Warenkorb
 

Unser Mann in Havanna

Roman


Ein unfreiwilliger Abenteurer

Ein Agent wider Willen im Havanna der späten Fünfziger Jahre



»Auf dem Schreibtisch lagen zwei Bücher - identische Exemplare von Lambs Shakespeare-Erzählungen. Auf einem Block, auf dem sich Hawthorne vermutlich Notizen für ihr Treffen gemacht hatte, stand: ›1. Gehalt. 2. Spesen. 3. Übermittlung. 4. Charles Lamb. 5. Tinte.‹ Er wollte eben den Lamb aufschlagen, als eine Stimme sagte: ›Hände hoch. Arriba los manos.‹ - ›Las manos‹, verbesserte Wormold.«

Liebevoll zeichnet Greene die Gestalt des Mr. Wormold und die seiner Freunde und Feinde. Der englische Kaufmann Wormold ist alles andere als ein Abenteurer. Er verkauft Staubsauger und möchte die Zukunft seiner extravaganten Tochter sichern. Der britische Geheimdienst sucht Agenten - und es ist für ihn eine vermeintlich sichere Geldquelle. Doch Wormold spielt mit dem Feuer.
Rezension
"Aus den bröckelnden, spätkapitalistischen Kulissen Kubas saugt der Autor, der selbst einschlägige Erfahrungen mit Undercover-Arbeit hatte, hochprozentigen literarischen Honig."
Die Rheinpfalz 23.08.2008
Portrait
Graham Greene wurde am 2. Oktober 1904 in Berkhampstead, Hertfordshire, geboren. Sein Grossonkel war der Autor der 'Schatzinsel', Robert Louis Stevenson. Da Greene der Sohn des örtlichen Schuldirektors war, behandelten seine Mitschüler ihn als Aussenseiter. Er entwickelte einen Hang zum Einzelgängertum, gegen den auch seine beiden Brüder nichts tun konnten. Nach Beendigung der Schule ging Greene nach Oxford und studierte am Balliol College Neuere Geschichte. Seine erste Anstellung war ein Redakteursposten bei der Times in London, danach fand er eine Stelle als Filmkritiker beim Spectator.

Die grossen Reisen, die er unternahm – u.a. nach Westafrika und Asien – wurden auch zum Fundus für seine schriftstellerische Tätigkeit. Ein entscheidender Schritt war 1934 sein Übertritt zum Katholizismus. Sein erster Roman, 'The Man Within' (1929, dt. 'Zwiespalt der Seele'), beschreibt bereits den Konflikt zwischen Gut und Böse, der im Zentrum von Graham Greenes Werk steht. Man findet ihn in den Kriminalgeschichten wie in den psychologisch ausgerichteten Romanen. Als 1940 'The Power and the Glory' (dt. 'Die Kraft und die Herrlichkeit') erschien, erhielt Greene dafür den Hawthorne-Preis. Viele halten es für sein vielleicht bestes Werk. Zweimal leitete er Verlage, Mitte der vierziger Jahre Eyre & Spottiswoode und Anfang der sechziger Jahre Bodley Head. Am 3. April 1991 starb Graham Greene in Genf. Er wurde mehrmals als heisser Kandidat für den Literatur-Nobelpreis gehandelt und zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts.
… weiterlesen
  • Artikelbild-0
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 01.07.1995
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-12034-0
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 18.9/11.9/2 cm
Gewicht 217 g
Originaltitel Our Man in Havana
Auflage 11. Auflage
Übersetzer Dietlind Kaiser
Verkaufsrang 24800
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
Fr. 14.90
Fr. 14.90
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
zzgl. Versandkosten
Versandfertig innert 1 - 2 Wochen,  Kostenlose Lieferung ab Fr.  30 i
Versandfertig innert 1 - 2 Wochen
Kostenlose Lieferung ab Fr.  30 i
In den Warenkorb
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?

Kundenbewertungen

Durchschnitt
2 Bewertungen
Übersicht
2
0
0
0
0

Gedrucktes Glück
von einer Kundin/einem Kunden am 21.01.2019

Wer Graham Greene liest, befindet sich immer in bester Gesellschaft. Die Lektüre seiner Romane ist unterhaltsam, kurzweilig, bisweilen tragisch, jedoch stets mit Greenes ganz eigenem Charme versehen, der einen in einen Zustand völliger Sorglosigkeit versetzt. Eben in eine Blase absolut großartiger „Unterhaltungsliteratur“, die e... Wer Graham Greene liest, befindet sich immer in bester Gesellschaft. Die Lektüre seiner Romane ist unterhaltsam, kurzweilig, bisweilen tragisch, jedoch stets mit Greenes ganz eigenem Charme versehen, der einen in einen Zustand völliger Sorglosigkeit versetzt. Eben in eine Blase absolut großartiger „Unterhaltungsliteratur“, die erst mit der letzten Seite platzt und selbst dann den Leser glücklich zurücklässt. Glücklich darüber, mal wieder mit einem auf nur wenigen Seiten fabelhaft ausgearbeiteten Plot die müßigen Stunden des Alltags verdrängt zu haben.

Wie im Film...
von Vera Politynski aus Augsburg am 17.12.2009

Eigentlich möchte Mr. Wormold, Staubsaugervertreter auf Kuba nur in Ruhe sein Geschäft führen. Doch der britische Geheimdienst lässt ihm einfach keine Ruhe. So kommts wie es kommen muss! Mr. Wormold verstrickt sich immer mehr in Haarsträubende Aussagen. Ob es ein Happy End gibt? Einfach lesen! Wer alte Schwarzweißfilme wie ... Eigentlich möchte Mr. Wormold, Staubsaugervertreter auf Kuba nur in Ruhe sein Geschäft führen. Doch der britische Geheimdienst lässt ihm einfach keine Ruhe. So kommts wie es kommen muss! Mr. Wormold verstrickt sich immer mehr in Haarsträubende Aussagen. Ob es ein Happy End gibt? Einfach lesen! Wer alte Schwarzweißfilme wie "Casablanca" liebt wird diese Buch genießen!