Namenkunde und Namengeschichte

Eine Einführung

Grundlagen der Germanistik Band 51

Friedhelm Debus

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Beschreibung

Jeder Mensch trägt einen bzw. mehrere (Eigen-)Namen, er ist umgeben von einer bunten Namenwelt. Neben den bereits bestehenden Namen kommen stetig neue hinzu. Doch was "bedeuten" alle diese Namen? Welche Motive spielen und spielten bei der Namengebung eine Rolle, und wie werden Namen im Alltag gebraucht?
Das vorliegende Werk widmet sich anhand zahlreicher Beispiele systematisch diesem Bereich, nachdem grundsätzliche Fragen z.B. zur umstrittenen Namenklassifikation und -terminologie diskutiert wurden. Im zentralen Kapitel geht es synchronisch und diachronisch um die verschiedenen Namenarten, im einzelnen um die Personennamen (Vor-, Familien-, Stammes-, Völker-, Ländernamen bis hin zu den Pseudonymen); es geht um die Ortsnamen (Siedlungs-, Flur-, Landschaftsnamen), Tier-, Institutions- und Warennamen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Behandlung der literarischen Namen.
Zahlreiche Abbildungen, Karten, Tabellen und Beispiele, hervorgehobene Zentralbegriffe im Text, Zusammenfassungen und weiterführende Literaturangaben geben nützliche Hilfen. Der Band bietet Studenten wie auch namenkundlich Interessierten und Forschenden verschiedener Fachrichtungen nicht nur eine theoretisch und praktisch orientierte Einführung in eine weit verzweigte Disziplin, sondern es werden auch Anregungen für weitergehende Untersuchungen gegeben.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 280
Erscheinungsdatum 11.07.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-503-13718-3
Verlag Schmidt, Erich
Maße (L/B/H) 21/14.4/2.2 cm
Gewicht 365 g
Abbildungen mit zahlreichen Abbildungen, Tabellen und einem Anhang mit vierfarbigen Karten

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Eine Einführung, die keine Wünsche offen lässt
von Brigitte Ecker BA aus Wien am 24.08.2012

Der Band bietet eine theoretische und praktische Einführung in die Namenkunde sowie eine Grundlage für weitergehende Untersuchungen. Struktur - Einführung o Bedeutung des Namens für die Menschen o Geschichtlicher Aussagewert o Forschungsgeschichte - Namenarten, Klassifikation, Terminologie - Name als sprachliches Zeichen ... Der Band bietet eine theoretische und praktische Einführung in die Namenkunde sowie eine Grundlage für weitergehende Untersuchungen. Struktur - Einführung o Bedeutung des Namens für die Menschen o Geschichtlicher Aussagewert o Forschungsgeschichte - Namenarten, Klassifikation, Terminologie - Name als sprachliches Zeichen o Name und Welt (Formales, Inhaltliches, Phonisch-graphische Merkmale, Morphologie, Syntax, Semantik, Deonymisierung, Übersetzung, Namenrecht) o Namensammlung (Quellen, Quellenkritik, Belegpräsentation) o Namenanalyse (Etymologie, Psychologie, Pragmatik, Soziologie, Geographie, Textologie) - Namenarten o Ruf-/Vornamen germanisch-deutscher und fremder Herkunft o Zu-/Nachnamen germanisch-deutscher und fremder Herkunft inkl. Bei- und Familiennamen o Namen der Juden o Stammes-, Völker- und Ländernamen o Ortsnamen/Toponyme (Siedlungs- und Flurnamen, Entstehung und Alter, diachronische, diatopische und diastratische Perspektive, Vordeutsche und deutsche Namenschichten, synchronische Perspektive, Landschaftsnamen o Tiernamen/Zoonyme, Institutionennamen/Institutionyme, Warennamen/Chrematonyme, Pflanzennamen/Phytonyme, Himmelskörpername/Astronyme, Naturereignisnamen/Phänomenyme, Zeitereignisnamen/Chrononyme, Kunstwerknamen/Artionyme) - Literarische Namen/Poetonyme - Schlussbetrachtung - Abkürzungsverzeichnis - Fachzeitschriften, Reihen, Sammelwerke - Sehr ausführliches Literaturverzeichnis - Sachregister - Farbige Karten (zumeist in den heutigen Grenzen der BRD) Einziger Schwachpunkt ist, dass ein zu kleiner Schriftgrad gewählt wurde und der Kontrast bei den grau unterlegten Stellen zu gering gewählt wurde. Informative Grafiken(zum Teil farbig) und Tabellen ergänzen den Text. Zusammenfassungen sind farbig unterlegt. Begriffe werden fett oder kursiv gedruckt. Der Autor bemüht sich um Verständlichkeit, Kenntnisse auf dem Niveau des Grundstudiums der Germanistik oder zumindest der Deutschmatura/des Deutsch-Abiturs sind jedoch erforderlich. Der Autor wendet sich primär an Germanisten, das Buch bietet aber auch für Studierende und WissenschaftlerInnen der allgemeinen Sprachwissenschaft, der Indogermanistik, Keltologie, Romanistik, Klassischen Philologie, Slawistik, Finnougristik, Hebraistik/Judaistik, Anglistik, Nederlandistik, Baltistik, Turkologie, Geschichte, Volkskunde, Geographie, Psychologie und Soziologie nützliche Informationen. Sehr positiv hervorzuheben sind die Zusammenfassungen und das sehr ausführliche Literaturverzeichnis. Obwohl ich in meinem Bachelorstudium als Wahlfach Germanistik belegt habe und im Masterstudium eine Lehrveranstaltung über Indogermanistik besucht habe, habe ich sehr viel Neues erfahren. Ich kann dieses Buch daher nur bestens empfehlen.

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