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Kurzroman

WAT Band 606

Alan Bennett

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Beschreibung

Überwacht von einem unbestechlichen Gesandten der übergeordneten Kirchenbehörde, zelebriert Pater Jolliffe einen Gedenkgottesdienst für den Bettgefährten der beautiful people von London, einen auch ihm selbst wohlbekannten Mann. Unerwartete Enthüllungen der versammelten Hinterbliebenen sorgen dafür, dass die traurige Zeremonie einen rasanten Wandel durchläuft.

Alan Bennett, 1934 in Leeds geboren, wurde bekannt durch seine TV Comedy-Revue Beyond the Fringe sowie durch die 1987 unter dem Titel Talking Heads von der BBC gesendeten Monologe. Neben zahlreichen Theaterstücken und seinen Arbeiten für Fernsehen und Rundfunk schreibt Bennett seit Mitte der neunziger Jahre auch Prosa.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 96
Erscheinungsdatum 24.02.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8031-2606-1
Verlag Wagenbach, K
Maße (L/B/H) 19.1/12.1/1.2 cm
Gewicht 129 g
Originaltitel The Laying on of Hands
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Ingo Herzke

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Kundenbewertungen

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Reich, berühmt und schön
von Igelmanu66 aus Mülheim am 13.12.2014

Reich, berühmt und schön – diese Attribute treffen auf die meisten Besucher eines Gedenkgottesdienstes in London zu. Es ist alles vertreten, was Rang und Namen hat: Minister, Fernsehmoderatoren, Schauspieler, Popsänger, Stararchitekten und Bestsellerautoren. Dazu gesellen sich noch Sicherheitsbeauftragte und die dem Großaufkomme... Reich, berühmt und schön – diese Attribute treffen auf die meisten Besucher eines Gedenkgottesdienstes in London zu. Es ist alles vertreten, was Rang und Namen hat: Minister, Fernsehmoderatoren, Schauspieler, Popsänger, Stararchitekten und Bestsellerautoren. Dazu gesellen sich noch Sicherheitsbeauftragte und die dem Großaufkommen von Berühmtheiten entsprechenden Journalisten. Der rote Teppich ist eigentlich alles, was fehlt… Der Tote (Clive), zu dessen Ehren sie sich alle versammelt haben, war zwar nicht prominent, wohl aber scheinbar sehr gutaussehend. Ferner war er Masseur, der seinen Kundinnen und Kunden mit seinen heilenden Händen bei Verspannungen aller Art zur Seite stand. Und bei den meisten ging die Massage dann noch einen ganzen Schritt weiter… Bei nicht wenigen der Trauernden zeigt sich nun Verwirrung ob der großen Anzahl der Menschen, die offenbar aus dem gleichen Grund der Feierlichkeit beiwohnen. Schließlich hatte man angenommen, die eigene Beziehung zu Clive wäre etwas Besonderes gewesen. Zudem treibt noch eine weitere Sorge die Trauergemeinde um: Niemand weiß so genau, woran Clive eigentlich gestorben ist. Was kann also die Ursache für den Tod des 34jährigen gewesen sein und was mag diese Ursache für einen selbst bedeuten? Ängstlich sind die Gottesdienstbesucher bemüht, sich diese Sorge nicht anmerken zu lassen. Und erst recht nicht, dass man überhaupt Grund zu dieser Sorge hat. Schließlich ist man um sein Ansehen bemüht und tritt entsprechend auf: Kusshändchen hier, Bussi da. Dazu kommt noch die Unsicherheit, wie man sich an einem solch ungewohnten Ort – nämlich einer Kirche – zu verhalten hat. („Sie können ruhig rauchen. Ich bin mir ganz sicher, dass am Eingang ein Aschenbecher stand. – Das war Weihwasser.“) Vor diesem „Publikum“ versucht der Pfarrer, eine angemessene Trauerfeier abzuhalten. Wobei er auch nicht emotional unbeteiligt ist, denn auch er kannte Clive… Die Art, wie Alan Bennett hier das Schaulaufen und die Doppelmoral der Beteiligten darstellt, fand ich insgesamt sehr amüsant. Trotzdem haben sich einige Stellen für mich beim Lesen etwas gezogen. Und das bei einer Seitenzahl von gerade mal 91 Seiten. Daher gibt es von mir hier nur 3 Punkte.

Lesenswert!
von einer Kundin/einem Kunden am 07.03.2012

Urkomisches Buch, kurze Lektüre für zwischen durch und sehr unterhaltsam! Wirklich zu empfehlen! Wie Bennett den Leser in diesen Abgrund bürgerlicher Ängste hineingleiten lässt, ist meisterlich. Die Visitation - in diesem Fall eines Geistlichen - birgt durch den Blick ins Innere der betroffenen Personen schon für den Situat... Urkomisches Buch, kurze Lektüre für zwischen durch und sehr unterhaltsam! Wirklich zu empfehlen! Wie Bennett den Leser in diesen Abgrund bürgerlicher Ängste hineingleiten lässt, ist meisterlich. Die Visitation - in diesem Fall eines Geistlichen - birgt durch den Blick ins Innere der betroffenen Personen schon für den Situationskenner köstliche Nuancen. Was aber dann im weiteren Verlauf der hier geschilderten Gedächtnisfeier geschieht - und vor allem die Gemütslage der Beteiligten gehörig durcheinander würfelt - , lässt den Leser immer wieder losprusten.

Bedauerlich kurze Lektüre
von einer Kundin/einem Kunden am 17.10.2011

Alan Bennetts Bücher eigenen sich hervorragend für eine schlaflose Nacht oder einen verregneten Nachmittag auf dem Sofa. Sie heben garantiert die Laune. Selbst eine Beerdigung, in diesem Falle die eines in der Londoner Gesellschaft wohlbekannten Mannes, beschreibt Bennett mit so viel Witz und Irrsinn, dass man das Buch nicht meh... Alan Bennetts Bücher eigenen sich hervorragend für eine schlaflose Nacht oder einen verregneten Nachmittag auf dem Sofa. Sie heben garantiert die Laune. Selbst eine Beerdigung, in diesem Falle die eines in der Londoner Gesellschaft wohlbekannten Mannes, beschreibt Bennett mit so viel Witz und Irrsinn, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legt. Die überraschenden Wendungen und damit immer neuen Skandale, die der feinen Gesellschaft durch den Tod des jungen Mannes drohen, sind großes Lesevergnügen.


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