Die Taube

detebe Band 21846

Patrick Süskind

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Beschreibung

In fünf Monaten wird der Wachmann einer Pariser Bank, der als einzigen Nutzen seiner Tätigkeit das Öffnen des Tores vor dem Direktionswagen erkannt hat, das Eigentum an seiner kleinen Mansarde endgültig erworben haben, wird ein weiterer Markstein seines Lebensplanes gesetzt sein.
Doch dieser fatalistische Ablauf wird an einem heissen Freitagmorgen im August 1984 jäh vom Erscheinen einer Taube in Frage gestellt.

"Im Verlauf dieses winzigen Abenteuers scheint die Novelle die meisten Beziehungen durchzuspielen, die ein Mann mit der Welt anknüpfen kann, und dank seiner Fähigkeit zur Übersteigerung erzielt Süskind eine überraschend starke Wirkung." (The New Yorker)

"Ein brillanter Formulierer auf der Höhe seiner Erzählkunst." (tz)

"Nicht nur riecht, schmeckt man, sieht und hört man, was Süskind beschreibt; er ist ein Künstler, auch wenn es darum geht, verschwundenes, verarmtes Leben in grosser innerer Dramatik darzustellen, hier: eine Psychologie des Wachmanns Jonathan Noel zu entwerfen. Eine Meistererzählung." (Tages-Anzeiger)

"Ein rares Meisterstück zeitgenössischer Prosa, eine dicht gesponnene, psychologisch raffiniert umgesetzte Erzählung, die an die frühen Stücke von Patricia Highsmith erinnert, in ihrer Kunstfertigkeit aber an die Novellistik grosser europäischer Erzähltradition anknüpft." (Rheinischer Merkur)

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 112
Erscheinungsdatum 24.04.1990
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-21846-6
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 18/11.4/1.2 cm
Gewicht 135 g
Auflage 30. Auflage
Verkaufsrang 8192

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Eine Geschichte über die Einsamkeit und Tauben
von einer Kundin/einem Kunden am 09.07.2021
Bewertet: eBook (ePUB)

Wer ein gutes Buch mit nur wenigen Seiten sucht ist hier genau richtig. Patrick Süskind versteht wie man die komplexe Gedankenwelt eines Menschen in wenigen Worten erzählt.

Eine Taube verändert alles!
von einer Kundin/einem Kunden am 14.03.2020

Jonathan Noels Leben ist eintönig, aber genau das mag er. Doch dann steht eines Morgens plötzlich eine Taube vor seiner Tür und alles verändert sich schlagartig. Auf einhundert Seiten verfolgt man Jonathans Tag, der wegen dieser einen Taube aus den Fugen gerät. Der unterschwellige Humor, den Patrick Süßkind in diesem Roman ver... Jonathan Noels Leben ist eintönig, aber genau das mag er. Doch dann steht eines Morgens plötzlich eine Taube vor seiner Tür und alles verändert sich schlagartig. Auf einhundert Seiten verfolgt man Jonathans Tag, der wegen dieser einen Taube aus den Fugen gerät. Der unterschwellige Humor, den Patrick Süßkind in diesem Roman verwendet, ist sehr amüsant und es ist einfach göttlich dieses Buch lesen zu dürfen.

Einfach fabelhaft!
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 04.04.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Auf knapp 100 Seiten begibt sich Patrick Süskind auf eine kleine Reise in die Gedankenwelt von Jonathan Noel. Einem Mann, der nach schwerer Vergangenheit zurückgezogen in seiner winzigen Pariser Ein-Zimmer-Wohnung haust und ein Leben in völliger Ereignislosigkeit gewählt hat. Diese friedliche Ruhe und rettende Monotonie finden j... Auf knapp 100 Seiten begibt sich Patrick Süskind auf eine kleine Reise in die Gedankenwelt von Jonathan Noel. Einem Mann, der nach schwerer Vergangenheit zurückgezogen in seiner winzigen Pariser Ein-Zimmer-Wohnung haust und ein Leben in völliger Ereignislosigkeit gewählt hat. Diese friedliche Ruhe und rettende Monotonie finden jedoch in einem weiteren Schicksalsschlag plötzlich ein jähes Ende – auf dem Weg zur Etagentoilette sieht sich Noel mit einer Taube konfrontiert, die zum Fenster hereingeflogen im Flur vor seiner Wohnung sitzt und den Eingang zum rettenden Unterschlupf versperrt; mit unerhört blicklosen Augen das Chaos beschaut, das nun über den neurotischen Einzelgänger hereinbricht. Eine Verkettung des Unglücks folgt diesem Schockmoment, mit dessen Bewältigung Noel gänzlich überfordert ist, unfähig die kleinste Unebenheit in seiner sorgsam eintönig gewählten Existenz zu ertragen oder zu überwinden. Plötzlich heimatlos in der Stadt umherirrend verdichtet sich das große Durcheinander des folgenden Tages zu einem Psychogramm eines im Grunde sehr einsamen Mannes. Süskind zeigt seinem Leser in feinsinniger Beobachtung das fragile innere Gleichgewicht eines komplexen Seelenlebens und lässt es von einem einzigen grauen Flügelschlag aus den Fugen geraten. Genüsslich schildert er die wirren Gedankenspiele des völlig Verzweifelten und verschnürt darin eine sprachlich geniale, subtile Parabel über die Lächerlichkeit der kleinen Dinge, die sich zuweilen ehe wir es uns versehen gurrend aufplustern können und die noch so sicher geglaubten Verhältnisse gründlich ins Chaos stürzen.


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