Laizität und Gewissensfreiheit

Jocelyn Maclure, Charles Taylor

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Beschreibung

Der Kopftuchstreit in Deutschland und Frankreich, der Mord an Theo van Gogh in den Niederlanden, der Karikaturenstreit in Dänemark: die politische Dimension religiöser Haltungen ist in den letzten Jahren allgegenwärtig. Der Philosoph Charles Taylor gilt als einer der besten Kenner der modernen Religionsgeschichte und als Experte in Sachen Multikulturalismus. Zusammen mit seinem kanadischen Kollegen Jocelyn Maclure versucht er, eine Antwort auf die Frage zu finden, wie sich eine politische Gemeinschaft gegenüber religiösen Mehrheiten und Minderheiten verhalten sollte.
Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage der religiösen Neutralität des Staates, die in der Moderne unter dem Begriff des Laizismus diskutiert wird. Mit ihr ist das Problem der individuellen Religions- und Gewissensfreiheit aufs engste verbunden. Taylor und Maclure zeigen eindrucksvoll, dass alleine eine »liberal-pluralistische Politik«, die Religion nicht prinzipiell aus der öffentlichen Sphäre ausschliesst, unter den Bedingungen heutiger multikultureller Gesellschaften geeignet ist, ein friedliches Zusammenleben und das fundamentale Recht der freien Religionsausübung und Gewissensfreiheit zu gewährleisten.

"Das ... Buch von Jocelyn Maclure und Charles Taylor verbindet Theorie und Komparatistik und sei deshalb allen, die sich für den Forschungskomplex Religion und Recht interessieren, ans Herz gelegt."
Hans Michael Heinig, Zeitschrift für evangelisches Kirchenrecht Dezember 2014

Jocelyn Maclure ist Professor für Philosophie an der Universität Laval (Québec) in Kanada..
Charles Taylor ist emeritierter Professor für Philosophie an der McGill University in Montreal und einer der einflussreichsten Sozialphilosophen der Gegenwart. Geboren 1931 in Kanada, studierte er an der McGill University und an der Universität Oxford, wo er 1961 seinen Ph.D. erwarb. Danach kehrte er nach Montreal zurück und lehrte dort bis zu seiner Emeritierung politische Philosophie. Er hat bahnbrechende Studien vorgelegt, u.a. zu Hegel sowie zum Kommunitarismus, Säkularismus und Multikulturalismus. Charles Taylor nahm Gastprofessuren u.a. an den Universitäten von Oxford, Princeton, Berkeley, an der J.W. Goethe-Universität Frankfurt und der Hebrew University Jerusalem wahr. 1997 erhielt er den Hegel-Preis der Stadt Stuttgart und 2007 den Templeton-Preis (für Ein säkulares Zeitalter), 2008 wurde er für sein Lebenswerk mit dem Kyoto-Preis ausgezeichnet, der als »Philosophie-Nobelpreis« gilt. Charles Taylor war zudem Mitglied der britischen Labour-Partei und kandidierte für das kanadische Unterhaus..
Eva Buddeberg ist Akademische Rätin a. Z. am Arbeitsbereich für Politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt..
Robin Celikates ist Professor für Politische Theorie und Sozialphilosophie an der Universität Amsterdam.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 145
Erscheinungsdatum 12.10.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-58570-2
Reihe Graue Reihe
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 20.3/12.6/1.5 cm
Gewicht 215 g
Originaltitel Laïcité et Liberté de Conscience
Auflage 1
Übersetzer Eva Buddeberg, Robin Celikates

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