Einschlägig bekannt

Ariadne Krimi Band 1198

Dominique Manotti

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Beschreibung

'Trophee 813' für den besten französischen Kriminalroman 2010:

Null Toleranz für den 'Pöbel' der Vorstädte lautet die Direktive des Innenministers. Markige Worte angesichts seiner geplanten Präsidentschaftskandidatur. Jetzt müssen Beweise her, dass die Kriminalitätsrate tatsächlich sinkt. Kommissarin Le Muir, Leiterin eines Bezirkskommissariats der Pariser Banlieue, sieht ihre Chance: Was der Politik des Ministers dient, dient unmittelbar auch ihrer Karriere. Zum Glück finden ihre Truppen reichlich Anlass, die staatliche Autorität mit gebotener Härte unter Beweis zu stellen. Manipulation von Statistiken, Einschüchterung der migrantischen Bevölkerung, brutale Übergriffe – das ist Dynamit in der von Angst und Hass geschwängerten Atmosphäre. Eine 'Säuberung mit Hochdruck', wie sie der Innenminister lautstark fordert, bahnt den Weg für Gentrifizierung und Immobilienspekulation. Nur die von Illegalen besetzten Häuser bilden einen Schandfleck …
Noria Ghozali, inzwischen ranghohe Ermittlerin beim Zentralen Nachrichtendienst, beobachtet mit wachsendem Misstrauen das Treiben von Starkommissarin Le Muir und ihren Truppen. Insbesondere die Kontakte, die gewisse Polizisten und gewisse Grosskriminelle knüpfen, wecken ihren Argwohn. Und plötzlich stehen die besetzten Häuser in Flammen.

Zwischen Politiker-Kalkül und überforderten Polizeikräften inszeniert Dominique Manotti den urbanen Sprengstoff unserer Zeit.

Dominique Manotti, ehemalige Professorin für Wirtschaftsgeschichte, ist Autorin von sieben zum Teil mehrfach ausgezeichneten 'romans noirs'. Ihr brandaktuelles Buch 'Einschlägig bekannt' (Bien connu des services de police) erhielt die begehrte Trophée 813 für den besten französischen Kriminalroman 2010.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 250
Erscheinungsdatum 17.04.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86754-198-5
Verlag Argument Verlag mit Ariadne
Maße (L/B/H) 18/11.3/2 cm
Gewicht 223 g
Originaltitel Bien connu des services de police
Auflage 4. Auflage
Übersetzer Andrea Stephani

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Kundenbewertungen

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Literatur mit Schlagstock...
von einer Kundin/einem Kunden aus Neuss am 28.04.2012

Politkrimi mit sprachlichem Gütesiegel, Desillusionierung auf 250 bitteren, spannenden und konsequenten Seiten. Schattenseiten des Daseins, Handlungsort: der Vorhof der Hölle, die Pariser Banlieues, von denen wir immer mal wieder in der Tagesschau berichtet bekommen, wenn wieder mehr als ein Auto brennt. Was für ein politisches,... Politkrimi mit sprachlichem Gütesiegel, Desillusionierung auf 250 bitteren, spannenden und konsequenten Seiten. Schattenseiten des Daseins, Handlungsort: der Vorhof der Hölle, die Pariser Banlieues, von denen wir immer mal wieder in der Tagesschau berichtet bekommen, wenn wieder mehr als ein Auto brennt. Was für ein politisches, gesellschaftliches und menschliches Pulverfass diese Banlieues wirklich sind, davon berichtet Dominique Manotti mit einer unglaublichen Schärfe, Klarheit und inhaltlicher Stringenz. Die Grenzen zwischen Gut und Böse sind schwammig, Moral wird von Politik, Gesetzesvorlagen und persönlicher Korruption bestimmt. Wer sind die eigentlichen Gangster? Es gibt keine Helden, schon gar nicht Heldentum, keinen Glamour oder Chic, nur dieses Pulverfass aus Verstrickungen und fortschreitenden Verfehlungen. Präzise und nüchtern seziert Manotti mit feiner Klinge den Alltag. Mit dem Schlagstock in den Sumpf zu dreschen, brächte überhaupt nichts, Sümpfe kann man nur austrocknen, nachdem man ihre Beschaffenheit analysiert hat. Manotti gelingt dies mit Bravour! Kein Whodunnit sondern Whydonnit... Brillant.

Wo Uniformen sind, herrscht Gefahr.
von einer Kundin/einem Kunden aus Düsseldorf am 28.02.2012

Anfangs begleiten wir einen brutalen Zuhälter und seine Handlanger bei nächtlicher Inventur der Mädchen. Der Funkspruch aus dem Wagen verrät uns Lesern, dass die Schutzgelderpresser Uniformierte sind. Es sind Polizisten. Es sind Polizisten, die einer verprügelten Migrantin, die Anzeige wegen häuslicher Gewalt erstatten will, de... Anfangs begleiten wir einen brutalen Zuhälter und seine Handlanger bei nächtlicher Inventur der Mädchen. Der Funkspruch aus dem Wagen verrät uns Lesern, dass die Schutzgelderpresser Uniformierte sind. Es sind Polizisten. Es sind Polizisten, die einer verprügelten Migrantin, die Anzeige wegen häuslicher Gewalt erstatten will, der Wache verweisen. Da sie die Muttersprache des Landes nicht einwandfrei beherrsche. Man lasse sich die Statistik doch nicht versauen! Es sind Polizisten in behelmten Dutzendschaften, die, bei einer routinemäßigen Personenüberprüfung, einen jungen Farbigen zu Tode knüppeln. Dominique Manotti wendet das romantische Ansichtskärtchen der Verliebten-Metropole und zerrt uns in rasantem Tempo durch das gesetzlose Brachland des Pariser Stadtrandes, wo sich mafiöse Clans und die exekutiven Organe der Republik erbitterte Straßenkämpfe liefern. Mit Menschenrechten kann man hier keinen Hauptpreis gewinnen. Der Vorstadtpolizist als potenzielle Zeitbombe auf dem Spieltisch der Macht. Denke ich da an die SAT.1-TV-Jecken TOTO & HARRY (politisch korrekt: Reportagen bürgernaher Beamter), kann ich nur müde schmunzeln.

Spannend!
von S. Sauter aus Bonn am 09.11.2011

Ein rasant erzählter Polizeithriller, der Klappentext verspricht nicht zu viel! Manotti ist eine zu Recht mehrfach ausgezeichnete Autorin, die hierzulande vollkommen zu Unrecht kaum bekannt ist. Ich finde ihren neusten Roman den bisher besten, man rast nur durch die Seiten. Manotti ist bekannt für sorgfältige Recherche. So gi... Ein rasant erzählter Polizeithriller, der Klappentext verspricht nicht zu viel! Manotti ist eine zu Recht mehrfach ausgezeichnete Autorin, die hierzulande vollkommen zu Unrecht kaum bekannt ist. Ich finde ihren neusten Roman den bisher besten, man rast nur durch die Seiten. Manotti ist bekannt für sorgfältige Recherche. So gibt sie ein Abbild der französischen Gesellschaft, bei dem es mir kalt über den Rücken läuft. Ein toller Krimi, der nachdenklich und auch traurig stimmt.


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