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Krieg der Sänger

Roman

Robert Löhr

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Beschreibung

Auf der Wartburg versammeln sich an den Weihnachtstagen 1206 die sechs bedeutendsten Dichter deutscher Zunge. Was als friedlicher Sängergipfel in Zeiten des Bürgerkriegs geplant war, artet aus in gegenseitige Provokationen und Streitereien - und endet mit dem Vorhaben, einen Wettstreit auf Leben und Tod durchzuführen: Wolfram von Eschenbachs Parzival gegen das Nibelungenlied Heinrichs von Ofterdingen und die Minnelieder Walthers von der Vogelweide. Aber es ist ein Spiel mit gezinkten Karten: Absprachen werden getroffen, Intrigen geschmiedet, Menschen verschwinden auf unerklärliche Weise von der verschneiten Burg. Ausgerechnet der jüngste und unbegabteste der Sänger nimmt es auf sich, Licht ins Dunkel zu bringen. Denn auch er muss entscheiden, auf wessen Seite er sich schlägt in diesem Krieg der Sänger.

»Tragikomisch, düster, drastisch und sehr unterhaltsam.«, Neues Deutschland, 25.10.2012

Robert Löhr, geboren 1973, ausgebildeter Journalist und Drehbuchautor, lebt in seiner Geburtsstadt Berlin. Neben zahlreichen Filmskripten und Theaterstücken verfasste er die Romane »Der Schachautomat«, »Das Erlkönig-Manöver« , »Das Hamlet-Komplott«, »Krieg der Sänger« und »Erika Mustermann«. Seine Bücher sind in 25 Sprachen übersetzt.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 256 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 12.03.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783492955195
Verlag Piper
Dateigröße 3840 KB

Kundenbewertungen

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Sechs Sänger - nur fünf werden überleben!
von einer Kundin/einem Kunden am 06.04.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Robert Löhr haucht dem sagenumwobenen Sängerwettstreit auf der Wartburg um 1200 nach Christus Leben ein. Allein schon seine Einleitung ist grandios: Luther, der mehr als 200 Jahre später selbst in einem kleinen Zimmerchen auf der Wartburg an seiner Bibelübersetzung schreibt, glaubt ob der Einsamkeit langsam verrückt zu werden, d... Robert Löhr haucht dem sagenumwobenen Sängerwettstreit auf der Wartburg um 1200 nach Christus Leben ein. Allein schon seine Einleitung ist grandios: Luther, der mehr als 200 Jahre später selbst in einem kleinen Zimmerchen auf der Wartburg an seiner Bibelübersetzung schreibt, glaubt ob der Einsamkeit langsam verrückt zu werden, denn eines Nachts bekommt er Besuch vom Teufel. Der Teufel versucht Luther davon zu überzeugen, dass die sechs Wettstreiter des Sängerkrieges zu denen keine geringeren als Wolfram von Eschenbach, Heinrich von Ofterdingen und Walther von der Vogelweide gehörten, alles andere als ehrbare, mutige Männer gewesen seien. Intrigen und Verschwörungen seien damals auf der Wartburg geschmiedet worden, so der Teufel, doch Luther will ihm nicht glauben und lässt sich die ganze Geschichte erzählen. Dieser historische Roman nimmt sich selbst nicht ganz so ernst. Die Geschichte ist spannend erzählt, durch viele punktierte, lustige Dialoge aufgelockert und alles andere als langweilig. Dadurch, dass der Erzählstoff mehr eine Sage als ein verbürgtes historisches Ereignis ist, bleibt dem Autor viel Freiraum, den er sehr fantasievoll und geschickt nutzt..

Leider ohne Liedtexte ;)
von Lisa Laqua M. A. aus Berlin am 02.01.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Das Buch “Krieg der Sänger” von dem Berliner Robert Löhr hat mir viel Freude bereitet. Die gebundene Ausgabe von Piper kommt mit einem netten, dezenten Buchumschlag und einem Lesebändchen daher. In den Vorsätzen ist der Grundriss der Wartburg abgebildet und damit ist man schon im Geschehen der Handlung. Es geht um den Sänge... Das Buch “Krieg der Sänger” von dem Berliner Robert Löhr hat mir viel Freude bereitet. Die gebundene Ausgabe von Piper kommt mit einem netten, dezenten Buchumschlag und einem Lesebändchen daher. In den Vorsätzen ist der Grundriss der Wartburg abgebildet und damit ist man schon im Geschehen der Handlung. Es geht um den Sängerkrieg Anfang des 13. Jahrhunderts, einem Spektakel, das die berühmtesten Lyriker der Zeit, wie Walther von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach, in einem Wettstreit um Leben und Tod zusammenkommen lässt. Die ursprüngliche Sage gibt es in verschiedenen Versionen, aus verschiedenen Zeiten und mit verschiedenen Darstellern. Erzählt wird der Sängerkrieg hier vom Teufel selbst, der einige Jahrhunderte später mit keinem geringeren als Martin Luther in einem der Räume der Wartburg sitzt und versucht, ihn davon abzuhalten, die Bibel in die deutsche Sprache zu übersetzen, indem er ihn von der Bosheit des Menschen überzeugen will. Er prophezeit Luther sogar die Folgen, die seine Arbeit haben wird. Doch wir alle wissen, wie es ausging – Luther ließ sich nicht von der Geschichte beeinflussen und setzte sein Werk fort, denn die Geschichte um den Sängerkrieg handelt nicht nur von Gewalt und Schrecken, sondern auch von Mut und Entschlusskraft. Robert Löhr hat, meiner Meinung nach, ein gutes Mittelmaß zwischen Mythos und Realität gefunden, mit z.T. witzigen Anekdoten zu den einzelnen Darstellern und gut durchdachten Charakterzügen. quatspreche.wordpress.com

Intrigante Recken!
von einer Kundin/einem Kunden am 31.07.2013
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Von wegen Ruhm und Ehre, holde Minne! Es ist ein ziemlich abgewrackter Haufen alter Kerle, der sich da kurz vor Weihnachten auf der Wartburg einfindet, alle müde, zurückgekehrt vom letzten Kreuzzug, und die Häme und der Spott, die der Ofterdingen im ganzen Land über den wankelmütigen Burgherren verbreitet hat, sind vergeben und ... Von wegen Ruhm und Ehre, holde Minne! Es ist ein ziemlich abgewrackter Haufen alter Kerle, der sich da kurz vor Weihnachten auf der Wartburg einfindet, alle müde, zurückgekehrt vom letzten Kreuzzug, und die Häme und der Spott, die der Ofterdingen im ganzen Land über den wankelmütigen Burgherren verbreitet hat, sind vergeben und vergessen. Oder nicht? Die Tage sind kurz und die Nächte lang, kalt und unheimlich, und morgens fehlt der ein oder andere - hat sie die Wilde Horde aus den Hörselbergen geholt? Freche Idee: Löhr lässt den Teufel die Geschichte erzählen, um Luther in seiner Schreibstube 300 Jahre später zu beweisen, dass Worte töten können...er soll das mit der Bibelübersetzung sein lassen. Was dann passiert, ist hinlänglich bekannt - Luther greift zum Tintenfaß! Ein toller Schmöker, jetzt auch als Taschenbuch!

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