Zunder

Überfälle, Übergriffe, Überbleibsel

detebe Band 22775

Niklaus Meienberg

Buch (Taschenbuch)
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Beschreibung

In ›Zunder‹ notiert Meienberg verschiedenartigste Gewalttätigkeiten, harsche Wirklichkeiten und geplatzte Träume. Es ist die Rede vom angeblichen Sieg der Alliierten im sauber präsentierten Golfkrieg, von unserer Gewöhnung an das tägliche Gemetzel und vom Tod der Mutter. Ausserdem enthält ›Zunder‹ einen Brief an Salman Rushdie und einen anderen an den Chefredakteur von ›Oslobodjenje‹ in Sarajewo.

"Niklaus Meienberg steht für eine ganz besondere Form des New Journalism. Er hat den heiligen Furor der 68er mit urwüchsiger helvetischer Sprachgewalt zu einem hochexplosiven Gemisch verrührt und stösst damit Feinde und Freunde bis heute gleichermassen vor den Kopf: die einen, weil er sie schonungslos demaskiert, die andern, weil er sie in seinen besten Momenten bravourös an die Wand schreibt. Hier wächst zusammen, was zusammengehört: Literatur und Journalismus."(Wiener)
"Für mich ist Meienberg vor allem ein grosser Prosaautor. Wo diese Prosa schliesslich erschienen ist, das ist gleichgültig. Das ist ähnlich wie bei Heine. Heinrich Heine hat einen grossen Teil seines Werks für Zeitungen geschrieben. Das gehört heute zur verbindlichen deutschen Prosa.(...) Bei Meienberg gingen Prosa und Lyrik nebeneinander. So wie er als Journalist Künstler war, konnte er sich auch in einem anderen Medium ausdrücken. Dabei sprengte auch seine Art, Gedichte zu schreiben, ständig den Rahmen des rein Pr iv aten. Auch seine Gedichte waren aktuell, zum Teil auch aggressiv. Und er hat in seinen Gedichten mit ähnlichen Themen, Motiven und Wirkungen gespielt wie in seinen Reportagen."( SonntagsZeitung)
"Die Reportagensammlung Zunder ist Vermächtnis und zugleich Anklageschrift gegen Gewalt jedweder Art."(Schweizer Illustrierte)
"Wie Joseph Roth, dem auch alle Dinge zur persönlichen Angelegenheit wurden, sah er seine Rolle nicht in der eines bloss objektiven Beobachters. Faction nannte er zuweilen sein schreibendes Verfahren, womit er deutlich machen wollte, dass er die Ereignisse immer erst mit seinem Hirnkino, wie er das nannte, abglich, bevor er sie zu Papier brachte. Die Nähe zum amerikanischen New Journalism ist dabei unverkennbar, wenn auch Meienbergs Texte ein viel polemischer, zuweilen offen aggressiver Ton auszeichnet. Dabei kommt jeder Text dieses Bandes einer Ortsbestimmung gleich."(Hessischer Rundfunk)

Niklaus Meienberg, 1940–1993, lebte in Zürich und Paris. Arbeitete als Schriftsteller und als freier Journalist, u. a. für den ›Spiegel‹, den ›Stern‹, die ›Weltwoche‹, die ›WochenZeitung‹ und den ›Tages-Anzeiger‹. Verschiedene Preise, u.a. Zürcher Journalistenpreis, Max-Frisch-Preis, St. Galler Kulturpreis.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 28.03.1995
Verlag Diogenes
Seitenzahl 224
Maße (L/B/H) 11.1/17.9/1.5 cm
Gewicht 192 g
Auflage 1
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-22775-8

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