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Das Antikrebs-Buch

Was uns schützt: Vorbeugen und Nachsorgen mit natürlichen Mitteln

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Als der Arzt und Neurowissenschaftler David Servan-Schreiber an einem Gehirntumor erkrankte, schöpfte er nicht nur alle Möglichkeiten der Schulmedizin aus, sondern vertiefte sich ebenso gründlich in die neueste Forschung zu alternativen Behandlungsansätzen. Was er herausgefunden hat, kommt einer »wissenschaftlichen Revolution« (Le Figaro) gleich. Servan-Schreiber erklärt, wie durch bestimmte pflanzliche Wirkstoffe, durch Ernährung und Veränderung des Lebensstils das Immunsystem wirksam unterstützt werden kann. Er verbindet persönliche Erfahrung und Forschungsreport zu einem unverzichtbaren Werk für Kranke wie Gesunde.

Leicht verständliche medizinische Erklärungen zur Vorbeugung, begleitenden Behandlung und Nachsorge.

Ausstattung: mit Illustrationen

Portrait
David Servan-Schreiber, geboren 1961 bei Paris, studierte Medizin und Psychiatrie und promovierte in den USA bei Nobelpreisträger Herbert Simon in neurokognitiven Wissenschaften, bevor er sich wieder der psychiatrischen Praxis zuwandte. In Pittsburgh hat er das renommierte UPMC Center for Integrative Medicine mitbegründet. Der Mediziner war in den USA zudem Gründungsmitglied von »Ärzte ohne Grenzen«. Seine Bücher »Die neue Medizin der Emotionen« und »Das Antikrebs-Buch« sind internationale Bestseller. Im Juli 2011 erlag David Servan-Schreiber einem Hirntumor.
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  • Ich hatte Krebs. Vor 15 Jahren wurde die Krankheit zum ersten Mal bei mir diagnostiziert. Nach einer konventionellen schulmedizinischen Behandlung trat eine Remission ein, aber dann kehrte der Krebs zurück. Erst jetzt beschloss ich, mir so viele Informationen wie möglich über Krebs zu beschaffen, alles, was meinem Körper helfen konnte, sich gegen die Krankheit zu wehren. Als Arzt, als Forscher und als Leiter des Center for Complementary Medicine an der Universität Pittsburgh hatte ich Zugang zu wertvollen Informationen über natürliche Ansätze zur Verhinderung oder begleitenden Behandlung von Krebs. Ich lebe nun seit sieben Jahren krebsfrei. In diesem Buch möchte ich Ihnen die wissenschaftlichen und persönlichen Geschichten erzählen, die hinter dem stehen, was ich in Erfahrung gebracht habe.
    Nach Operation und Chemotherapie fragte ich meinen Onkologen, der mir so viel geholfen hatte, um Rat. Was sollte ich tun, um ein gesundes Leben zu führen? Welche Vorsichtsmassnahmen konnte ich treffen, um einen Rückfall zu vermeiden? "Es gibt nichts Spezielles, was Sie tun könnten. Leben Sie ganz normal. Wir führen in regelmässigen Abständen Kontrolluntersuchungen durch, und wenn Ihr
    Tumor wiederkehrt, können wir das frühzeitig feststellen", antwortete der Arzt, einer der führenden amerikanischen Onkologen.
    "Aber gibt es keine Übungen, die ich machen könnte, oder eine Diät; Sachen, die ich verstärkt tun oder meiden sollte? Und wie sieht es mit meiner mentalen Verfassung aus, sollte ich da nicht etwas tun?", fragte ich. Die Antwort meines Kollegen machte mich sprachlos: "In dem Bereich können Sie tun und lassen, was Ihnen gefällt. Es kann nichts schaden. Aber es gibt keine greifbaren wissenschaftlichen Belege, dass solche Therapieansätze einen Rückfall verhindern können."
    Im Grunde meinte mein Arzt, dass die Onkologie ein ausserordentlich komplexes Forschungsgebiet ist, in dem sich die Dinge mit halsbrecherischer Geschwindigkeit ändern. Er hatte bereits Mühe, sich über die neuesten Diagnose- und Therapiemöglichkeiten auf dem Laufenden zu halten. In meinem Fall hatten wir alle Medikamente und anerkannten medizinischen Verfahren ausgeschöpft. Nach dem derzeitigen Wissensstand gab es nichts darüber hinaus. Was den Rest anbetraf, ganzheitliche Verfahren und Ernährung, so fehlte ihm eindeutig die Zeit oder das Interesse, neue Wege zu beschreiten.
    Ich kenne dieses Problem von mir selbst als Arzt und Wissenschaftler. Wir bewegen uns alle in unserem Spezialgebiet und bekommen selten andere grundlegende Entdeckungen mit, die in angesehenen Fachzeitschriften wie Science oder Nature veröffentlicht werden. Erst wenn sie Gegenstand gross angelegter Studien am Menschen werden, nehmen wir Notiz davon. Dennoch bieten uns diese bahnbrechenden Erkenntnisse manchmal die Möglichkeit, uns zu schützen, lange bevor sie zur Entwicklung neuer Medikamente oder Behandlungsmethoden geführt haben, die die Therapie der Zukunft sein werden.
    Ich brauchte monatelange Recherchen, bis ich langsam verstand, wie ich meinem Körper helfen konnte, sich gegen den Krebs zu wappnen. Ich nahm an Tagungen in den USA und Europa teil, bei denen Ärzte zusammenkamen, die sich medizinisch mit dem "Nährboden" für Krebs auseinandersetzen. Ich durchkämmte medizinische Datenbanken und studierte wissenschaftliche Veröffentlichungen. Schon bald war mir klar, dass die verfügbaren Informationen oft unvollständig und weit verstreut waren. Sie erhielten erst ihre volle Bedeutung, wenn man sie zusammenfügte.
    Die Summe der wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigt, dass unsere natürlichen Abwehrkräfte eine entscheidende Rolle beim Kampf gegen Krebs spielen. Dank aufschlussreicher Begegnungen mit anderen Forschern und klinisch tätigen Ärzten, die bereits in diesem Bereich tätig waren, schaffte ich es, all diese Informationen begleitend zu meiner schulmedizinischen Behandlung in die Praxis umzusetzen.
    Was ich dabei lernte, war Folgendes: Zwar schlummern in uns allen Krebszellen, aber unser Körper ist auch dafür gerüstet, den Prozess der Tumorbildung zu bekämpfen. Es liegt an jedem Einzelnen von uns, die natürlichen Abwehrmechanismen seines Körpers zu nutzen. Andere Kulturen sind da schon sehr viel weiter.
    Typisch "westliche" Krebsarten - zum Beispiel Brust-, Darm- und Prostatakrebs - treten in unseren Gefilden sieben- bis 60-mal häufiger auf als in Asien. Allerdings zeigen Statistiken, dass in der Prostata asiatischer Männer, die vor dem 50. Lebensjahr an anderen Ursachen als Krebs starben, genauso viele Mikrotumoren im Vorstadium von Krebs gefunden wurden wie bei westlichen Männern. Es muss also an der asiatischen Lebensweise liegen, wenn die Entwicklung dieser Mikrotumoren verhindert wird. Denn bei Japanern, die im Westen leben, steigt die Krebsrate und hat unsere nach einer oder zwei Generationen eingeholt. Etwas an unserer Lebensweise schwächt unsere Abwehr gegen Krebs.
    Wir alle leben mit Mythen, die unsere Fähigkeit zur Bekämpfung von Krebs schwächen. So sind zum Beispiel viele überzeugt, dass Krebs in erster Linie mit der genetischen Veranlagung zusammenhängt und nicht mit der Lebensweise. Die Wissenschaft hat bewiesen, dass es sich genau umgekehrt verhält.
    Würde Krebs über die Gene weitergegeben, müssten adoptierte Kinder die gleiche Krebsrate aufweisen wie ihre biologischen Eltern, nicht aber wie ihre Adoptiveltern. In Dänemark, wo sich mit einer detaillierten Gendatenbank die Herkunft jedes Menschen zurückverfolgen lässt, haben Forscher die biologischen Eltern von über 1000 Kindern ausfindig gemacht, die nach der Geburt adoptiert wurden. Ihre Schlussfolgerung, die im angesehenen New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde, zwingt uns, unsere bisherigen Annahmen über Krebs zu revidieren. Die Wissenschaftler stellten nämlich fest, dass es keinen Einfluss auf das Risiko, an Krebs zu erkranken, hat, wenn die biologischen Eltern eines Kindes (von denen seine Gene stammen) vor dem 50. Lebensjahr an Krebs starben. Dagegen erhöhte der Krebstod eines Adoptivelternteils (das Lebensgewohnheiten, aber nicht Gene weitergibt) vor dem 50. Lebensjahr das Risiko, dass das Adoptivkind ebenfalls an einer Krebserkrankung starb, um das Fünffache. Diese Studie zeigt, dass in erster Linie die Lebensweise und nicht die genetische Ausstattung darüber entscheidet, ob wir anfällig für Krebs sind. In der Krebsforschung ist man sich einig: Genetische Faktoren sind höchstens für 15 Prozent der tödlichen Krebserkrankungen verantwortlich. Kurz gesagt, Krebs ist kein unabwendbares Schicksal. Wir alle können lernen, uns selbst zu schützen.
    Dennoch muss man ganz klar sagen: Derzeit gibt es keinen alternativen Ansatz zur Heilung von Krebs. Es wäre völlig unvernünftig zu versuchen, Krebs ohne Rückgriff auf die Mittel der konventionellen westlichen Schulmedizin zu heilen: Operation, Chemotherapie, Bestrahlung, Immuntherapie und schon bald Gentherapie.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 348
Erscheinungsdatum 08.02.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-15558-3
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 18.5/12.5/3 cm
Gewicht 332 g
Originaltitel Anticancer. Prévenir et lutter grâce à nos défenses naturelles
Abbildungen mit Illustrationen, schwarz-weiss Illustrationen, farbigen Illustrationen
Auflage 9. Auflage
Übersetzer Heike Schlatterer, Ursel Schäfer
Verkaufsrang 22585
Buch (Taschenbuch)
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SUPER
von CW aus Grimma am 17.09.2013

Ein sehr ehrliches und überaus lesenswertes Buch, geschrieben von einem Arzt, der bei einer zufällig aus einem anderen Grund durchgeführten Untersuchung seines Gehirns mitgeteilt bekommt, dass er einen Hirntumor hat. Intellektuell und warmherzíg, authentisch und unbedingt lesenswert, nicht nur für Krebspatienten!