbewertungen

Durchschnitt
1 Bewertungen
Übersicht
1
0
0
0
0

Petros Markaris - Das Lied des Geldes
von Miss.mesmerized am 28.07.2021

Lambros Sissis, bester Freund von Kommissar Charitos, kann das Elend im Obdachlosenheim nicht mehr mitansehen. Seine politischen Ideale sind gestorben, es bleibt nur noch die Linke, die seiner Ansicht nach auf ganzer Breite versagt hat, zu Grabe zu tragen. Er organisiert einen Trauerzug samt Sarg durch Athen, was ihm entsprechen... Lambros Sissis, bester Freund von Kommissar Charitos, kann das Elend im Obdachlosenheim nicht mehr mitansehen. Seine politischen Ideale sind gestorben, es bleibt nur noch die Linke, die seiner Ansicht nach auf ganzer Breite versagt hat, zu Grabe zu tragen. Er organisiert einen Trauerzug samt Sarg durch Athen, was ihm entsprechende Aufmerksamkeit einbringt. Die Armen verbünden sich, nicht mehr nur die Obdachlosen am unteren Rand der Gesellschaft, auch die Flüchtlinge und die ehemalige Mittelschicht leiden und schließen sich der neuen Protestbewegung an. Zu Charitos‘ Schrecken sind auch seine Frau Adriani und Tochter Katerina aktiv im Kampf gegen die Kapitalisten. Und diese müssen sich auch ganz konkret fürchten, denn ein Mörder scheint es gezielt auf ausländische Investoren abgesehen haben. Erst ein saudi-arabischer Bauunternehmer, dann ein chinesischer Unternehmer werden heimtückisch in eine Falle gelockt und erstochen. Der Beginn einer Serie? Offenkundig, denn stets wird am Tatort auch ein Lied vernommen, ein Lied, das von Geld und Gier erzählt. Immer wieder hat Petros Markaris in seiner Reihe um den Athener Kommissar Kostas Charitos gesellschaftliche Entwicklungen aufgegriffen und sich deutlich positioniert. Wurde im vorausgehenden Band die Heuchelei der griechischen Elite kritisiert, greift er nun in „Das Lied des Geldes“ sowohl die drängende Armut, die nach der Finanzkrise weite Teile der Bevölkerung erfasst hat, auf und thematisiert, wie die Not von geschäftstüchtigen, ausländischen Investoren ausgenutzt und dadurch noch weiter verschlimmert wird. Es braucht nicht viel, um Lambros Sissis‘ Resignation nachvollziehen zu können. Das Leid unmittelbar vor Augen, ohne jede Hoffnung auf Besserung, kann man nur noch mit einem gewissen Zynismus reagieren, wenn man nicht vollends verzweifeln möchte. Dass er schnell aus allerlei Richtungen Unterstützer findet, ist nicht verwunderlich, sondern verstärkt eher das Gefühl von Machtlosigkeit ob der schon seit Jahren andauernden Krise. Der friedliche Protest glückt und gewinnt die Sympathien. Dass dies einigen jedoch vielleicht zu wenig ist, kann man menschlich nachvollziehen. Geschickt wird so der Bogen zur eigentlichen Krimihandlung geschlagen, deren Opfer zu der Riege der Profiteure der Notlage gehören und die sich auf Kosten der Schwächsten bereichern. Auch wenn Charitos im Sinne der juristischen Gerechtigkeit unterwegs ist, bleibt die moralische eine gänzlich andere Frage. Markaris erzählt nicht die nervenzerreißenden Geschichten, sondern jene zutiefst menschlich motivierten, die mit langsamerem Tempo jedoch deutlich mehr Tiefgang erreichen und die Finger in die Wunden legen, wo es weh tut. Seine authentischen Figuren sind die einfachen Menschen, die trotz mancher Widrigkeit versuchen, den Alltag zu meistern und ein rechtschaffenes Leben zu führen, bis ihnen das jedoch nicht mehr gelingt. Die Täter sind oft die eigentlichen Opfer und so zeigt auch „Das Lied des Geldes“, dass die Realität komplexer ist als nur schwarz und weiß und dass die Frage nach dem, was richtig und was falsch ist, durchaus moralisch herausfordernd werden kann. Einmal mehr ein aufrüttelnder Roman, der Spannung mit Sozialkritik verbindet.


  • Artikelbild-0