Meine Filiale

Gehen

oder die Kunst, ein wildes und poetisches Leben zu führen

Tomas Espedal

(2)
Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
Fr. 27.90
Fr. 27.90
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
zzgl. Versandkosten
Erscheint in neuer Auflage,  Kostenlose Lieferung ab Fr.  30 i
Erscheint in neuer Auflage
Kostenlose Lieferung ab Fr.  30 i

Weitere Formate

Taschenbuch

Fr. 14.90

Accordion öffnen
  • Gehen

    Matthes & Seitz

    Versandfertig innert 1 - 2 Werktagen

    Fr. 14.90

    Matthes & Seitz

gebundene Ausgabe

Fr. 27.90

Accordion öffnen

eBook (ePUB)

Fr. 21.00

Accordion öffnen

Beschreibung

Ein Mann verlässt seine Frau, sein Kind, sein Haus. Er beschliesst zu gehen, das Leben eines Landstreichers zu führen, und macht sich auf den Weg, der ihn zu sich selbst bringen soll. Er scheitert, trinkt, beginnt von Neuem. Den Leser nimmt er mit auf diese delirierenden, existenziellen und besessenen Reisen zu Fuss von Norwegen durch Deutschland nach Frankreich, nach Griechenland, durch ein Europa der Kunst, der Mythen,
der Städte. Bestimmt vom Rhythmus harten Gehens, von der Dunkelheit der Trunkenheit und der vollständigen physischen Erschöpfung, tritt er in Dialog mit Rousseau, Rimbaud, Satie, Giacometti, Heidegger und erlebt ein Abenteuer des Denkens: Mit nichts als sich selbst, ganz auf sich zurückgeworfen, was
bleibt, wer ist man?

Tomas Espedal, 1961 in Bergen geboren, gab sein literarisches Debut 1988 mit dem Roman En vill flukt av parfymer (Eine wilde Flucht vor dem Parfüm). Seither veröffentlichte er zahlreiche, mit vielen Preisen ausgezeichnete Romane und gilt neben seinem Freund Karl Ove Knausgård als einer der wichtigsten Schriftsteller Skandinaviens..
Paul Berf, 1963 in Frechen geboren, lebt als freier Übersetzer in Köln. Er übersetzt Literatur aus dem Schwedischen und Norwegischen, wurde 2005 mit dem Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie ausgezeichnet, und erhielt 2014 den Jane-Scatcherd-Preis »für seine kongeniale Übersetzung des Romanprojekts des norwegischen Autors Karl Ove Knausgård«.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 235
Erscheinungsdatum 16.08.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-88221-551-9
Verlag Matthes & Seitz
Maße (L/B/H) 20.3/12.3/2.7 cm
Gewicht 360 g
Originaltitel Gå. Eller kunsten å leve et vilt og poetisk liv
Auflage 3. Auflage
Übersetzer Paul Berf

Kundenbewertungen

Durchschnitt
2 Bewertungen
Übersicht
0
2
0
0
0

Ein wunderbar anregender Gedankengang
von einer Kundin/einem Kunden am 06.09.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Ein Mann geht - geht weg, leicht torkelnd, geht weiter, und macht sich frei. Tomas Espedal ist es gelungen, den Denkprozess, den man beim Umherschweifen, beim Erkunden und Entdecken durchlebt, in Worte zu fassen, in ständiger Bewegung vermengen sich die Jetzt-Eindrücke des Protagonisten mit Erinnerungen: Die Natur wird zu Kunst ... Ein Mann geht - geht weg, leicht torkelnd, geht weiter, und macht sich frei. Tomas Espedal ist es gelungen, den Denkprozess, den man beim Umherschweifen, beim Erkunden und Entdecken durchlebt, in Worte zu fassen, in ständiger Bewegung vermengen sich die Jetzt-Eindrücke des Protagonisten mit Erinnerungen: Die Natur wird zu Kunst wird zur Betrachtung über das Leben ... Mir hat es großen Spaß gemacht, den sprachgewandten Autor auf seinem Gedankenspaziergang zu begleiten, "Gehen" ist ein wunderbar anregendes und gleichzeitig entspannend-entschleunigendes Buch irgendwo "zwischen Roman, Essay und Reportage", das von mir aus ewig hätte weitergehen dürfen!


  • Artikelbild-0
  • Ich kam an einem Mann mit Angel vorbei, er stand am Ufer des Flusses, starrte ins Wasser. Ein halbvoller
    Wassereimer, um Fische aufzubewahren, eine kleine Metalldose mit Erde und lebenden Würmern, er fädelte einen Wurm auf den spitzen Angelhaken, holte Schwung mit seiner Rute und warf aus. Guten Morgen. Seine Augen folgten dem Fluss, warteten. Den Hut hatte er über die Augen gezogen, der Schatten ermöglichte es
    ihm, den Bewegungen im Fluss zu folgen. An der Krempe seines Huts hatte er Schwimmer und Fliegen befestigt. Eine Angeltasche über der Schulter, ein Messer im Gürtel, das war seine Ausrüstung, das waren die Gerätschaften, die er zum Fischen benötigte. Eine Thermoskanne mit Kaffee, Stullen, Tabak. Was würde ihm von mir in Erinnerung bleiben? Schlagartig wurde mir bewusst, dass die Geduld des Anglers meiner
    eigenen ähnelte; es ist die Geduld des Schriftstellers dachte ich. Man sitzt am Schreibtisch und wartet. Also besteht kein grosser Unterschied zwischen ihm und mir, dachte ich und erwiderte seinen Gruss. Guten Morgen. Die gleiche Geduld. Die gleiche Konzentration. Die gleichen Hoffnungen. Ich wollte ihm kameradschaftlich auf
    die Schulter klopfen, tat es aber nicht. Mir fehlte das Schreiben.