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Stern in der Ferne

Roman

Roberto Bolano

(2)
Buch (Taschenbuch)
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Beschreibung

»Es wird ein Bolaño-Fieber geben bei denen, die Lesen als Abenteuer begreifen.« Der Spiegel

Wie ein Meteor schlug Roberto Bolaño in unsere Literatur ein – eine Stimme vom Rand der Welt, ein unbestechlicher Blick in unsere Seelen. Seine Romane voller gebrochener Helden und verlorener Illusionen erzählen vom Überschwang der Jugend und der ironischen Weisheit der Detektive: Weltromane in einem neuen Sinn.
Bereits Jahre vor seinem Hauptwerk ›2666‹ legte Bolaño mit ›Stern in der Ferne‹ ein Meisterwerk vor: ein Flieger- und Künstlerroman um den legendären Carlos Wieder. Dessen Name schillert in der chilenischen Gegenwart immer wieder auf – als Literat, Ästhet, Pilot und als faschistische Schreckensgestalt. Aus dem Dichterfreund wird ein grässlicher Gegenspieler.

Roberto Bolaño ist eine der grossen Entdeckungen der Weltliteratur; seine Romane verweben »schlechterdings alles Essentielle der vergangenen Jahrtausende« (Die Zeit). Roberto Bolaño wurde 1953 in Santiago de Chile geboren, lebte in seiner Jugend lange in Mexiko-Stadt und siedelte später mit seiner Familie nach Spanien um. Dort starb er 2003, im vergeblichen Warten auf eine Lebertransplantation, als er gerade an seinem Meisterwerk »2666‹«arbeitete. In der Werkausgabe von Roberto Bolaño sind im Fischer Taschenbuch bisher folgende Titel erschienen: »Stern in der Ferne«, »Die Naziliteratur in Amerika«, »2666«, »Amuleto«, »Das dritte Reich«, »Lumpenroman«, »Der unerträgliche Gaucho«, »Die wilden Detektive« und »Telefongespräche«. Im S. Fischer Verlag erschienen erstmals auf Deutsch die Romane »Der Geist der Science-Fiction« (2018) und »Monsieur Pain« (2019).

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 175
Erscheinungsdatum 01.04.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-18731-7
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 19/12.6/1.5 cm
Gewicht 179 g
Auflage 3
Übersetzer Christian Hansen
Verkaufsrang 40725

Kundenbewertungen

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Ein Buch zum Nachdenken
von Freya am 09.05.2011

Inhalt: Chile Anfang der siebziger Jahre, zu Beginn der Militärdiktatur. Ein Student, der aus politisch motivierten Gründen inhaftiert wurde, sieht im Gefangenenlager wie ein Flugzeug über den Himmel kreist und Verse an den Himmel schreibt. Später findet er heraus, dass dies sein früherer Kommilitone Carlos Wieder (damals hieß e... Inhalt: Chile Anfang der siebziger Jahre, zu Beginn der Militärdiktatur. Ein Student, der aus politisch motivierten Gründen inhaftiert wurde, sieht im Gefangenenlager wie ein Flugzeug über den Himmel kreist und Verse an den Himmel schreibt. Später findet er heraus, dass dies sein früherer Kommilitone Carlos Wieder (damals hieß er noch Ruiz-Tagle) war. Wieder wird durch seine aeropoetischen Auftritte zum Aushängeschild der Militärdiktatur. Der Student ist gleichzeitig fasziniert und angeekelt von Wieder, der nicht nur ein Instrument der Diktatur ist sondern auch ein Verbrecher, der Menschen tötete. Doch ist Wieder wie ein Gespenst, das man nicht greifen kann und seine Spur verliert sich immer wieder. Erst im spanischen Exil auf betreiben eines ehemaligen chilenischen Polizisten beginnt der Student durch Studium von Literaturzeitschriften die Verfolgung von Wieder. Doch die Frage ist, wird es ihm gelingen das Gespenst zu finden. Persönlicher Eindruck: Das Buch war für mich sehr interessant. Doch, um es vorwegzunehmen, man sollte sich ein Lexikon bzw. den Computer an die Seite stellen, da man ein ums andere Mal, Personen, Ausdrücke oder auch geschichtliche Details nachschlagen sollte. Mir persönlich hat dieser Aspekt des Buches gut gefallen, da man sich durch die Nachforschung noch intensiver mit dem Buch auseinandersetzt. Zur Geschichte selbst kann ich sagen, dass ich sie sehr ansprechend fand. Man kann sich gut vorstellen, dass es einen Wieder zur Zeit Pinochets wirklich gegeben hat. Auch steht Wieder für mich persönlich für die Emporkömmlinge, die ihre Chancen nutzen, um während einer Militärdiktatur nach oben zukommen. Ohne darüber nachzudenken wem sie dienen und darüber hinaus selbst zu Verbrechern werden, um nach oben zukommen. Fazit: Ein sehr literarisches Buch, das einen zum Nachdenken und Nachforschen anregt.

Interessant!!!!!
von Conny Hannesschläger aus Pasching am 15.04.2010

In diesem äußerst aufschlussreichen Roman von Roberto Bolano erlangen wir beflügelnde Eindrücke in die Kunstwelt Chiles. Durch die sublime politische Situation Chiles entwickelte sich die Kunst auf sehr subtile Art und Weise...stark geprägt von dem Putsch gegen den sozialistischen Präsidenten Salvador Allende durch Pinochet und... In diesem äußerst aufschlussreichen Roman von Roberto Bolano erlangen wir beflügelnde Eindrücke in die Kunstwelt Chiles. Durch die sublime politische Situation Chiles entwickelte sich die Kunst auf sehr subtile Art und Weise...stark geprägt von dem Putsch gegen den sozialistischen Präsidenten Salvador Allende durch Pinochet und dessen nachfolgende, nun wiedergekehrte Diktatur, geprägt durch den ständigen Aufruhr im Lande und geartet durch einflussreiche Rebellen wie Fidel Castro oder Guevara, war es oft diffizil, sich mit freien Gedanken der Kunst, vorallem der Dichtkunst, hinzugeben. Doch eine schillernde Figur dieser Szene taucht auf spannende Weise immer wieder in der chilenischen Kunstgeschichte auf: Carlos Wieder...und das Geheimnis dieses nebulosen, unheimlichen Mannes läßt einem nicht mehr los! Er ist Literat, Pilot, Faschist und Frauenheld...ein Mensch umgeben von unglaublichen Aktionen, tiefen Schatten und vielen Fragen!!!


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