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Die Korrekturen

Roman. Aus d. Amerikan. v. Bettina Abarbanell

Jonathan Franzen

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Beschreibung

Nach fast fünfzig Jahren als Ehefrau und Mutter ist Enid Lambert entschlossen, ihr Leben ein wenig zu geniessen. Alles könnte so angenehm sein, gemütlich, harmonisch - einfach schön. Doch die Parkinsonsche Krankheit hat ihren Mann Alfred immer fester im Griff, und die drei Kinder haben das traute Familienheim längst verlassen - um ihre eigenen tragikomischen Malaisen zu durchleben. Der älteste, Gary, stellvertretender Direktor einer Bank und Familienvater, steckt in einer Ehekrise und versucht mit aller Macht, seine Depressionen kleinzureden. Der mittlere, Chip, steht am Anfang einer vielversprechenden Karriere als Literaturprofessor, aber Liebestollheit wirft ihn aus der Bahn, und er findet sich in Litauen wieder, als verlängerter Arm eines Internet-Betrügers. Und das jüngste der Lambert-Kinder, die erfolgreiche Meisterköchin Denise, sinkt ins Bett eines verheirateten Mannes und setzt so, in den Augen der Mutter zumindest, Jugend und Zukunft aufs Spiel. In dem Wunsch, es sich endlich einmal so richtig gutgehen zu lassen - und Alfred aus seinem blauen Sessel zu locken, in dem er immer schläft -, verfolgt Enid nun ein hochgestecktes Ziel: Bald nach der Luxus-Kreuzfahrt, zu der sie voller Vorfreude mit Alfred aufbricht, möchte sie die ganze Familie zu einem letzten Weihnachtsfest zu Hause um sich scharen.

Jonathan Franzen, 1959 geboren, erhielt für seinen Weltbestseller «Die Korrekturen» 2001 den National Book Award. Er veröffentlichte ausserdem die Romane «Die 27ste Stadt», «Schweres Beben», «Freiheit» und «Unschuld», das autobiographische Buch «Die Unruhezone», die Essaysammlungen «Anleitung zum Alleinsein», «Weiter weg» und «Das Ende vom Ende der Welt» sowie «Das Kraus-Projekt» und den Klima-Essay «Wann hören wir auf, uns etwas vorzumachen». Er ist Mitglied der amerikanischen Academy of Arts and Letters, der Berliner Akademie der Künste und des französischen Ordre des Arts et des Lettres. 2013 wurde ihm für sein Gesamtwerk der WELT-Literaturpreis verliehen, 2015 erhielt er für seinen Einsatz zum Schutz der Wildvögel den EuroNatur-Preis. Er lebt in Santa Cruz, Kalifornien.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 780
Erscheinungsdatum 28.06.2002
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-498-02086-6
Verlag Rowohlt
Maße (L/B/H) 22.1/15.4/4.8 cm
Gewicht 922 g
Originaltitel The Corrections
Auflage 13. Auflage
Übersetzer Bettina Abarbanell
Verkaufsrang 41169

Kundenbewertungen

Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
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Die Geschichte einer Familie
von einer Kundin/einem Kunden am 07.06.2020

Am Anfang werden die Eltern und ihr Haus beschrieben und, man könnte einiges aus der eigenen Familie wiedererkennen. Es gibt 4 Erzählstränge: die Eltern und die drei Kinder. Sie belügen sich gegenseitig, unvollkommenes Verhalten wird so korrigiert, dass es passt und keiner beleidigt ist. Man lernt aber die wahren Gedanken kennen... Am Anfang werden die Eltern und ihr Haus beschrieben und, man könnte einiges aus der eigenen Familie wiedererkennen. Es gibt 4 Erzählstränge: die Eltern und die drei Kinder. Sie belügen sich gegenseitig, unvollkommenes Verhalten wird so korrigiert, dass es passt und keiner beleidigt ist. Man lernt aber die wahren Gedanken kennen. Der Sohn, der mir am unsympatischsten war, ist dann aber das Kind, welches am Ende bei seinem Vater bleibt. Es ist nicht einfach zu lesen, man muss konzentriert dabeibleiben. Es lohnt sich!

Ein wunderbarer Roman und eine interessante Familiegeschichte.
von einer Kundin/einem Kunden am 05.06.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Es ist schon einige Jahre her, dass ich Fanzens KORREKTUREN gelesen habe und dennoch denke ich immer sehr liebevoll an diese Charaktere zurück. Das hier ist eine Geschichte vom Scheitern, vom Lieben, kurzum vom Leben selbst, verpackt in einem klassischem Stil, der einen nicht loslässt. Es gibt wenig, was ich diesem Roman vorwerf... Es ist schon einige Jahre her, dass ich Fanzens KORREKTUREN gelesen habe und dennoch denke ich immer sehr liebevoll an diese Charaktere zurück. Das hier ist eine Geschichte vom Scheitern, vom Lieben, kurzum vom Leben selbst, verpackt in einem klassischem Stil, der einen nicht loslässt. Es gibt wenig, was ich diesem Roman vorwerfen könnte, aber wenn es eine Sache wäre, dann dass ich mir gewünscht hätte, dass der Autor vielleicht der Figur der "Denise" ein paar mehr Zeilen, vielleicht sogar noch einen kleinen Folgeband gewidmet hätte - Mehr als empfehlenswert!

die Geschichte einer in der Mittelschicht angesiedelten Familie
von Detlef Knut am 03.03.2019

Der amerikanische Gegenwartsautor erzählt in diesem umfangreichen Roman die Geschichte einer in der Mittelschicht angesiedelten Familie. Enid und Alfred sind beide im Ruhestand, leben in ihrem mittlerweile sehr großen Haus und Mutter Enid wünscht sich nichts sehnlicher als noch ein einziges Mal die gesamte Familie, eine Tocht... Der amerikanische Gegenwartsautor erzählt in diesem umfangreichen Roman die Geschichte einer in der Mittelschicht angesiedelten Familie. Enid und Alfred sind beide im Ruhestand, leben in ihrem mittlerweile sehr großen Haus und Mutter Enid wünscht sich nichts sehnlicher als noch ein einziges Mal die gesamte Familie, eine Tochter und zwei Söhne, zu Weihnachten bei sich zu Hause bewirten zu können. Ihre Geschichte wird in abwechslungsreichen Episoden erzählt, die jede für sich genommen eine eigenständige Novelle sein könnte. Mit den Episoden wechselt der Fokus der Erzählung auf die Person, die in dieser Episode die Hauptrolle spielt. So wird der Leser im ersten Abschnitt mit dem Sohn Chip und seinen Versuchen, erfolgreicher Autor zu werden und sein Leben in den Griff zu bekommen, bekannt gemacht. Der Sohn Gary wird mit seiner Familie in der zweiten Episode vorgestellt. Er ist ein erfolgreicher Investmentbanker und bemüht sich redlich um seine Familie, was ihm schwerlich zu gelingen scheint. Besonders seine Frau hält gar nichts davon, das nächste Weihnachten bei den Schwiegereltern zu verbringen. In einem weiteren Abschnitt werden schließlich Enid und der an Demenz erkrankte Alfred vorgestellt. Frantzen bedient sich dabei diverser Rückblenden, in denen er die Lebenswege der beiden aufzeigt und eine Zeit beschreibt, in der ihre Kinder noch Kinder waren. Eine Urlaubsbekanntschaft auf einem Kreuzfahrtschiff wird als Mittel benutzt, um das kleinbürgerliche Denken von Enid, die intellektuell nicht an die Bekannte heranreicht, mit all seinen Facetten zum Vorschein zu bringen. Eine vierte Episode gibt den Blick frei auf das Leben der Tochter Denise, die sich als Starköchin einen Namen gemacht hat und ebenso Mühe hat, ihr privates Leben in den Griff zu bekommen. In der fünften und letzten Episode steht Weihnachten schließlich unmittelbar bevor, alle Stränge werden zusammengeführt und zum Höhepunkt gebracht. Bei der unter der Lupe betrachteten Familie handelt es sich keineswegs um eine typisch amerikanische Familie. Viele ihrer Züge, Befindlichkeiten und Eigenheiten sind schlichtweg menschlich und können ebenso in einer deutschen oder anderen, zumindest westeuropäischen, Familie wiedererkannt werden. Die prägnante Erzählweise von Frantzen, der dem Leser jedes Detail durch Handlung - lange bevor das Wort Demenz oder Altzheimer fällt, ist dem Leser klar, woran Alfred leidet - und nicht nur durch bloße Beschreibung miterleben lässt, erzeugt einen Klangteppich von Atmosphäre, die es unmöglich macht, dieses Buch aus der Hand zu legen. Die Charaktere sind mit solch einer Fülle an Eigenschaften, Emotionen, Gedanken und Handlungen ausgestattet, dass es nicht schwer fällt, sie als eigenes Familienmitglied zu akzeptieren. Ein Grund dafür, dass die einzelnen Episoden zwar so lang sind, sie aber nie zu lang wirken und der Wechsel zum nächsten Abschnitt durchaus von Wehmut begleitet wird, weil dieser dann den Fokus auf ein anderes Familienmitglied legt. Einen Wehrmutstropfen hatte für mich allerdings eine Geschichte, die von Chip und dessen leicht unmoralischer Arbeit in Litauen erzählt. Dient sie doch lediglich dazu, aufzuzeigen, dass Gary seinen Bruder verabscheut, weil er in seinen Augen reiche Amerikaner ausnimmt. Sie ist meines Erachtens zu lang gestreckt und jede andere Handlung außerhalb von Litauen hätte denselben Zweck erfüllt.


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