God's Pocket

Roman

Pete Dexter

(2)
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Beschreibung

Es kam, wie es kommen musste. Leon Hubbard war eine Ratte, gewalttätig und unkontrollierbar. Als er vor den Augen seiner Arbeitskollegen ermordet wird, verliert niemand ein Wort darüber. Alle sind sich einig, dass Leon besser tot ist als lebendig. Und es war ja irgendwie Notwehr, eine Art Arbeitsunfall. Die Einzigen, die sich mit dieser Erklärung nicht zufriedengeben, sind Leons Mutter und ein versoffener Zeitungsreporter namens Richard Shellburn, der seine Karriere retten will, indem er die Ehre eines toten Jungen aus God’s Pocket wiederherstellt. Aber in diesem Viertel kann zu viel Mitgefühl gefährlich werden, besonders, wenn sich die Mafia einschaltet. Von der ersten Zeile an schickt Pete Dexter den Leser auf eine Achterbahnfahrt, aus der er nicht unbeschadet herauskommt. Denn in God’s Pocket gibt es keine Gerechtigkeit. Hier regiert der Zufall – und rohe, willenlose Gewalt.

Pete Dexter, 1943 in Michigan geboren, arbeitete über fünfzehn Jahre als Zeitungsreporter in Philadelphia. Nachdem er im Zuge einer kontroversen Berichterstattung angegriffen und krankenhausreif geschlagen wurde, gab er seinen Beruf auf. Heute lebt er als freier Schriftsteller im Bundesstaat Washington. Pete Dexter gilt als einer der profiliertesten Drehbuchautoren Amerikas und veröffentlichte bislang sieben Romane, darunter 'Train' und 'Paris Trout', die in deutscher Übersetzung bei Liebeskind vorliegen.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 368
Erscheinungsdatum 01.02.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-935890-70-0
Verlag Liebeskind
Maße (L/B/H) 22/14.8/3.3 cm
Gewicht 541 g
Auflage 1. Deutsche Erstausgabe
Übersetzer Jürgen Bürger, Kathrin Bielfeldt

Kundenbewertungen

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Amerikanischer Alltag unter dem Mikroskop...
von einer Kundin/einem Kunden aus Neuss am 02.02.2013
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Krimi noir? Nicht wirklich. Alltag noir? Schon eher. Letztendlich erinnert diese Art des Schreibens mich sehr an Größen wie Carver, Moody und auch Roth. Nein, man gleitet nicht durch diese Literatur, sie ist aber auch keineswegs sperrig. Hier wird sehr genau beobachtet, äußerst präzise beschrieben. Das eigentliche Geschehen mi... Krimi noir? Nicht wirklich. Alltag noir? Schon eher. Letztendlich erinnert diese Art des Schreibens mich sehr an Größen wie Carver, Moody und auch Roth. Nein, man gleitet nicht durch diese Literatur, sie ist aber auch keineswegs sperrig. Hier wird sehr genau beobachtet, äußerst präzise beschrieben. Das eigentliche Geschehen mit Innenansicht(en) unterfüttert. Und genau diese machen das Buch so lesenswert! Vielmehr als um den Tod des Tunichtsgut Leon Hubbard, geht es darum, die Verschiebungen und Erschütterungen, die dieser auslöst, aufzuzeigen. Es geht um menschliche Schicksale, zerbrechende Ehen, mafiöse Strukturen eines Großstadtviertels und das Aufzeigen von Menschlichkeit unter eher unmenschlichen Vorzeichen. Bei Dexter ist kein Wort zu viel aber auch keines zu wenig. Dieser Roman ist auf den Punkt, al dente sozusagen. Schwer beeindruckt habe ich wieder eine neue Facette des Noirromans kennengelernt! Ein Mann (nicht fehlerfrei!) über seine Frau: "Er hatte sie besser gekannt, als er sie noch nicht kannte. [...] Am folgenden Morgen packte er seine Siebensachen und nahm den Zug nach Palatka, Florida. Er war überrascht, dass alles in genau dieselben zwei Stoffbeutel passte, mit denen er auch eingezogen war. Er dachte, nachdem er verheiratet gewesen war und in einem Haus gelebt hatte, hätte es irgendwie mehr sein müssen." Falsch gedacht...Das Leben ist ein merkwürdig Ding... Wenn wir Glück haben, wird es so wie hier, brillant nachgezeichnet.

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