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Der alte König in seinem Exil

(134)
Arno Geiger hat ein tief berührendes Buch über seinen Vater geschrieben, der trotz seiner Alzheimerkrankheit mit Vitalität, Witz und Klugheit beeindruckt. Die Krankheit löst langsam seine Erinnerung und seine Orientierung in der Gegenwart auf, lässt sein Leben abhandenkommen. Arno Geiger erzählt, wie er nochmals Freundschaft mit seinem Vater schliesst und ihn viele Jahre begleitet. In nur scheinbar sinnlosen und oft so wunderbar poetischen Sätzen entdeckt er, dass es auch im Alter in der Person des Vaters noch alles gibt: Charme, Witz, Selbstbewusstsein und Würde. Arno Geigers Buch ist lebendig, oft komisch. In seiner tief berührenden Geschichte erzählt er von einem Leben, das es immer noch zutiefst wert ist, gelebt zu werden.
Portrait
Arno Geiger, 1968 geboren, lebt in Wolfurt und Wien. Sein Werk erscheint bei Hanser, zuletzt Alles über Sally (Roman, 2010), Der alte König in seinem Exil (2011), Grenzgehen (Drei Reden, 2011), Selbstporträt mit Flusspferd (Roman, 2015) und Unter der Drachenwand (Roman, 2018). Er erhielt u. a. den Deutschen Buchpreis (2005), den Hebel-Preis (2008), den Hölderlin-Preis (2011), den Literaturpreis der Adenauer-Stiftung (2011), den Alemannischen Literaturpreis (2017) und den Joseph-Breitbach-Preis (2018).
Besprechung
Interview mit dem Autor Arno Geiger

Welche "Bühne" braucht Literatur, um zu begeistern?

Literatur ist Bühne. Das Buch ist die Kulisse, in dem die Leser beim Lesen leben.


Welche Rolle spielt für Sie die Inszenierung Ihrer Bücher vor Publikum?

Ich bemühe mich, mit derselben Selbstverständlichkeit zu lesen mit der ich rede. Man kann natürlich auch dieses Bemühen Inszenierung nennen.


Welche Bedeutung hat die Interaktion mit dem Leser?

Ich spüre beim Lesen, auf welcher Ebene das Publikum mitgeht. Im besten Fall baut sich eine Spannung auf, die ein Geben und Nehmen ist.


Haben Sie den Leser beim Schreiben im Hinterkopf?

Ja, eine Art von idealem Leser.


Was macht für Sie den "idealen Leser" aus?

Er ist unvoreingenommen, aufmerksam, hat viel Zeit, ist ungestört und will am Ende der Lektüre ein Stückchen weit ein anderer Mensch sein. Warum sonst sollte man ein Buch lesen?


Wie können Bücher in einer multimedialen Welt noch für Furore sorgen?

Indem sie sich als das erweisen, was sie im besten Fall sind: beste Freunde des Individuums.


Wie können Kultur und Kommerz zum Traumpaar werden?

Es gibt keine Traumpaare. Jeder steht für sich. Manchmal finden sich zwei, die passen zusammen, für einen Moment oder für länger. Einer respektiert den anderen. Der Stärkere nimmt Rücksicht auf den Schwächeren. Der Stärkere sieht das nicht immer so.


Welchen Stellenwert wird das gedruckte Buch in 10 Jahren haben?

Ich habe in diesem Zusammenhang keinerlei Weltuntergangsvisionen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 188
Erscheinungsdatum 07.02.2011
Sprache Deutsch, Französisch
ISBN 978-3-446-23634-9
Verlag Hanser
Maße (L/B/H) 21/13,3/2,3 cm
Gewicht 320 g
Auflage 33
Verkaufsrang 13.739
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Beeindruckender Bericht“

Sabine von Prince, Buchhandlung Basel

Arno Geiger erzählt uns in grossartiger Manier die Geschichte seines Vater. Vom "alten König", der mehr und mehr an Demenz erkrankt. Wie der Sohn und die Geschwister lernen müssen, damit umzugehen und wie der Vater betreut werden kann, das ist der äussere Rahmen, aber eigentlich ist eine Liebeserklärung an den Vater, eine Annäherung, eine würdevolle Beschreibung eines Lebens. Wunderbar, wie Geiger einzelne Sätze, Dialoge, die der Vater manchmal sagt und die von tiefen Wahrheit sind, dass man sie mehrmals lesen muss, in Zwischenkapitel setzt und so dem Vater eine Stimme gibt. Liebevoll und sensibel geht er mit dem Vater und seiner Krankheit um.
Lesen Sie dieses Buch, auch wenn Sie noch nichts mit der Krankheit des Vergessens zu tun haben.
Arno Geiger erzählt uns in grossartiger Manier die Geschichte seines Vater. Vom "alten König", der mehr und mehr an Demenz erkrankt. Wie der Sohn und die Geschwister lernen müssen, damit umzugehen und wie der Vater betreut werden kann, das ist der äussere Rahmen, aber eigentlich ist eine Liebeserklärung an den Vater, eine Annäherung, eine würdevolle Beschreibung eines Lebens. Wunderbar, wie Geiger einzelne Sätze, Dialoge, die der Vater manchmal sagt und die von tiefen Wahrheit sind, dass man sie mehrmals lesen muss, in Zwischenkapitel setzt und so dem Vater eine Stimme gibt. Liebevoll und sensibel geht er mit dem Vater und seiner Krankheit um.
Lesen Sie dieses Buch, auch wenn Sie noch nichts mit der Krankheit des Vergessens zu tun haben.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
134 Bewertungen
Übersicht
115
16
1
1
1

von einer Kundin/einem Kunden am 07.04.2018
Bewertet: anderes Format

Empathisch, berührend, emotional. Ein Vater und seine Alzheimerkrankheit - ein Kampf, in dem die Hoffnung dennoch überwiegt.

von einer Kundin/einem Kunden am 02.03.2018
Bewertet: anderes Format

Sehr lesenswert!Einfühlsam und äußerst persönlich geschrieben. Ein Appell an die Menschlichkeit und dadurch für alle lesenswert- nicht nur, aber auch,für Angehörige der Erkrankten.

Solala!
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 03.12.2017

Durch hören und sagen, wie gut das Buch geschrieben ist, war ich etwas enttäuscht ! Es ist nicht schlecht, aber ein bisschen in die Länge gezogen. Auf die Problematik ist mir zu wenig eingegangen worden, oder zu oft das selbe wiederholt!