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Don Quijote von der Mancha

Hörspiel

Miguel de Cervantes Saavedra

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Hörbuch (CD)
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Beschreibung

In einer verrosteten Rüstung zieht Don Quijote auf seinem klapprigen Gaul Rocinante los, um gegen Riesen zu kämpfen und Ungeheuer in die Flucht zu schlagen. Dass es sich dabei in Wirklichkeit um Weinschläuche und Windmühlen handelt, kann nur behaupten, wer von wahren Abenteuern nichts versteht.

Wortreich und wunderbar absurd sind die Gespräche, in denen Don Quijote und Sancho Panza streiten und philosophieren. Zweihundert Jahre nach Ludwig Tieck, der den "Don Quijote" zum entscheidenden Werk der Romantik machte, erhält der Klassiker mit Susanne Langes Neuübersetzung auch im Deutschen die sprachliche Dimension, die er im Original besitzt. Und wer könnte den ganzen prallen Einfallsreichtum der Geschichte und Komik und der Tragik der Figuren besser zu Gehör bringen als Rufus Beck und Thomas Thieme?

(6 CDs, Laufzeit: ca. 5h 32)

"Glänzender Don Quijote: Und noch ein sehr gelungenes Beispiel für die immer beeindruckendere Qualität der Hörspielproduktionen heutzutage."

Die besten Geschichten schreibt immer das Leben selbst, so auch bei Miguel de Cervantes Saavedra. Seine Biographie ist ebenso spannend wie phantastisch: 1547 wird er als Sohn eines Arztes nahe Madrid geboren. Schon auf der höheren Schule entdeckt Cervantes seine Begeisterung für Literatur und beginnt selbst zu dichten. 1569 verlässt er Spanien und kommt als Page in Rom sogar bis an den Hof des Papstes. Nach dem Eintritt in die spanische Marine 1570 wird er bei einer Seeschlacht verwundet. Als er 1575 nach weiteren Feldzügen schliesslich plant, nach Spanien zurückzukehren, wird er auf dem Weg dorthin von Piraten gefangen genommen und als Sklave nach Algier gebracht. Nach fünfjähriger Gefangenschaft, welche ihn nicht vom Dichten abhalten kann, kehrt er nach Spanien zurück und veröffentlicht 1583 sein erstes Theaterstück »Der Verkehr von Algier«. Auf seine zusätzlichen Einkünfte als Steuereintreiber oder Privatkommissar bleibt er jedoch stets angewiesen. Wegen Veruntreuung von Staatsgeldern wird er 1597 und 1602 kurzzeitig inhaftiert. 1606 siedelt er nach Madrid über und schreibt dort bis zu seinem Tod 1616 weitere Theaterstücke, Novellen und Romane.

Susanne Lange, geboren 1964, gilt als eine der renommiertesten Übersetzerinnen aus dem Spanischen. Sie übertrug u. a. Octavio Paz, Federico García Lorca und Miguel de Cervantes Saavedra ins Deutsche und wurde mit dem Johann-Heinrich-Voss-Preis für Übersetzung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ausgezeichnet.

Rufus Beck, Jahrgang 1957, studierte an der Universität Heidelberg Islamistik, Philosophie und Ethnologie, ehe er sich dem Schauspielfach zuwandte. Nach Bühnenauftritten in Heidelberg, Saarbrücken, Tübingen, am Schauspiel Frankfurt, Schauspiel Köln und Basel ging er von 1988 bis 1994 ans Bayerische Staatsschauspiel in München, und gastiert seitdem an allen grossen deutschen Bühnen. 1990 wurde er für die Rolle des Franz Moor in Schillers »Die Räuber« zum Nachwuchsschauspieler des Jahres gewählt. Sein Kinodebüt gab er 1991 in Sönke Wortmanns »Kleine Haie«, erhielt für seine Rolle in »Der bewegte Mann« (1994) den Bambi und wurde für »Jimmy the Kid« (1997) für den Bundesfilmpreis nominiert. In den letzten Jahren drehte Rufus Beck u. a. »Die Wilden Fussballkerle« (2002) und »Räuber Hotzenplotz« (2005). Von 2001 bis 2003 verkörperte er im Fernsehen die Titelrolle in der Krimi-Reihe »Inspektor Rolle«.

1994 ging er das erste Mal auf Deutschland-Tournee mit »Tabaluga« und Peter Maffay. 2003 bis 2004 folgte die zweite erfolgreiche Tournee »Tabaluga und das verschenkte Glück«, bei der er selbst Regie führte, als Co-Autor fungierte und die Rolle des Magiers spielte. Der Schauspieler und Regisseur Rufus Beck ist aber auch ein gefragter Synchronsprecher, der Hopper bei »Das grosse Krabbeln«, Lord Farquard in »Shrek«, Kater Maribor bei »Bibi Blocksberg« und vielen anderen seine Stimme leiht. Als Sprecher für Hörbuchproduktionen ist er vor allem als die Stimme von »Harry Potter« bekannt und populär geworden. Für den Hörverlag las er u. a. die »Harry-Potter«-Bände von J.K. Rowling sowie »Die Kinder-Uni« von Ulrich Janssen und Ulla Steuernagel und ist in vielen Hörspielproduktionen wie u. a. »Der Herr der Ringe« von J. R. R. Tolkien und »Moby-Dick« von Herman Melville zu hören.

Thomas Thieme besuchte die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Zunächst arbeitete er am Theater Magdeburg, am Theater Halle und am Schauspiel Frankfurt am Main. Von 1990 bis 1993 war Thomas Thieme am Burgtheater Wien engagiert und spielte dort unter anderem Brechts "Baal" unter Manfred Karge und den "Impresario" von Smyrna unter Claus Peymann. Von 1993 bis 1997 gehörte Thomas Thieme zum Ensemble der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin. 1998 spielte er am Burgtheater Wien und im Jahr darauf am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. 1999 bei Luk Percevals "SCHLACHTEN!" wurde er für seinen "Richard III." zum Schauspieler des Jahres 2000 gewählt. Thomas Thieme wirkte in zahlreichen TV- und Kinoproduktionen mit, unter anderem 1998 in dem Kinofilm "Fette Welt" von Jan Schütte. Bei den Salzburger Festspielen war er 2000 und 2001 im "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal zu sehen. In der Spielzeit 2000/2001 spielte er den "Faust" am Deutschen Nationaltheater Weimar. Ebenfalls in Weimar führte Thomas Thieme Ende des letzen Jahres auch Regie: Er inszenierte den "Baal" mit Ben Becker in der Titel- und Blixa Bargeld in einer Nebenrolle.

Anna Thalbach ist 1973 in Ost-Berlin geboren und international bekannt als Künstlerin von Film, Fernsehen und Theater. Als Hörbuchsprecherin und Interpretatorin gefragt, wurden ihre Leistungen mehrfach ausgezeichnet, unter anderem zweimal mit dem Deutschen Hörbuchpreis.

Klaus Buhlert, geboren 1950 in der DDR, machte sich zuletzt mit der Hörspielinszenierung von James Joyce' "Ulysses" einen Namen. Das Grossprojekt des SWR, bei dem Buhlert die Bearbeitung, die Regie und die Musik übernommen hat, ist Hörbuch des Jahres 2012 und erhält den Deutschen Hörbuchpreis 2013. Klaus Buhlert studierte Musik, Akustik und Informatik. An der TU Berlin lehrte er elektronische und Computer-Musik. Seine erste Bühnenmusik schrieb er 1983 für George Tabori. Buhlert überraschte immer wieder mit neuen Ideen und Projekten, so 1995 mit einem Musiktitel in dem Film "Natural Born Killers" von Oliver Stone. Viele seiner über 80 Kompositionen für Theater, Film und Hörspiel wurden ausgezeichnet. Nachdem er bereits zu den begehrtesten Komponisten der Hörspielszene gehörte, begann er selbst Hörspiele zu inszenieren. Sein Hörspielregiedebüt, "Hotels" von Raoul Schrott (BR), wurde 1995 zum Hörspiel des Jahres. Ausserdem führte er u. a. Regie bei der Hörbuchedition zu Robert Musils "Der Mann ohne Eigenschaften", dem vielfach ausgezeichneten Hörspielopus "Moby-Dick oder Der Wal" von Herman Melville und inszenierte das Hörspiel zu Kafkas "Process". Klaus Buhlert lebt in Berlin und wirkt als Komponist, Regisseur und Autor. Er spricht von seiner „Sucht nach überzeugenden akustischen Erzählformen und unverbrauchten Sprachbildern“, die das Medium Hörspiel für ihn so reizvoll macht.

Produktdetails

Medium CD
Sprecher Rufus Beck, Thomas Thieme, Anna Thalbach
Spieldauer 332 Minuten
Erscheinungsdatum 21.09.2010
Verlag Der Hörverlag
Hörtyp Lesung
Übersetzer Susanne Lange
Sprache Deutsch
EAN 9783867172912

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Don Quijote von der Mancha
von Poldis Hörspielseite am 26.10.2010

Erster Eindruck: Der berühmte Kampf gegen Windmühlen Don Quijote de la Mancha - welch klangvoller und beeindruckender Name. Doch ist er nur das Werk der Fantasie, den statt gegen heldenhafte Ritter, grausige Riesen oder Ungeheuer zu kämpfen, greift der Mann mit seinem treuen Begleiter Sancho Pansa Windmühlen und Weinschläuche... Erster Eindruck: Der berühmte Kampf gegen Windmühlen Don Quijote de la Mancha - welch klangvoller und beeindruckender Name. Doch ist er nur das Werk der Fantasie, den statt gegen heldenhafte Ritter, grausige Riesen oder Ungeheuer zu kämpfen, greift der Mann mit seinem treuen Begleiter Sancho Pansa Windmühlen und Weinschläuche an - sofern er neben dem Dichten Zeit dafür findet... "Don Quijote de la Mancha", ein jeder dürfte zu mindestens den Titel dieses Weltklassikers kennen, vielleicht sogar mit Windmühlen in Verbindung bringen. Nun gibt es das Werk des Spaniers Miguel de Cervantes Saavedra auch als Hörversion, entstanden durch Deutschlandfunk und hr2, veröffentlicht vom Hörverlag. Es ist ein mutiges Projekt, denn vom klassischen Hörspiel ist "Don Quijote de la Mancha" weit entfernt, was allein schon durch die Buchvorlage gegeben ist. Don Quijote steigert sich immer weiter in seinen Wahn, seine Fantasiewelt hinein, die Geschichte lebt nicht von ihrer Entwicklung - die kaum gegeben ist - sondern von dem Augenblick, der mal heitere, mal skurrile Momente hervorbringt. Auch die hochtrabenden, aber immer humorvollen Dichtungen fließen mit ein und bilden gekonnte Intervalle. Ein anspruchsvolles Werk, das eine mutige Umsetzung verdient und auch bekommen hat. Regisseur Klaus Buhlert inszeniert es als Mischung aus Hörspiel und - buch, lange, gelesene Passagen wechseln sich mit Dialogen, ausschließlich zwischen Don Quijote und Sancho Pansa, ab. So kommt das Werk wunderbar zum Tragen und versprüht eine ganz eigene Note, allerdings sollte man sich bewusst sein, dass hier trotz viel hintergründigem Humor ein anspruchsvolles Werk vorliegt, das zum Nebenbeihören nicht geeignet ist. Gerade einmal drei Sprecher sind eingesetzt, ein ebenfalls guter Zug, um das Werk zur Geltung zu bringen. Rufus Beck spricht den Don Quijote de la Mancha und beweist sein Talent für komische Rollen. Er trifft immer genau der Figur auf den Kopf und spricht sehr variabel. Sancho Pansa, sein treuer Begleiter, wird von Thomas Thieme gesprochen, auch er kann mit einer punktgenauen Betonung und einer außergewöhnlichen Stimme Punkten. Die weiblichen Parts übernimmt die grandiose Anna Thalbach, in deren Stimme immer ein bisschen Schwermut mitklingt, der die Geschichte bereichert. Das Stück spielt in Spanien, und so ist auch die akustische Untermalung ausgefallen. Auch hier wurde Mut bewiesen, teilweise wiederholt sich ein und das selbe Geräusch immer und immer wieder, nur einer von vielen passenden und gelungenen Einfällen. Typische Hörspielmusik sucht man vergebens, eine wirklich außergewöhnliche Leistung. Die Gestaltung ist sehr gelungen, vor schlicht weißem Hintergrund sieht man auf dem Titelbild Don Quijote und Sancho Pansa als eine Art Strichmännchen. Sehr löblich ist das dicke Booklet, das beiliegt: Mit ausführlicher Trackliste, aufschlussreichen Informationen zu Autor, Darstellern und dem Werk selber sowie einem interessanten Interview ist es bestens ausgestattet. Fazit: Ungewöhnliches Werk, manchmal eher szenische Lesung, voll hintergründigem Humor und mutig inszeniert - ein Klassiker, der seine verdiente Umsetzung bekommen hat.


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