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Um zwölf Uhr ist es Sommer

Gedichte, Sprechtexte, Chansons, Theatersrücke, Prosa. Ausw. u. Nachw. v. Jörg Drews

Reclam Universal-Bibliothek Band 18055

Gerhard Rühm, Mitbegründer der "Wiener Gruppe", eines Entwicklungszentrums experimeteller Poesie, hat neue Dimensionen sprachlicher Realität erschlossen, indem er das stimmungsvoll-metaphernselige Nachmalen von Wirklichkeitseindrücken hinter sich liess. Seine Vorliebe gilt einer Dichtung in der Nachbarschaft von Musik, bildender Kunst und Aufführungsformen. Zu seinem 70. Geburtstag bringt Reclam ihm eine kundig zusammengestellte Anthologie aus seinem Werk zum Geschenk.

Portrait
Gerhard Rühm, * 12. 2. 1930 Wien. Der Sohn eines Mitglieds der Wiener Philharmoniker bereitete sich zunächst auf eine Musikerlaufbahn vor und studierte Klavier und Komposition, wandte sich dann aber im Rahmen der von ihm mitbegründeten Wiener Gruppe der Literatur zu. 1964 zog er nach Berlin, 1972 übernahm er eine Professur für Graphik an der Kunsthochschule in Hamburg. Seit 1975 lebt er in Köln und Hamburg. Die frühen Werke R.s gehören zu den repräsentativen Texten der experimentellen Literatur der 50er- und 60er-Jahre. R. nimmt Anregungen der Dichtung des Expressionismus und des Dadaismus sowie der konkreten Poesie E. Gomringers auf. In betonter Abkehr von der herkömmlichen Literatur- und Formensprache ist die Materialität der Sprache Ausgangspunkt der experimentellen Poesie R.s. Sie ist gekennzeichnet durch eine Tendenz zur Reduktion und durch eine Überschreitung der traditionellen Grenzziehungen zwischen den verschiedenen Gattungen und Künsten (Lautgedichte, visuelle Texte, radiophone Texte und Hörspiele u. a.). Daneben zeigt sich vielfach ein (sprach)spielerischer Umgang mit überlieferten Formen, denen neue Möglichkeiten abgewonnen werden. Das gilt etwa für die Gedichte im Wiener Dialekt, die Thusnelda Romanzen oder die dokumentarischen sonette, die die alte Form mit 'dokumentarischem', d. h. aktuellem Zeitungsmaterial füllen und dabei noch eine Art von modernem Sonettenkranz entstehen lassen. Seit den 70er-Jahren verbinden sich die sprachanalytischen Ansätze R.s und seine Collagetechnik mit grundlegenden Themen des menschlichen Lebens in der Welt. Dazu gehört die Beschäftigung mit der Ökologie (Wald - Ein deutsches Requiem. WDR 1983), mit verschiedenen Wissenschaften, mit der christlichen Mystik, mit dem Kosmos. In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.
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  • Prosatexte:
    Die Frösche - Geschichten aus der Welt des Dampfplauderers
    Aus den Märchen und Fabeln:

    Das Sehnen - Der Heimweg - Begegnung - Die Sterne - Das Tor - Der Regen - Knochenspielzeug - Die Toten - Mann und Frau - Die Uhr - Der Löwe - Die Hunde - Die Affen
    Montagetexte:

    Kurze Beschreibung der Umgebung Wiens - Aktueller Querschnitt - Dienstag - Daheim
    Konstellationen und Ideogramme:

    Die Nacht - Rennen - Schnitte - Stille - Laublau - Blauinblau - Das eine Blatt tanzt - Wand - Die Blume - Schweigen - Dunkel Hell - Leib - Bleib - U - Alles
    Textbilder:

    Jetzt - Tag/Nacht - Schwarz/Tag - Flog
    Gedichte:

    Jänner - An dem - Die brave Hausfrau - Weit - Sonett - Erklärung - Blumenstück - Europa - Variation eines bekannten Themas - Drei klassische Dreizeiler - Rausch - Nänie - Ein Gleiches nach Goethe, eine Umdichtung - Naturbeschreibung - Stilleben - Levitation - Die österreichische Bundeshymne, um einen Schritt weiter - Susanna im Reimzwang - Geschändet
    Chansons:

    Come again - Vermächtnis - Dein wilder Blick - Eitler Tschin - Liebling du hast mich heute ausgelacht - Helene - Marianne - Mein Steckenpferd - Ich küsse heiss - Darum spiel ich - Geistliches Lied für eine alternde Frauenstimme - Die Mutter hat das Fleisch - Ich habe zwei Lieben - Pass auf
    Dialektgedichte:

    Wiener Lautgedichte
    Kleine Theaterstücke:

    Interludium - Dieses Stück spielt im Duschraum des Theaters - Vereinigung. Ein Schattenspiel - Bekannt schafft - Spiel für Damen - Selbstleute. Ein Kriminalstück im Wiener Dialekt - Hände. Eine dramatische Miniatur - Der Ring. Eine Ehetragikomödie - Atmen. Ein Stück für rund 2,7 Milliarden Menschen - Mit dem Titel - Leib & Leibchen. Hanswurstische Meditationen über den Diminutiv - Hanswurst in Lublin
    Sprechtexte:

    Dokumentarische Sonette - Die ersten Menschen sind auf dem Mond - Kein Ende der Kämpfe - Publikumsjubel um die "Meistersinger" - Das Jahr Zweitausend im Visier - Zeitung. Stets aktuelles Simultanstück - Gebet - Atemgedicht - So lange wie möglich - 12! Ein Zahlengedicht - Geschichte - Glaubensbekenntnis - Erzählung
    Theoretische Texte:

    Vortrag - Rede zur Verleihung des Hörspielpreises der Kriegsblinden
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 238
Erscheinungsdatum Januar 2000
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-15-018055-6
Verlag Philipp Reclam Jun.
Maße (L/B/H) 14.6/9.8/1.7 cm
Gewicht 110 g
Buch (Taschenbuch)
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