Das Wochenende

Ungekürzte Ausgabe, Lesung

Diogenes Hörbuch Band 80199

Bernhard Schlink

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Beschreibung

Ein Deutscher Sommer, die Vergangenheit wird lebendig. Nach zwanzig Jahren im Gefängnis ist er überraschend begnadigt worden. Christiane, seine Schwester, will sein erstes Wochenende in Freiheit mit einem Dutzend alter Freunde feiern, in einer verfallenen Villa auf dem Land, ohne Reporter und Kameras. Sie alle haben damals in irgendeiner Form mit der Revolution sympathisiert. Heute haben sie ihren festen Platz im bürgerlichen Leben. Die Freunde kommen aus Loyalität, aus Nostalgie, aus Neugier. Aber sie können sich der Konfrontation mit ihrer eigenen Biographie, ihren Lebensträumen und Lebenslügen nicht entziehen. Mit der atmosphärischen Intensität eines Kammerspiels wird Bilanz gezogen.

Bernhard Schlink, geboren 1944 bei Bielefeld, ist Jurist und lebt in Berlin und New York. Seinen ersten Kriminalroman, ›Selbs Justiz,‹ veröffentlichte er zusammen mit Walter Popp. 2001 wurde die Trilogie um den Privatdetektiv Gerhard Selb mit ›Selbs Mord‹ abgeschlossen. Der 1995 erschienene Roman ›Der Vorleser‹, die 2000 und 2010 veröffentlichten Erzählbände ›Liebesfluchten‹ und ›Sommerlügen‹ sowie die Romane ›Die Heimkehr‹ (2006) und ›Das Wochenende‹ (2008) begründeten seinen schriftstellerischen Weltruhm.

Produktdetails

Medium CD
Sprecher Hans Korte
Spieldauer 346 Minuten
Erscheinungsdatum 26.02.2008
Verlag Diogenes
Anzahl 5
Fassung ungekürzt
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783257801996

Weitere Bände von Diogenes Hörbuch

Kundenbewertungen

Durchschnitt
15 Bewertungen
Übersicht
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Hart, derb, menschlich!
von einer Kundin/einem Kunden aus Willich am 02.08.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Titel: Das Wochenende Verlag: Diogenes Seiten: 240 Erscheinungsjahr: 2010 (2008) ISBN: 978-3-257-23965-2 Genre: Klassiker, Krit. Unterhaltung, Zeitgeschehen Art: flexibler Einband "Sie fand auch Jörg krank. Muss nicht krank sein, wer Leute umbringt, nicht aus Leidenschaft und Verzweiflung, sondern klaren Kop... Titel: Das Wochenende Verlag: Diogenes Seiten: 240 Erscheinungsjahr: 2010 (2008) ISBN: 978-3-257-23965-2 Genre: Klassiker, Krit. Unterhaltung, Zeitgeschehen Art: flexibler Einband "Sie fand auch Jörg krank. Muss nicht krank sein, wer Leute umbringt, nicht aus Leidenschaft und Verzweiflung, sondern klaren Kopfs und kalten Bluts? (. . .) Nein, Margarete konnte nur das Mitgefühl haben, das man mit Kranken hat. War das zu wenig?" "Christiane hatte eine Tischordnung gemacht, und vor jedem Teller stand ein Kärtchen mit Namen und Bild - einem Bild von damals. " Jörg wird zwanzig Jahre nach seinen terroristischen Vergehen im Rahmen der RAF aus der Haft entlassen, kurz vor der erwarteten Begnadigung durch den Bundespräsidenten. Seine Schwester Christiane holt ihn ab und bringt ihn zu dem alten Landsitz, wo sie ein gemeinsames Wochenende mit den Freunden von damals verbringen werden, die sie zu diesem Anlass eingeladen hat und die Jörg bereits erwarten. Dazu gehört der Journalist Henner, der früher Christiane den Hof gemacht hat, aber angesichts ihrem engen Verhältnis zu ihrem Bruder aufgegeben hat. Jörg ist über dessen Anwesenheit nicht erfreut, weil er davon ausgeht, dass Henner ihn damals verraten hat. Auch der Laborkettenbetreiber Ulrich, die Bischöfin Karin und die schriftstellerische Lehrerin Ilse, Anwalt Andreas und Christianes Mitbewohnerin Margarethe sind mit von der Patie. Sie alle haben während der zwanzig Jahre ihren Weg ins bürgerliche Leben gefunden und zucken nicht vor einer großen Menge an Vorwürfen gegen Jörg zurück. Einzig der deutlich jüngere Marko möchte ein neues revolutionäres Feuer in Jörg entfachen und ihn zu weiteren Kämpfen antreiben. Und dann taucht auch noch Jörgs Sohn Ferdinand auf, der seiner Enttäuschung Luft lässt. Schaffen sie es, der aufgewühlten Vergangenheit standzuhalten und neu zueinander zu finden? "Die Terroristen unsere verirrten Brüder und Schwestern?‘ Ulrich schüttelte den Kopf und verzog das Gesicht zu einem Ausdruck nicht nur der Ablehnung, sondern der Abscheu. ‚Glaubt ihr das auch?‘ Er sah in die Runde." Ich gehöre wohl zu den wenigen Leser*innen, die an diesem Buch mindestens genau so viel Gefallen finden wie an Schlinks bekanntestem Werk "der Vorleser". In meinem Fall sogar noch ein Ticken mehr. Dagegen hat "Das Wochenende" von vielen Literaturkritikern eine eher dürftige Bewertung erhalten. Ich habe das Buch zweimal hintereinander als Hörbuch gehört, weil ich an einigen Stellen unaufmerksam war und es so kompensieren wollte. Ich kann auf jeden Fall empfehlen, es direkt mit der gedruckten Version zu versuchen. Nicht, weil die Vertonung zu wünschen übrig ließe, sondern weil ich mir vieles markieren wollte und es nicht konnte. Eine Eigenheit des Romans sind die verschlüsselten Elemente bezüglich der Figurenkonstellation. Wer ist jetzt nochmal wer und auf welcher Erzählebene befinden wir uns? Ich mag sowas ja, allerdings hat das Audioformat die Orientierung nochmal erschwert. Wer sich intensiv mit der RAF-Thematik beschäftigen will, der ist hier vielleicht nicht richtig. Das Thema wird oberflächlich bzw. aus philosophischer, ethischer Perspektive aufgegriffen (Kann Schuld verjähren? Welche Strafe ist angemessen? Bis zu welchem Punkt sind Revolutionen gerechtfertigt? Inwiefern sind die Taten der RAF besser als die eines jeden anderen Terrorismus oder sogar des Nationalsozialismus?), was einer der Hauptpunkte der Kritik ist. Ich kann diesen Punkt nicht nachvollziehen, da nie der Anspruch erhoben wurde, es handle sich um eine aufklärende Schrift. Ich fand es spannend zu sehen, wie die Vergangenheit Keile zwischen die Freunde treibt und Risse in der neu gebildeten bürgerlichen Fassade hinterlassen. Müsste ich zusammenfassen, worum es geht (Grins), so würde ich die Rolle des Terrorismus gar nicht in den Mittelpunkt stellen, sondern das Spannungsverhältnis von Vergangenheit und Gegenwart: Können wir unsere Werte und uns selbst im Laufe unseres Lebens verändern? Hier gibt es genug Zündstoff für solche und noch mehr Gedanken. Ich fand es in diesem Sinne auch gut, dass durch das Zusammentreffen auch andere, belanglosere Themen aufkamen. Ce la vie! Wiedermal typisch für Schlink, ein geschichtspolitisches Thema aus Sicht der Gegenwart aufzuarbeiten und dabei auch sexuelle Themen mit ins Spiel zu bringen. Die Sprache ist reich an wörtlicher Rede, hier und da auch ein wenig derb.

von einer Kundin/einem Kunden am 23.07.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ein Terrorist wird nach 20 Jahren Haft begnadigt. Seine Schwester holt ihn am Tag der Entlassung ab. Sie hat ein Wochenende auf dem Land organisiert und dazu die alten Freunde und Weggefährten eingeladen. Die Freunde, längst in der Gutbürgerlichkeit angekommen, und der Ex-Häftling stehen sich sprachlos gegenüber. Was bleibt von ... Ein Terrorist wird nach 20 Jahren Haft begnadigt. Seine Schwester holt ihn am Tag der Entlassung ab. Sie hat ein Wochenende auf dem Land organisiert und dazu die alten Freunde und Weggefährten eingeladen. Die Freunde, längst in der Gutbürgerlichkeit angekommen, und der Ex-Häftling stehen sich sprachlos gegenüber. Was bleibt von einer Freundschaft aus dieser Zeit, in der die Republik von der terroristischen Gewalt erschüttert wurde, übrig? Wie geht man mit Schuld, Verrat und Loyalität um? Bernhard Schlink erzählt in seiner wunderschönen Prosa vom Deutschen Herbst und seinen Folgen. Für mich sein bislang bestes Buch!

von einer Kundin/einem Kunden am 03.05.2018
Bewertet: anderes Format

Nach 20 Jahren Haft ein erstes Wochenende in Freiheit. Was bleibt von den einstigen Idealen der Täter?Gibt es eine Einsicht in die Fehler der Gewalttaten der RAF? Spannend!

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