Warenkorb
 

Murphy

Roman

"Mit Murphy hat Beckett seinen realistischsten und heitersten Roman geschrieben, ein Buch glänzender Ironie. Der 'Held' scheitert bei dem Versuch, die völlige Ruhe jenseits alles Irdischen zu erlangen, und endet auf ihm sehr gemässe Weise in einem lächerlichen Tod. Damit ist bereits das Thema angeschlagen, das Beckett immer wieder beschäftigt hat: der Zweifel an der Grösse und Vollkommenheit des Menschen."
Walter Boehlich Bereits in seinem frühen Roman "Murphy" schreibt Samuel Beckett über das Thema, das ihn zeit seines Lebens beschäftigen sollte - die Absurdität des menschlichen Strebens. Ein junger Ire verbringt nackt, gefesselt und bewegungslos Stunden in einem Schaukelstuhl, um den Zwängen allen irdischen Seins in mystischer Versenkung zu entgehen. Die Liebe zu einer Prostituierten scheitert an seiner Weigerung, sich dem Diktat der alltäglichen Notwendigkeiten zu unterwerfen. Er verdingt sich als Hilfspfleger in einer Irrenanstalt, wo er sich mit den Insassen verbrüdert. "Murphy" bricht radikal mit den Gesetzmässigkeiten und Sinnstiftungen des traditionellen Romans.
Das Buch ist, wie es an einer Stelle heisst, "sorgfältig darauf zugeschnitten, den gebildeten Leser zu verderben".
Rezension
Mit Murphy hat Backett seinen realistischsten und heitersten Roman geschrieben, ein Buch glänzender Ironie. Der Held scheitert bei dem Versuch, die völlige Ruhe jenseits alles Irdischen zu erlangen, und endet auf ihm sehr gemässe Weise in einem lächerlichen Tod. Damit ist bereits das Thema angeschlagen, das Backett immer wieder beschäftigt hat: der Zweifel an der Grösse und Vollkommenheit des Menschen. Walter Boehlich
Portrait
Beckett, Samuel
Samuel Beckett wurde am 13. April 1906 in Dublin geboren. In der irischen Hauptstadt verbrachte er seine Kindheit und Jugend. Am Trinity College studierte er Französisch, Italienisch und Neuere Literatur. Von 1928 an lehrte er zwei Jahre Englisch an der École Normale Supérieure in Paris. Während dieser Zeit lernte er James Joyce kennen, der seine Hinwendung zur Literatur entscheidend beeinflusste. Nach einer kurzen Rückkehr nach Irland lebte er von 1933 bis 1936 in London, wo er mit der Arbeit an 'Murphy' begann. Das Buch erschien 1938 in England.Nach ausgedehnten Reisen durch das nazistische Deutschland siedelte Beckett 1937 nach Paris über. Während des Krieges engagierte er sich in der Résistance. Sein Roman 'Molloy' (1951) war das erste Werk, das er in französischer Sprache verfasste. Mit 'Warten auf Godot', inzwischenzumvielleicht berühmtesten Theaterstück unseres Jahrhunderts avanciert, gelang ihm 1952 der internationale Durchbruch. 1969 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Beckett starb am 22. Dezember 1989 in Paris.
… weiterlesen
  • Artikelbild-0
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 219
Erscheinungsdatum 01.09.1994
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-13525-5
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19/11.3/2.2 cm
Gewicht 185 g
Auflage 24. Auflage, Neuausgabe
Übersetzer Elmar Tophoven
Verkaufsrang 57558
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
Fr. 12.90
Fr. 12.90
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
zzgl. Versandkosten
Versandfertig innert 1 - 2 Werktagen,  Kostenlose Lieferung ab Fr.  30 i
Versandfertig innert 1 - 2 Werktagen
Kostenlose Lieferung ab Fr.  30 i
In den Warenkorb
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?

Kundenbewertungen

Durchschnitt
1 Bewertungen
Übersicht
0
1
0
0
0

Findet Murphy!
von Zitronenblau am 19.08.2008

Murphy, dessen Physis von der Psyche abweicht, sucht und findet einen Job - fernab von seiner Dubliner Verehrerin - als Irrenpfleger in London, um seine sich prostituierende Geliebte zufrieden zu stellen und findet letztlich den lächerlichen Tod im Feuer. Seine Asche wird - nachdem verkippt - zusammen mit Erbrochenem in einer Ba... Murphy, dessen Physis von der Psyche abweicht, sucht und findet einen Job - fernab von seiner Dubliner Verehrerin - als Irrenpfleger in London, um seine sich prostituierende Geliebte zufrieden zu stellen und findet letztlich den lächerlichen Tod im Feuer. Seine Asche wird - nachdem verkippt - zusammen mit Erbrochenem in einer Bar weggefegt. Murphy erinnert etwas an den Sinologen Kien ("Die Blendung" von Elias Canetti), denn er ist etwas wirr. Die einen warten auf Godot, die anderen suchen Murphy - eine Odyssee - ulyssesartig wohl nach penelope'schen Vergleich und am Ende ist alles nur absurd. Ein typischer Beckett. Teilweise sehr kompliziert oder sinnfrei, denn die Tochter des Blutegels ist ein geschlossenes System - das Quantom ihres Mankos ist unveränderlich. Für mich ist dieses Buch zu reif, oder bin ich nur einfach nicht reif genug für dieses Buch. Eine Lesevergnügen beim Sich-Einlassen, beim Zu-Lassen - mit Humoreskem und Tragischem und Absurdem und für - was sonst - intellektuelle Verderbnis. Irgendwie genial und vom Autor (Verzeihung! Schriftsteller!)wohl auch gehasst!