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Der Hahn ist tot

Roman

(13)
Sie hält sich für eine Benachteiligte, die ungerecht behandelt wird und zu kurz kommt. Mit zweiundfünfzig Jahren trifft sie die Liebe wie ein Hexenschuss. Diese letzte Chance muss wahrgenommen werden, Hindernisse müssen beiseite geräumt werden. Sie entwickelt eine bittere Tatkraft: Rosemarie Hirte, Versicherungsangestellte, geht buchstäblich über Leichen, um den Mann ihrer Träume zu erbeuten.
Rezension
"Ingrid Noll, die nach dem Großziehen dreier Kinder plötzlich diesen flirrend bösen Erstlingsroman schrieb, erzählt mit unbeirrter Gerandlinigkeit, immer stramm aus Rosis Sicht, mit Schnürschuhen und Bordürenrock von Mord zu Mord, und alles geht trotzdem gut aus, und man möchte sich vor Lachen über soviel Abstruses wälzen und gleichzeitig was Wärmeres anziehen, weil es einen gründlich friert, so sehr blickt man in die Abgründe der frustrierten weiblichen Seele. Ein köstliches Buch darüber, wie Frauen über Leichen gehen, um den Mann ihrer Träume zu kriegen. Männer, hütet euch, Rosi Hirte steckt in uns allen!" (Radio Bremen)

"Was ist komisch an dieser Geschichte? Die Ereignisse sind es nicht. Es ist die Naivität, in der die Autorin Ingrid Noll in ihrem Erstlingsroman Der Hahn ist tot ihre Mörderin erzählen läßt. Ist bei Rosemarie eine Schraube locker? Das wäre zuviel gesagt. Und plötzlich, als sich ihre Liebesgefühle zu Machtgefühlen mausern, weiß man's: Sie zahlt der Welt ihr e Exi stenz heim, ihre vernachlässigte, zur Seite geschobene Existenz. Und das ist dann gar nicht mehr lustig, hinter der literarischen Maske der vergnügten Herzlosigkeit taucht die Fratze der Enttäuschung, der permanenten Einsamkeit auf. Witold verliert am Ende Gedächtnis und Verstand, der Hahn ist tot, nun hat Rosmaries verwundetes Herz endlich Ruhe."(Nürnberger Nachrichten)

"Mit ihren einfühlsamen Milieuschilderungen und Seitenhieben auf die eitle Männerwelt scheint Ingrid Noll ins Schwarze getroffen zu haben. Erste Leserreaktionen haben bestätigt, daß ihr Witold auch in Hamburg, Berlin, Essen und Mannheim leibhaftig gesehen wurde. Das Lebensgefühl, das sich in ihrem Buch ausdrückt, weiß bei aller mörderischen Frivolität um die Einsamkeit des Altweibersommers, die wirkliche Erfahrung von Frauen, die im Leben zu kurz gekommen sind."(Norddeutscher Rundfunk)
Portrait
Ingrid Noll, geboren 1935 in Shanghai, studierte in Bonn Germanistik und Kunstgeschichte. Sie ist Mutter dreier erwachsener Kinder und vierfache Grossmutter. Nachdem die Kinder das Haus verlassen hatten, begann sie Kriminalgeschichten zu schreiben, die allesamt sofort zu Bestsellern wurden. ›Die Häupter meiner Lieben‹ wurde mit dem Glauser-Preis ausgezeichnet und, wie andere ihrer Romane, auch erfolgreich verfilmt. 2005 erhielt sie zudem den ›Friedrich-Glauser-Ehrenpreis der Autoren‹ für das Gesamtwerk
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 16.03.1993
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-22575-4
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 18/11,3/1,9 cm
Gewicht 233 g
Auflage 48
Verkaufsrang 46.242
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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13 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Mit diesem Buch gelang Ingrid Noll der Durchbruch. Zu Recht. Erstmals werden wir mit ihrem bitterbösen, beißenden Humor konfrontiert, verpackt in eine skurrile Krimihandlung.

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Schon allein wenn man den Titel sieht und I. Noll kennt kann man nur schmunzeln. sie schreibt einfach hervorragend.

Ironie?
von Elisabeth aus Oberösterreich am 27.05.2013

Können Morde zufällig passieren. So scheint es auf jeden Fall bei Rosemarie zu sein. Sie schafft sich alle Frauen vom Hals, von denen sie annimmt, dass sie ihrer gemeinsamen Zukunft mit Rainer im Wege sind. Doch wird sie das vermeintliche Glück mit ihm finden? Dazu kann der Leser und... Können Morde zufällig passieren. So scheint es auf jeden Fall bei Rosemarie zu sein. Sie schafft sich alle Frauen vom Hals, von denen sie annimmt, dass sie ihrer gemeinsamen Zukunft mit Rainer im Wege sind. Doch wird sie das vermeintliche Glück mit ihm finden? Dazu kann der Leser und die Leserin nur oftmals den Kopf schütteln oder auch lächeln. Gute Unterhaltung für zwischendurch.