Keiner liebt mich

Maria Schrader, Pierre Sanoussi-Bliss, Michael Au, Elisabeth Trissenaar, Peggy Parnass

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Beschreibung

Fanny Fink ist knapp 30 und hat das Single-Dasein endgültig satt. Ein Mann muss her. Aufgeschlossen für Okkultes und Übersinnliches, freundet sie sich mit ihrem Nachbarn an, einem geheimnisvollen, afrikanischen Voodoo-Zauberer. Dieser prophezeit ihr eines Abends einen gutaussehenden, vermögenden Mann - das Glück scheint perfekt. Doch Fanny erkennt auf ihrem Eroberungsfeldzug, dass Freundschaft und Liebe nichts mit Zauberei zu tun haben...

Maria Schrader wurde in Hannover geboren. Sie studierte Schauspiel am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Für ihre Rolle in I Was On Mars wurde sie 1992 mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet.

Produktdetails

Medium DVD
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum 19.07.2001
Regisseur Doris Dörrie
Sprache Deutsch
EAN 4009750296028
Genre Komödie
Studio Walt Disney Studios Home Entertain.
Spieldauer 100 Minuten
Bildformat 16:9 (1:1,85)
Tonformat Deutsch: DD 5.1
Produktionsjahr 1994

Kundenbewertungen

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Herrlich neurotisch!
von einer Kundin/einem Kunden aus Rostock am 17.05.2012

In diesem Film haben irgendwie alle eine gehörige Meise. Filmheldin Fanny Fink steuert auf ihren 30igsten Geburtstag zu und hat immer noch keinen Mann. Sie wohnt in einem heruntergekommenen Mietshaus, umgeben von allerhand skurrilen und neurotischen Mitbewohnern. Grund genug einen Kurs zum Thema Tod und kreatives Sterben zu ... In diesem Film haben irgendwie alle eine gehörige Meise. Filmheldin Fanny Fink steuert auf ihren 30igsten Geburtstag zu und hat immer noch keinen Mann. Sie wohnt in einem heruntergekommenen Mietshaus, umgeben von allerhand skurrilen und neurotischen Mitbewohnern. Grund genug einen Kurs zum Thema Tod und kreatives Sterben zu absolvieren: Mit Anleitung zum perfekten Selbstmord, einer „Mein Körper wird ein Leichnam sein“-Meditation und Hilfestellung bei der Anfertigung eines individuellen Sargs (welcher dann samt Protagonistin auch gleich probehalber hinab in ein Erdloch befördert wird). Den übrigen Beitrag zur tristen Stimmung leisten Fannys Mutter (eine mannstolle Schriftstellerin für Kitschromane, die Fanny mit ihren unsensiblen Kommentaren nur noch mehr runterzieht) und eine egozentrische allein erziehende Freundin, die Fanny ständig mit „So-ist-das-wenn-man-Kinder-hat“-Vorwürfen überhäuft. Getrieben von ihrer existentiellen Krise teilt Fanny sich ihrem Nachbarn mit, dem Voodoo-Zauberer Orfeo. Dieser hat als farbiger Schwuler sowohl mit Diskriminierung zu kämpfen als auch mit eigenen Liebesnöten und steckt außerdem in einer finanziellen Schieflage, weil der neue Hausverwalter seine Mietschulden eintreiben will. Vermutlich nicht ganz ohne Eigennutz prophezeit Orfeo Fanny, dass sie einem Mann begegnen wird (auf dessen Beschreibung ganz zufällig die von Hausverwalter Lothar passt). Fanny verliebt sich in den „Traumprinzen“, der sich allerdings recht schnell als echte Kröte entpuppt: Ein von Fanny als Überraschung geplanter Ausflug im Kofferraum von Lothars Luxuslimousine (halbnackt mit einer Flasche Champus im Arm) endet im Desaster, denn auf Lothars Rückbank hockt bereits die allein erziehende Freundin in unmissverständlicher Pose. Letztendlich entwickelt sich zwischen dem sterbenskranken Orfeo und Fanny eine platonische Liebe. Der Film zeigt das in sehr schönen Momenten, z.B. wenn Orfeo in seinem Todeskostüm Fanny zu ihrem 30. Geburtstag eine Torte mit Kerzen überreicht und die beiden zu „Non, je ne regrette rien“ tanzen. Und Fanny lernt, dass es wichtiger ist zu lieben, als geliebt zu werden. Dieser wunderbar komisch-melancholische Film ist – wie ich finde – der beste von Dörrie und die Rolle der Fanny eine Glanzleistung der Schrader.


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