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Du liebst mich, du liebst mich nicht

Roman

Trojanische Pferde Band 22

Jonathan Lethem

Buch (gebundene Ausgabe)
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Beschreibung

Lucinda verbringt täglich acht Stunden damit, bei einer Nörgel-Hotline anonymen Anrufern zuzuhören. Ein Dauerkunde, der nur mit ihr sprechen will, zieht sie mit seinen Grübeleien und Selbstreflexionen in den Bann. Lucinda und der Nörgler arrangieren ein Treffen und verlieben sich heftig. Nebenbei spielt sie Bass in einer Band, deren Leadsänger Matthew, ein verwirrter junger Mann, vor kurzem ein depressives Känguru gekidnappt hat, um es von seinem Ennui zu befreien. Bedwin, der geniale Texter der Band, leidet dagegen unter einer Schreibblockade, weshalb ihn Lucinda mit einigen der philosophischen Überlegungen des Nörglers »versorgt«. Als Bedwin diese in brillante Songs umsetzt, steht die Band kurz vor dem Durchbruch. Das einzige Problem ist der Nörgler. Er besteht darauf in die Band aufgenommen zu werden - mit verheerenden Konsequenzen für alle.
Ein subversiver Roman über Oberflächlichkeit und Tiefe in der Liebe.

Jonathan Lethem, geboren 1964 in New York, hat acht Romane veröffentlicht, darunter die New-York-Romane »Chronic City«, »Motherless Brooklyn« und »Die Festung der Einsamkeit«. Er hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten, u. a. den »National Book Critic‘s Award«, den »Gold Dagger« und das »Mac-Arthur Fellowship«. Lethem hat die Professur für Creative Writing am Pomona College als Nachfolger von David Foster Wallace übernommen.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 18.07.2007
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-50098-1
Verlag Tropen
Maße (L/B/H) 21.6/15.4/2.4 cm
Gewicht 440 g
Originaltitel You don't love me yet
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Michael Zöllner

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  • Der Nörgler leerte genüsslich sein Bier und stellte die Flasche beiseite.
    »Einen Moment«, sagte er und zog eine Streichholzschachtel aus der Brusttasche. Er schob sie auf, holte einen eng gerollten Joint hervor und zündete ihn an.
    »Es ist folgendermassen«, fuhr er fort, während er seinen ersten walfischartigen Zug machte und den Rauch wieder ausstiess. »Ich habe in den letzten Tage viel darüber nachgedacht. Es hat mich ganz schön durcheinandergebracht. Dass ihr meine Songs singt, meine ich .«
    »Deine Songs ?« , fragte Denise erstaunt. Lucinda war wie vor den Kopf gestossen, konnte nichts sagen.
    »Meine kleinen Kritzeleien, meine ersten Entwürfe.« Er reichte Lucinda den Joint. »Meine Nörgeleien, wie auch immer ihr sie nennen wollt. Du hast sie bei unseren Telefonaten mitgeschrieben, nicht wahr ?«
    Lucinda nickte hypnotisiert. Carl erhob Anspruch auf die Band. Sie konnte ihm schlecht widersprechen. Überall wo sie festen Boden wähnte, war Land unter, das Wasser stand ihr schon bis zu den Knien oder höher. Doch in Wahrheit konnte er von ihr haben, was er wollte. Das lag in der Natur ihrer Entdeckung, ihrer merkwürdigen neuen Liebe. Mehr noch, das Ausmass ihrer Unterwürfigkeit schloss auch Denise ein. Sie war bloss neugierig, was der Nörgler mit Denise anstellen würde.