Paris Trout

Roman

Pete Dexter

(3)
Buch (Kunststoff-Einband)
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Beschreibung

Cotton Point, Georgia – ein Südstaatennest zu Beginn der fünfziger Jahre. Unter der idyllischen Oberfläche bestimmen Rassismus und Klassendenken das Zusammenleben von Schwarzen und Weissen. Als der angesehene Ladenbesitzer Paris Trout ein farbiges Mädchen brutal ermordet, verfallen die Bewohner des Orts in hilflose Schockstarre. Ohne Skrupel nutzt Paris Trout die heuchlerische Doppelmoral der Gemeinde und entzieht sich seiner Verantwortung. Dabei verstrickt er jeden in seiner Umgebung in eine Welt aus Angst und blinder Gewalt. Einzig seine Frau Hannah wagt es, ihm die Stirn zu bieten. Als sich jedoch der Anwalt Harry Seagraves in Hannah verliebt, kommt es zur Katastrophe.

Mit grossem psychologischen Gespür gelingt es Pete Dexter, die schwelende Bedrohung zu verdichten, die von einem Mann ausgeht, der jenseits von Gut und Böse steht. Wie um eine dunkle Mitte herum ordnet Dexter das Ensemble seiner Figuren und formt so das Psychogramm einer zerrissenen Gemeinschaft, die sich unaufhaltsam auf einen Abgrund zubewegt.

Produktdetails

Einband Kunststoff-Einband
Seitenzahl 415
Erscheinungsdatum 01.08.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-935890-54-0
Verlag Liebeskind
Maße (L/B/H) 21.4/14.9/3.6 cm
Gewicht 630 g
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Jürgen Bürger

Kundenbewertungen

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Ein Gesellschaftsportrait
von Helga Ebenkofler am 28.11.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Weil Deadwood so grandios war, gleich noch eine dringende Empfehlung für Pete Dexter. Paris Trout spielt in einer Kleinstadt im südstaatlichen Georgia. Es sind die 50er Jahre, das Klima ist geprägt von Rassenvorurteilen und Bigotterie, von Feigheit und Gewalt – all jenem, das Dexter als „die amerikanische Krankheit“ bezeichnet... Weil Deadwood so grandios war, gleich noch eine dringende Empfehlung für Pete Dexter. Paris Trout spielt in einer Kleinstadt im südstaatlichen Georgia. Es sind die 50er Jahre, das Klima ist geprägt von Rassenvorurteilen und Bigotterie, von Feigheit und Gewalt – all jenem, das Dexter als „die amerikanische Krankheit“ bezeichnet. Die titelgebende Hauptfigur ist ein angesehener Geschäftsmann, er bestimmt den Kurs der Stadt mit, ist aber auch einer, der glaubt für ihn gelten die bestehenden Regeln und Gesetze nicht, auch nicht nachdem er ein schwarzes Mädchen und dessen Pflegemutter niedergeschossen hat. Auf welche Art und Weise diese Tat geahndet wird, ist Thema des Romanes und Dexter erzählt vielschichtig und subtil von der Besessenheit Trouts, der Gewalt, die er mehr noch psychisch als physisch ausübt, von der Solidarität einer Männerwelt, in der sich die gesellschaftliche Reputation aus Totschweigen und Feigheit speist, in der sich das Wegschauen und das gelassene Übergehen als genauso gefährlich erweisen wie die Selbstgerechtigkeit des Mörders. Die große Könnerschaft des Autors liegt einmal mehr darin, dass er sich nie hineinversetzt in seine Figuren und doch tief in ihre Psyche eindringt, sie präzise, kühl und analytisch, mehr durch das Erzählprinzip „action is character“(F.S.Fitzgerald) als durch Erklärungen in ihrer menschlichen Komplexität zeichnet. Ein Meisterwerk, schrieb die Los Angeles Times bei Erscheinen völlig zu Recht, vergleichbar mit den Südstaatendramen Faulkners. Das ist nur zu unterstreichen. Wir haben ein Kleinod in der Hand in dieser viel zu oft sehr flachen, geschwätzigen und doch nichtsagenden Bücherwelt.

Südstaaten in den 50-er Jahren
von einer Kundin/einem Kunden aus Blaubeuren am 09.11.2010
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Paris Trout, ein erfolgreicher aber skrupelloser Geschäftsmann in einer Kleinstadt im Georgia der 50-er Jahre, erschießt kaltblütig ein kleines, farbiges Mädchen, weil ihm ein farbiger Jugendlicher Geld schuldet. Nach endlosen Revisionen wird er zu 1 - 3 Jahren Arbeitslager verurteilt, kauft sich aber illegal frei. Niemand traut... Paris Trout, ein erfolgreicher aber skrupelloser Geschäftsmann in einer Kleinstadt im Georgia der 50-er Jahre, erschießt kaltblütig ein kleines, farbiges Mädchen, weil ihm ein farbiger Jugendlicher Geld schuldet. Nach endlosen Revisionen wird er zu 1 - 3 Jahren Arbeitslager verurteilt, kauft sich aber illegal frei. Niemand traut sich, etwas gegen Trout zu unternehmen.Zusehens isoliert er sich selbst. Bei der Jahresfeier des kleinen Ortes kommt es zur Katastrophe. Eine beeindruckende Geschichte, die man nicht vergißt. Meiner Meinung nach leider etwas holprig übersetzt.

Beeindruckende Sprache...
von einer Kundin/einem Kunden am 11.04.2010

Paris Trout, die titelgebende Hauptfigur, ist Ladenbesitzer und Geldverleiher in Cotton Point. Im Rahmen seiner Geschäfte, beim Eintreiben seines Geldes schießt er zwei farbige Frauen nieder, von denen die eine ihren Verletzungen erliegt. Doch Trout sieht keinerlei Schuld bei sich und der gesamt Ort traut sich nicht sich gegen i... Paris Trout, die titelgebende Hauptfigur, ist Ladenbesitzer und Geldverleiher in Cotton Point. Im Rahmen seiner Geschäfte, beim Eintreiben seines Geldes schießt er zwei farbige Frauen nieder, von denen die eine ihren Verletzungen erliegt. Doch Trout sieht keinerlei Schuld bei sich und der gesamt Ort traut sich nicht sich gegen ihn zu stellen. Einzig seine Ehefrau bezieht diese Position und dadurch wird auch der in Sie verliebte Anwalt des Ortes mit ins Geschehen gezogen. Das Buch schildert den Weg eines bornierten, bösartigen Weißen, der sich unterbrochen auf den Abgrund zu und damit in seinen eigenen Wahnsinn bewegt. Es wird ein spannendes, wenn auch teilweise grausames Bild auf die Südstaaten der USA in den 50er Jahren geworfen.


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