Thomas Manns Geisterbaron

Leben und Werk des Freiherrn Albert von Schrenck-Notzing

Manfred Dierks

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Beschreibung

Der Münchener Psychotherapeut und Mediziner Albert von Schrenck-Notzing war ein reicher, fanatischer Aussenseiter, der sich in seinem Palais ein okkultistisches Labor eingerichtet hatte. Dort veranstaltete er Séancen, die auch Persönlichkeiten seiner Zeit wie Thomas Mann anzogen. Die dabei präsentierten Medien erzeugten den konkreten Eindruck, sie würden mit psychischer Energie menschliche Gliedmassen produzieren. Dieses Phänomen stiess sowohl auf heftige Ablehnung als auch auf Faszination – so hatte Thomas Mann »nicht den Schatten eines Zweifels« an der okkulten Echtheit der Materialisation, die er sah.

Seine Karriere hatte Schrenck-Notzing als einer der ersten Sexualmediziner fortschrittlich begonnen. Er arbeitete mit Hypnose und Suggestion und stand als bedeutende Figur in der Geschichte der Tiefenpsychologie in Kontakt mit Charcot, Freud und den okkultistisch interessierten Psychiatern Bleuler und C. G. Jung. Somit bildet die Geschichte um den »Geisterbaron« ein Sonderkapitel der Moderne – strikt nach den Quellen, aber als lebendige Erzählung dargeboten.

Manfred Dierks, geb. 1936 in Leipzig, Studium der Germanistik, Philosophie und Anglistik in Berlin, London, Zürich und Freiburg. Trampreisen durch Europa und Nordafrika u. Seefahrt (Ägypten, Ceylon, Indien, Pakistan). 1984 Prof. für Literaturwissenschaft an der Uni Oldenburg, Neben den wissenschaftlichen Büchern auch Romane.

»Dass sich Dierks auch da nicht vorschnell über ›Thomas Manns Geisterbaron‹ lustig macht, wo Schrenck-Notzing zum Opfer seiner pseudowissenschaftlichen Phantasmen wurde, macht die kenntnisreiche und mit dem Einfühlungsvermögen und Rüstzeug eines Romanciers geschriebene Darstellung sympathisch.«
Oliver Pfohlmann, Neue Zürcher Zeitung am 15. August 2012

»Der Literaturwissenschaftler und ehemalige stellvertretende Vorsitzende der Thomas-Mann-Gesellschaft ordnet Schrenck-Notzing souverän in den literatur-, wissenschafts- und zeithistorischen Kontext ein und widmet selbst Randfiguren luzide Portraits.«
Martin Halter im Tages-Anzeiger vom 20. August 2012

»Besonders lesenswert sind Biografien, wenn sie über das Subjekt der Beschreibung hinaus ein Porträt der Epoche zeichnen. Das ist Manfred Dierks mit seinem Buch über ›Thomas Manns Geisterbaron‹ gelungen.«
Jürgen Feldhoff, Lübecker Nachrichten am 25. Mai 2012

»Eine unterhaltsame und gelehrte Biografie, die den Leser fesselt und zugleich mitnimmt auf eine okkulte Reise ins Geisterhafte.«
F. W. Schmitt, Gnostika Mai 2012

»So skurril manche Begebenheiten auch anmuten mögen, so ernsthaft treffend ist dem Biografen Manfred Dierks die Beschreibung der geistigen Strömungen zur Zeit der vorletzten Jahrhundertwende gelungen.«
Hildegard Przybyla, Unser Lübeck am 2. Juni 2012

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 01.04.2012
Verlag Psychosozial
Seitenzahl 380
Maße (L/B/H) 21.7/15.1/3 cm
Gewicht 550 g
Reihe Imago
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89806-811-6

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  • Inhalt

    Oldenburg

    München

    Die Hypnose kehrt zurück

    Der Hypnotismus als Wissenschaft

    Familienangelegenheiten (1)

    Umerziehung der Homosexuellen

    Konzepte des Unbewussten

    Strenge Empirie

    Familienangelegenheiten (2)

    Hypnose vor Gericht: Prozess Czynski

    Thomas Mann in München

    Münchener Jahre: 1894–1898

    Die Traumtänzerin Magdeleine

    Keine Furcht vor dem Reichtum

    Materialisations-Phänomene

    Der Donnerschlag

    Nachkrieg und Weltveränderung

    Offensive

    Krieg und Frieden: 1925–1929

    Anhang
    - Abkürzungen
    - Abbildungen
    - Archivalien
    - Literatur
    - Personenverzeichnis