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Zorn - Tod und Regen / Hauptkommissar Claudius Zorn Bd.1

Thriller

Hauptkommissar Claudius Zorn Band 1

»Es dauerte drei Stunden, bis sie den Verstand verlor, und weitere zwei, bis sie endlich sterben durfte.«

Hauptkommissar Claudius Zorn und sein Kollege, der dicke Schröder, haben seit Jahren in keinem Mordfall mehr ermittelt. Aber nun überstürzen sich die Ereignisse: zwei Morde in kürzester Zeit – blutig, brutal, unerklärlich. Warum gibt ein Killer seinem Opfer Schmerzmittel, bevor er es quält? Zorn ist ratlos, Schröder schon mitten drin in den Ermittlungen. Und der Mörder hat noch nicht genug …

Der erste Fall für Zorn und Schröder

»Claudius Zorn und sein Kompagnon haben das Zeug dazu, Kultstatus zu erreichen.« krimi-couch.de

»Dieses Gespann hat Potenzial, oh ja.« Nordkurier

»Das Duo Zorn-Schröder hat das Zeug zu weiteren Folgen. Und bestimmt werden die beiden Ermittler irgendwann auch im Fernsehen auf Mörderjagd gehen.« hr4
Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 28.05.12
Stephan Ludwig ? ein neuer Stern am deutschen Krimi-Himmel. Ein Debütroman, der Eindruck hinterlässt. Mit Claudius Zorn ist Stephan Ludwig ein komplexer deutscher Kommissar gelungen, der weit weg ist vom gewöhnlichen Krimi-Kommissar. Die Kombination der Ermittler Zorn und Schröder bringt gute Reibungspunkte und Witz in die harte Handlung. Zorn wird der Leser auch verspüren, wenn das Buch zu Ende ist und er noch so lange auf den nächsten Fall warten muss.
Portrait
Stephan Ludwig arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Rundfunkproduzent. Er hat drei Töchter, einen Sohn und keine Katze.Zum Schreiben kam er durch eine zufällige Verkettung ungeplanter Umstände. Er lebt und raucht in Halle.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 365
Erscheinungsdatum 26.04.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-19305-9
Reihe Zorn 1
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 18.8/12.3/3 cm
Gewicht 329 g
Auflage 9. Auflage
Verkaufsrang 24385
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Zorn & Schröder = Ermittlertraumpaar ;)

Bianca Schiller, Buchhandlung Schaffhausen

Hier ist dem Autor ein echt super Thriller gelungen! Die beiden Ermittler Zorn (Chef) und Schröder (der Dicke - persönliche Anmerkung: ich LIEBE Schröder!) müssen sich hier nach einigen Jahren trostlosen Aktenalltags endlich ihrem ersten Mordfall stellen - und man darf gespannt sein, wie die beiden diesen zu lösen gedenken ;) Mir hats echt super gefallen, ein klasse sympathisches und absolut unkonventionelles Ermittlerteam und ein echt spannender Fall noch dazu. Die Leseprobe vom zweiten Fall hat mir schon den Mund wässrig gemacht...! Ich bin begeistert!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
94 Bewertungen
Übersicht
45
40
5
3
1

Zorn und Schröder
von einer Kundin/einem Kunden am 20.02.2018

Der faule Zorn und der dicke Schröder sind eingespielte Partner. Während Zorn auf den Feierabend wartet, arbeitet Schröder gut gelaunt. Der Fall, der auf sie zukommt ist verzwickt. Zorns Gedanken zu lesen und die oft witzigen Gespräche macht Spaß. Bis zum Schluss kannte ich den Täter nicht. Ich muss gleich den zweiten Fall lesen.

Klasse, dachte Zorn. Wir haben einen Fall.
von Mikka Liest aus Hilter am Teutoburger Wald am 17.12.2016

»Du musst die 'Zorn'-Reihe lesen!«, erzählen SIE mir seit Monaten mit schöner Regelmäßigkeit. »...muss ich?« »Unbedingt!« Dann folgen für gewöhnlich kleine Anekdoten über Stephan Ludwig, seine tollen Lesungen oder die amüsanten FB-Beiträge seines fiktiven Hauptkommissars. Der ist übrigens Kettenraucher, faul und mürrisch, u... »Du musst die 'Zorn'-Reihe lesen!«, erzählen SIE mir seit Monaten mit schöner Regelmäßigkeit. »...muss ich?« »Unbedingt!« Dann folgen für gewöhnlich kleine Anekdoten über Stephan Ludwig, seine tollen Lesungen oder die amüsanten FB-Beiträge seines fiktiven Hauptkommissars. Der ist übrigens Kettenraucher, faul und mürrisch, und trotzdem ein Hit bei den Frauen. Klasse. Bei mürrischen, faulen Kettenrauchern bin ich ja immer erstmal skeptisch. So rein aus Prinzip, weil mir von Zigarettenrauch schlecht wird. Aber SIE bestehen darauf, dass die Zorn-Krimis einfach verdammt guter Stoff sind, Zigaretten hin oder her. Wer SIE sind? Die Teilnehmerinnen des illustren Krimi-Lesekreises, den die Buchhandlung zwei Orte weiter einmal im Monat ausrichtet. Krimi-Expertinnen, sozusagen. Jaja. Schon gut. Ihr hattet ja recht. In meinen Augen ist das Buch eine gelungene Mischung aus Spannung, unerwarteten Wendungen, lebendigen Charakteren und einem trockenen, ein bisschen bösen Humor. Keines dieser Elemente alleine würde mehr als einen passablen Krimi abgeben, aber in der originellen Kombination ist die Geschichte unschlagbar und macht eine Menge Spaß, ist aber trotzdem was zum Miträtseln und Mitfiebern. Es gibt für einen Krimileser einerseits nichts Enttäuschenderes, als auf Seite 100 schon zu wissen, wer gemordet hat und warum, andererseits will man aber auch nicht das Gefühl haben, dass die Lösung vom Himmel gefallen ist. Insofern ist "Zorn" für mich ein gut konstruierter Krimi, denn im Rückblick sind die Hinweise alle da, beim Lesen konnte ich die Puzzleteilchen* jedoch bis zum Schluss nicht zu einem vollständigen Bild zusammensetzen. * Die Autokorrektur wollte gerade 'Leichenteilchen' daraus machen, ohne Scherz! Also: Spannend? Ja. Logisch? Auch. Und so nach und nach stellt sich die Geschichte als vielschichtiger heraus, als man am Anfang vermutet hätte. Die Gewalt ist brutaler, als ich erwartet hatte, bleibt aber meist (nicht immer!) eher angedeutet und wird nicht detailliert beschrieben. Das macht sie jedoch nicht weniger erschreckend und nimmt ihr auch nichts ihrer Bedeutung, und deswegen finde ich das auch verdammt gut geschrieben. Bei Formulierungen wie "kurz darauf barsten die Wände, der Wahnsinn stand brüllend im Raum, öffnete dem Horror die Tür" läuft es mir schon kalt den Rücken runter. Danach brauche ich keine detailliertere Beschreibung mehr als diese: "Und er hatte nicht nur das Messer, sondern andere, ebenso spitze, chromglänzende Werkzeuge. Und er benutzte sie alle. Es dauerte drei Stunden, bis sie den Verstand verlor, und weitere zwei, bis sie endlich sterben durfte." (Leichenteilchen? Als hätte die Autokorrektur es geahnt.) Der Schreibstil ist großartig, denn der Autor beherrscht die verschiedensten Tonarten. Eine Szene kann erschreckend und grausam sein, mit Beschreibungen voller Atmosphäre, und trotzdem irgendwie auch witzig - wobei einem das Lachen dann doch oft im Halse stecken bleibt. Was der Schreibstil jedenfalls nie ist, ist abgedroschen oder langweilig. Das Großartigste an diesem Buch sind für mich der Humor und die liebevoll beschriebenen Charaktere, allen voran der mürrische Zorn und sein fröhlicher Kollege Schröder. Zorn würde sich ja lieber ins Bein beißen als es zuzugeben, aber er hegt tatsächlich viel Zuneigung und später auch Bewunderung für den kleinen Mann. Während Zorn seine Arbeit hasst und faul seiner Rente entgegensicht, ist Schröder einer, der anpackt und den man niemals unterschätzen sollte, und das erkennt Zorn insgeheim widerwillig an. Die Zwei sind ein witziges, aber auch erstaunlich gut funktionierendes Ermittlerteam. Auch die anderen Charaktere fand ich gut und glaubhaft geschrieben, und der ein oder andere enthüllt im Laufe des Buches unerwartete Seiten. Zitat: "»Keine Leiche?«, fragte er über die Schulter, betrat den Fahrstuhl und drückte, ohne auf Schröder zu warten, den Knopf für die oberste Etage. »Nichts, Chef.« Zorn schwieg. Leise surrend fuhr der Fahrstuhl nach oben, und da Schröder die Stille in dem engen Raum zunehmend unangenehm wurde, meinte er nach kurzem Überlegen: »Keine Spur. Nix.« Zorn schwieg noch immer. »Niente!«, sagte Schröder. Ab und zu verspürte er das unerklärliche Bedürfnis, mit seinen Fremdsprachenkenntnissen zu protzen, und fügte deshalb hinzu: »Nothing, Chef!« Zorn hob die Augenbraue. »Nada!«, ergänzte Schröder. »Pling!«, erwiderte der Fahrstuhl. »Nitschewo!«, sagte Schröder. Die Türen öffneten sich. »Ein einfaches Nein hätte genügt«, brummte Zorn und wappnete sich innerlich gegen seinen ersten Gegner." Was ich übrigens erfrischend fand: in vielen Krimi-Reihen könnte man den Eindruck gewinnen, die Stadt, in der sie spielen, müsse bestimmt bald aussterben, weil die Ermittler am laufenden Band Mordfälle bearbeiten. Dabei gab es im Jahr 2015 in ganz Deutschland 296 Mordfälle - da kann man sich ja ausrechnen, dass nicht auf jeden Ermittler in jeder Stadt eine Leiche pro Woche kommt. Und so denkt Claudius Zorn hier auch ganz realistisch darüber nach, dass er seit drei Jahren keinen Mordfall mehr bearbeitet hat! Fazit: Die Mitglieder unseres Krimi-Lesekreises empfehlen mir die "Zorn"-Reihe seit Monaten. Immer wieder. Unermüdlich. Und jetzt weiß ich auch, warum: Hauptkommissar Zorn ist mürrisch, faul, Kettenraucher, eitel, angeberisch - und auf skurrile Art sympathisch und witzig. Dazu gesellt sich sein Kollege, der kleine, dicke, immer gut gelaunte Schröder, der in einigen Szenen zeigt, dass auch die Schröders dieser Welt wahre Helden sein können. Zusammen ermittelt das ungleiche Team in einem Mordfall, der sich als zunehmend verschachtelt und kompliziert erweist, und das kann in einem Satz noch zum Schreien komisch sein und im nächsten gruselig und spannend. Gut geschrieben, gut konstruiert und definitiv was ganz Eigenes, von dem ich jetzt alle Bände lesen will. Ich kann mich meinen "Kolleginnen" vom Krimi-Lesekreis nur anschließen: Daumen hoch!

Ein kultiges Ermittlerteam
von Igelmanu66 aus Mülheim am 15.01.2016

»Sie sollten wissen, dass ich nicht krank bin. … Ich bin nicht krank, also nicht verrückt – jedenfalls nicht verrückter als jeder andere. … Sie und ich, wir beide sind jetzt hier. Und sie müssen wissen, dass Sie in meinen Augen überhaupt keine Schuld tragen an dieser Situation. Sie können wirklich nichts dafür … für Ihren schmer... »Sie sollten wissen, dass ich nicht krank bin. … Ich bin nicht krank, also nicht verrückt – jedenfalls nicht verrückter als jeder andere. … Sie und ich, wir beide sind jetzt hier. Und sie müssen wissen, dass Sie in meinen Augen überhaupt keine Schuld tragen an dieser Situation. Sie können wirklich nichts dafür … für Ihren schmerzvollen vorzeitigen Tod.« Ich weiß ja nicht, wie andere das empfinden – aber ich hatte an dieser Stelle schon meine Zweifel, ob der gute Mann geistig wirklich vollkommen gesund ist. Zumal wenn man berücksichtigt, was er anschließend mit seinem Opfer anstellt… Hauptkommissar Zorn und sein Kollege Schröder bearbeiten gewöhnlich „mittelmäßige Fälle in einer mitteldeutschen Großstadt“. In dieser Stadt, die schon lange keinen Mord mehr erlebt hat, geht plötzlich ein Killer um, der seine Opfer auf grausame und überaus blutige Art tötet. Ein kniffliger Fall für die beiden Ermittler, der immer mehr zu eskalieren scheint… Dieser Krimi lebt durch seine Charaktere. Zorn und Schröder sind zwei Typen, wie sie gegensätzlicher kaum sein könnten. Zorn ist eitel, arrogant, faul und aggressiv. Wo eben möglich, drückt er sich vor der Arbeit – dafür hat er schließlich Schröder. Der wiederum ist ein überaus freundlicher Mensch, der sich in seine Arbeit richtig reinkniet, mit hoher Intelligenz punktet und Zorns Ausbrüche gutmütig erträgt. Noch mehr Unterschiede gefällig? Zorn ist groß und hat eine sportliche Figur. Schröder ist klein und moppelig. Zorn raucht Kette, Schröder ist überzeugter Nichtraucher. Man fragt sich, was die beiden eigentlich verbindet. Letztlich ist Zorns Charakter aber so angelegt, dass er mir trotz aller Mängel irgendwie sympathisch erschien. Außerdem drängt sich natürlich die Vermutung mit der harten Schale und dem vielleicht doch irgendwo vorhandenen weichen Kern auf. Ob sich das noch bestätigen wird? Tja, und Schröder hatte ich sofort ins Herz geschlossen. Die Wortgefechte zwischen den beiden sind wirklicher Kult und überaus spaßig. Der Fall selber ist blutig, interessant angelegt und entwickelt sich spannend. Was den Täter angeht, hatte ich zwar den richtigen in Verdacht, konnte dies aber nicht begründen. Die diversen Fragen nach dem Warum und dem Wie werden wirklich erst gegen Schluss klar. Fazit: Dem Autor gelingt mit diesem Krimi eine tolle Mischung zwischen Spannung und Humor. Es fehlt weder an Elementen, die einen guten Krimi würzen noch an wirklich lustigen Stellen, über die ich herzhaft lachen konnte. Ich freue mich, dass diesem ersten Fall für Zorn und Schröder bereits vier weitere gefolgt sind – ich werde gleich weiterlesen :) »Ich bin Bulle, ich darf das.«