Sennentuntschi

Roxane Mesquida, Nicholas Ofczarek, Joel Basman, Rebecca Indermaur, Peter Jecklin

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Beschreibung

Die Schweizer Alpen 1975 - in einem abgelegenen kleinen Bergdorf wird eines Tages eine verwahrloste junge Frau aufgegriffen. Die Dorfpolizei tappt bei der Ermittlung ihrer Identität jedoch im Dunkeln. Allmählich verdichten sich jedoch die Hinweise, dass die Frau von der Höhenalp zu kommen scheint. Dort, so sagt ein Gerücht, kennen Hirten und Sennen sehr merkwürdige Rituale gegen die Einsamkeit. Schon bald überrollt eine Lawine aus Lust, Wahnsinn, Dämonenglauben und Mord die scheinbare Idylle. Und es kommt eine Wahrheit ans Licht, die besser für immer im Dunkeln geblieben wäre...

Das Bild (2,35:1; anamorph) macht einen ordentlichen Eindruck, hat aber dennoch kleine Schwächen. Die Schärfe ist recht gut, wenn auch nicht perfekt. Dafür ist der Gesamteindruck zu weich und zu detailarm in manchen Szenen. Der Kontrast wurde offenbar gewollt ein wenig steil gewählt, was zu den üblichen leichten Überstrahlungen in hellen Flächen (oftmals der Himmel), aber auch zum verschlucken von Details in dunklen Flächen (Nacht, Stall, Haus) führt. Die Farben wurden nachträglich korrigiert. Der Look des Filmes besteht nun aus vorwiegend kühlen Farbtönen, meist Blau und Grün, mit nur wenigen warmen Einschüben. Stellenweise sieht die Haut der Menschen recht orange aus, was den insgesamt artifiziellen Eindruck verstärkt. Es gibt ein leichtes Bildrauschen, welches aber nicht weiter stört. Die Kompression arbeitet makellos.

Die Extras bestehen aus einem oberflächlichen Making of (ca. 15 min), einer sechsteiligen Darstellung: Die Drehorte, die allerdings neben einer Landkarte und dem entsprechenden Filmausschnitt keinerlei Erklärung bietet, und einer Fotogalerie.

Die deutsche Synchro (in Hochdeutsch) liegt in Dolby Digital 5.1 und in DTS, das Original in Schweizerdeutsch in DD 5.1 vor. Die Musik macht den Grossteil der Aktivitäten in den hinteren Boxen aus. Umgebungsgeräusche und Soundeffekte sind da schon seltener und vor allem verhaltener, so dass sie nicht immer voll zur Geltung kommen. Trotzdem kommt eine solide räumliche Kulisse dabei heraus. Der Mix aus Dialogen, Musik und Nebengeräuschen ist ausgewogen. Der Subwoofer wird gelegentlich eingesetzt und vervollständigt den guten Gesamteindruck.

Es gibt nur optionale englische Untertitel.

SENNENTUNTSCHI (Schweiz, Österreich, 2011) basiert auf einer alten Schweizer Legende, die nun als Vorlage für einen Alpen-Horror-Film herhalten musste. Leider entstand daraus nur ein etwas dröger Heimatfilm, der mit einigen Genrekonventionen angereichert wurde, die sich aber nicht zu einem kohärenten Ganzen zusammenfügen wollen. Das beginnt z.B. mit der überflüssigen Rahmenhandlung in der Gegenwart, die keinen Vorteil oder erzählerischen Mehrwert bringt.

Der Film - und auch seine Macher - nehmen sich des Weiteren zu ernst, weshalb alles nicht nur steif, humorlos und altbacken wirkt, sondern auch ein wenig zu trocken. Aufgrund der Struktur und der Plotelemente möchte man cleverer sein, als man letztendlich ist. Doch die eingebrachte Gesellschaftskritik ist mehr aufgesetzt und wenig wirkungsvoll.

Regisseur und Drehbuch-Co-Autor Michael Steiner erzählt von der unheiligen Mischung aus (unterdrücktem) Sex, (allseits latenter) Gewalt, (repressiver) Religion und (weit verbreitetem) Alkoholkonsum, dennoch hat SENNENTUNTSCHI neben schönen Landschaften zu wenig zu bieten und ist kaum mehr als ein misslungenes Genrekonglomerat.

Produktdetails

Medium DVD
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 16 Jahren
Erscheinungsdatum 01.12.2011
Regisseur Michael Steiner
Sprache Deutsch (Untertitel: Englisch)
EAN 4011976879985
Genre Horror/Thriller
Studio Constantin Film AG
Spieldauer 110 Minuten
Bildformat 16:9 Widescreen
Tonformat Schwiizerdütsch: DD 5.1, Deutsch: DD 5.1, Deutsch: DTS 5.1
Produktionsjahr 2010

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Sennentuntschi (2010)
von einer Kundin/einem Kunden am 21.02.2017
Bewertet: Medium: Blu-ray

Kritik: Faszinierend finstere, stimmungsvolle und stattlich gefilmte Mischung aus erdigem Heimatfilm und dörflichem Horrorstreifen, die sich trotz eher konventionell-kraftlosem Ende in ihrem urwüchsigen Alpensetting insgesamt dramatisch, beengend und mysteriös entfaltet. Mit Absinth! Die Fabelkatze meint: - Gruselfaktor: kl... Kritik: Faszinierend finstere, stimmungsvolle und stattlich gefilmte Mischung aus erdigem Heimatfilm und dörflichem Horrorstreifen, die sich trotz eher konventionell-kraftlosem Ende in ihrem urwüchsigen Alpensetting insgesamt dramatisch, beengend und mysteriös entfaltet. Mit Absinth! Die Fabelkatze meint: - Gruselfaktor: klein - Figuren: mittel - Schauspiel: toll - Feind: paranormaler Killer (menschgewordene weibliche Puppe). Weitere Informationen: Schweizerisch-österreichischer Film von Michael Steiner.

Ein sensationell gut gemachter, spannender Film
von Heinz Herbert am 11.05.2012

Vorab: Das Sennentuntschi (Sennenpuppe) ist ein verbreitetes Sagenmotiv. Und das im gesamten deutschsprachigen Alpenraum. Einsame Sennen und Hirten schaffen sich aus Langeweile eine weibliche Puppe. Sie füttern sie aus Jux, sprechen mit ihr und nehmen sie zu sich ins Bett. Unmittelbar vor der Alpabfahrt wird eine solche Puppe – ... Vorab: Das Sennentuntschi (Sennenpuppe) ist ein verbreitetes Sagenmotiv. Und das im gesamten deutschsprachigen Alpenraum. Einsame Sennen und Hirten schaffen sich aus Langeweile eine weibliche Puppe. Sie füttern sie aus Jux, sprechen mit ihr und nehmen sie zu sich ins Bett. Unmittelbar vor der Alpabfahrt wird eine solche Puppe – der Sage nach – lebendig und beginnt zu sprechen. Und sie rächt sich ggbfls für die Übeltaten, welche die Sennen ansonsten an ihr vollzogen. Sie zwingt im schlimmsten Fall einen der Sennen, bei ihr zu bleiben und zieht diesem die Haut vom Leib, zum Zeichen dafür, dass ihr Leidensweg beendet ist. Sie kehrt den Spieß um und macht die geilen Männer zu Puppen. Und sie lebt! Vielleicht sollten Kritiker diesen Hintergrund kennen, bevor sie sich äußern. Michael Steiner hat ein fesselndes Alpendrama geschaffen, das sich als Mysterythriller entwickelt, der von der ersten bis zur letzten Minute fesselt und fast im Minutentakt dem Zuschauer Nerven abfordert. Es beginnt ganz normal im Stil eines *Tatorts*. Ein kleines Kind (Zeitraum: *heute*) in Begleitung der Mutter beim Pilzesuchen. Ein Lichtreflex verleitet das Kind, an einer bestimmten Stelle zu suchen. Es findet eine skelettierte Hand. Eine vermummte Gestalt verschwindet. Schnitt. Der Zuschauer wird ins Jahr 1975 zurück versetzt. Der Absinth bringt einen rustikalen, wenngleich vereinsamten Sennen (grandios Andrea Zogg), seinen scheinbar depperten Buben Albert (sehr beeindruckend Joel Basman) und den Stadtflüchtling Martin (sich steigernd Carlos Leal) dazu, eine Puppe zu basteln. Was dann passiert, meint jeder Leser, sich vorstellen zu können. Dem ist aber nicht so. Das können Sie sich nicht ausmalen! Der Film liefert etwas ab, was Ihre gröbsten Fantasien kaum zulassen werden, denn es folgt: Zeitsprung und radikaler Szenenwechsel. Eine sprachlose Frau (fantastisch Roxane Mesquida) sucht ein Bergdorf und den Dorfpolizisten Reusch (überzeugend Nicholas Ofczarek) im wahrsten Sinne des Wortes *heim*. Der Pfarrer (glaubhaft Ueli Jäggi) dreht durch und hetzt die Dorfmeute auf die Frau und die Jagd beginnt. Gewalt, Rache, Sex, Sünde, Flucht, Hatz, Verwirrung und Aufklärung, das ist die Würze dieses Gänsehautschockers, in dem Realität und Trugbilder sich auf verschiedenen Zeitebenen und Schauplätzen mischen. Wer sich dadurch verwirren lässt, hat den Film nicht verdient. Ein Wahnsinnsteil! HMcM


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