Landesbühne

Siegfried Lenz

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Beschreibung

Eine kurzweilige Geschichte über Freundschaft und das Leben, die Spannung verspricht und darüber hinaus zum Nachdenken anregt.In einem Gefängnis in Isenbüttel soll zur Unterhaltung der Insassen eine Theateraufführung der Landesbühne stattfinden. Einige Gefangenen ergreifen die Initiative und schaffen es unerkannt mit dem Bus des Ensembles zu fliehen. In einer Nachbarstadt Grünau werden sie als begnadete Schauspieler gefeiert. Zwei von ihnen lassen sich in dem Städtchen nieder und üben erfolgreiche Berufe aus, die die Stadt bereichern. Doch die Realität holt sie schneller ein als sie sich vorgestellt haben.-

Siegfried Lenz, 1926 im ostpreußischen Lyck geboren, zählt zu den bedeutendsten und meistgelesenen Schriftstellern der Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Seine Werke erscheinen seit 1951 (»Es waren Habichte in der Luft«) im Hoffmann und Campe Verlag und wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Produktdetails

Abo-Fähigkeit Ja
Medium MP3
Family Sharing Ja i
Sprecher Burghart Klaussner
Spieldauer 151 Minuten
Erscheinungsdatum 30.07.2021
Verlag SAGA Egmont
Fassung ungekürzt
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9788726970654

Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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Die Freundschaft zählt!
von einer Kundin/einem Kunden am 31.03.2012
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Eine Erzählung von Freundschaft und Vertrauen. Es werden in diesem Buch mehrere Charaktere vorgestellt. Hauptsächlich sind es die beiden namens Hannes und Clemens. Die beiden sitzen in einem norddeutschen Gefängnis ihre Strafen ab. So plant Hannes für mehrere Insassen den gemeinschaftlichen Ausbruch während eines Auftritts der "... Eine Erzählung von Freundschaft und Vertrauen. Es werden in diesem Buch mehrere Charaktere vorgestellt. Hauptsächlich sind es die beiden namens Hannes und Clemens. Die beiden sitzen in einem norddeutschen Gefängnis ihre Strafen ab. So plant Hannes für mehrere Insassen den gemeinschaftlichen Ausbruch während eines Auftritts der "Landesbühne". Dieser gelingt auch für einige mit dem Bus der Darsteller. Die Häftlinge werden auf ihrer Flucht mit dem Bühnenbus auch als solche gehalten. Doch natürlich währt die Freude über die gelungene Flucht nicht sehr lange. Nachdem alle wieder ihren Platz im Gefängnis gefunden haben, stellt sich auch für Hannes und Clemens heraus, das ihre gemeinsame Freundschaft das ist was zählt. Siegfried Lenz gibt diese Erzählung mit einem hintergründigen Witz und einer Ironie wieder, die den Leser über dem Geschehen stehen lässt und nicht nur das schwermütige des Gefägnisalltages sehen lässt.

Ein Gaunerstück in doppelten Sinn
von Uli Geißler aus Fürth am 13.07.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Schon früh nach Beginn der Geschichte zeichnet sich ab, dass es wohl eine augenzwinkernde sein wird. Die Gründe, weshalb einige Typen im Gefängnis einer norddeutschen Stadt einsitzen, weisen schon darauf hin: Einer – Clemens - nutzte angeblich als Professor sein Thema „Sturm und Drang“ aus, um Studentinnen die Praxis nahe zu bri... Schon früh nach Beginn der Geschichte zeichnet sich ab, dass es wohl eine augenzwinkernde sein wird. Die Gründe, weshalb einige Typen im Gefängnis einer norddeutschen Stadt einsitzen, weisen schon darauf hin: Einer – Clemens - nutzte angeblich als Professor sein Thema „Sturm und Drang“ aus, um Studentinnen die Praxis nahe zu bringen, ein anderer – Hannes - kassierte als verkleideter Polizist mit Halte-Kelle Bußgelder und viele weitere Kleinkriminelle mehr. Als kulturelles „Schmankerl“ für die Gefangenen hatte der Direktor das Stadttheater mit dem Stück „Warten auf Godot“ eingeladen. Rund ein Dutzend Gefangener nutzen den Tumult um den Aufbau für das Stück, um im Theaterbus zu fliehen. Schon bald landet die merkwürdige Truppe in einer Kleinstadt und wird prompt mit der erwarteten Theatergruppe verwechselt. So genießen die Gauner das gute Essen, die schönen Reden und engagieren sich im Prinzip ernsthaft an Ideen zur Weiterentwicklung des kulturellen Lebens der Provinzstadt. Als dann der Schwindel doch auffliegt und die Entflohenen wieder in der Tristess des eingesperrten Daseins ankommen, endet die so Hoffnung stiftende Perspektive für die Männer. Das Einzige, was sie – bis auf einen, der sich selbst zu Tode bringt - am Leben hält, ist die Erkenntnis, dass gemeinsam ertragene Not und der freundschaftliche Zusammenhalt der eigentliche Wert im Leben sind. Siegfried Lenz erzählt die an sich leichte Geschichte mit einem melancholischen Unterton, lässt die Emotionen nur dort zu, wo sei bei der Leserschaft von selbst entstehen und hält eine überraschend große Distanz zu den Protagonisten aufrecht. Trotz dieser gewissen Oberflächlichkeit wirkt die Geschichte ins eigene Lebensgeflecht hinein, lässt über Ziele, Freiheit, Schein und vor allem Sein sinnieren. Da das ohne großen Tiefgang geschieht, liest sich die Novelle schnell, leidet aber auch etwas darunter, denn – ehrlich – es wäre „mehr“ drin gewesen …! Daher auch nur 3 von 5 Sternen. © 7/2011 Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.

Herrliche Posse!
von Dr. Christian Rößner aus Göttingen am 24.10.2010
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Im biederen Kreisstadtgefängnis Isenbüttel sitzt ein munteres Völkchen ein: Da ist z.B. ein betrügerischer Fußballschiedsrichter oder ein hochstaplerischer Polizist oder Hannes – die Hauptfigur des neuen Romans von Siegfried Lenz -, ein Professor, der hübschen Studentinnen - gegen körperliche „Gegenleistungen“ – zu höchsten akad... Im biederen Kreisstadtgefängnis Isenbüttel sitzt ein munteres Völkchen ein: Da ist z.B. ein betrügerischer Fußballschiedsrichter oder ein hochstaplerischer Polizist oder Hannes – die Hauptfigur des neuen Romans von Siegfried Lenz -, ein Professor, der hübschen Studentinnen - gegen körperliche „Gegenleistungen“ – zu höchsten akademischen Weihen verholfen hat. Als die fahrende Schauspieltruppe „Landesbühne“ in der Haftanstalt gastiert, nutzen die gelangweilten Häftlinge die Gelegenheit zum Ausbruch, kapern den Bus, verstecken sich in einem kleinen Dörfchen und werden dort für Schauspieler der „Landesbühne" gehalten. Und die Komödie beginnt… Lenz’ neuer Roman ist eine Hommage an große Literatur, aber auch an seine eigenen Werke. So schlägt unter anderem neben Kellers „Kleider machen Leute“ oder Lenz' „So zärtlich war Suleyken“ auch immer wieder Becketts „Warten auf Godot“ durch. Beachtlich ist, wie humorvoll und respektlos Lenz diese Geschichte erzählt. Herrlich komisch und voller erzählerischer Anmut und Sympathie. Einfach wunderbar!

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