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Der Muschelsammler

Erzählungen

Anthony Doerr

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Beschreibung

Ein blinder Muschelsammler an der Küste Kenias entdeckt die wunderbaren Heilkräfte einer hochgiftigen Meeresschnecke. Touristen fangen einen Karpfen, der so gross ist, dass man ihn nicht fotografieren kann. Die Frau eines Jägers kann die Traumbilder der Tiere nacherleben, wenn sie sie berührt. Doerr entwirft eine weite und reiche Natur- und Seelenlandschaft, die etwas Magisches besitzt.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 13.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-73398-9
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18.7/11.8/2.3 cm
Gewicht 237 g
Originaltitel The Shell Collector
Abbildungen schwarz-weiss Illustrationen
Übersetzer Barbara Rojahn-Deyk
Verkaufsrang 18918

Kundenbewertungen

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Lebensgeschichten mit unterschiedlichen Sehnsüchten
von Deidree C. aus Altmünster am 07.04.2019

Anthony Doerr gibt uns mit „Der Muschelsammler“ acht unterschiedlich lange Erzählungen in die Hand. Wir bewegen uns auf verschiedenen Kontinenten, in unterschiedlichen Kulturen. Die Protagonisten müssen meist mit größeren Veränderungen in ihrem Leben klarkommen. Funktioniert das ohne Probleme? Zerbrechen sie daran? Doch bei eini... Anthony Doerr gibt uns mit „Der Muschelsammler“ acht unterschiedlich lange Erzählungen in die Hand. Wir bewegen uns auf verschiedenen Kontinenten, in unterschiedlichen Kulturen. Die Protagonisten müssen meist mit größeren Veränderungen in ihrem Leben klarkommen. Funktioniert das ohne Probleme? Zerbrechen sie daran? Doch bei einigen scheint das Ende mehr als offen - zumindest für mich. Mein Favorit der Erzählungen ist „Mkondo“. Zitat: „Mkondo ist das Strömen, Fließen, Laufen ……… zB. Strom, Zug; das Kielwasser eines Schiffes; eine Spur; das Laufen eines Tieres.“ Hier sehr passend für die Protagonistin Naima. Sie läuft und läuft. Wohin? Vor etwas davon? Etwas nach? Ist sie auf der Suche nach dem Sinn im Leben? Kann Ward ihr Leben bereichern, oder engt er sie ein? Lauter Fragen die im Zuge der Erzählung aufgegriffen und meiner Meinung nach gut beleuchtet werden. Auch hier bewegen wir uns auf zwei Kontinenten und sehen die Kulturunterschiede und die Schwierigkeiten der Menschen mit einer Umstellung. Der Schreibstil hat für mich ab und zu etwas zu lange Schachtelsätze. Doch grundsätzlich gefallen mir die Beschreibungen der Personen und Lebensumstände. Gewöhnungsbedürftig war am Beginn des Buches auch die hohe Zeilenanzahl pro Seite. Nach den ersten Erzählungen wurde dies zwar nicht mehr so störend empfunden. Zum Cover ist zu sagen, dass es wirklich treffend gewählt ist. In jeder der Erzählungen schwingt Sehnsucht als ein Thema mit. Genau das vermittelt mir dieses einsame Boot auf dem Meer. Sehnsucht – wonach auch immer.

wunderschöne Sprache
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 30.03.2017

Von Anthony Doerr kannte ich bis jetzt das Buch „Alles Licht, das wir nicht sehen“ für das er berechtigter Weise den Pulizerpreis bekommen hat und Memory Wall, eine kleine Novelle, die mich gefesselt und begeistert hat und die mich in ihrer Kraft und Intensivität, aber auch in ihrer Wortgewaltigkeit und Sprachfreude sehr an sein... Von Anthony Doerr kannte ich bis jetzt das Buch „Alles Licht, das wir nicht sehen“ für das er berechtigter Weise den Pulizerpreis bekommen hat und Memory Wall, eine kleine Novelle, die mich gefesselt und begeistert hat und die mich in ihrer Kraft und Intensivität, aber auch in ihrer Wortgewaltigkeit und Sprachfreude sehr an sein Erstlingswerk, die Geschichtensammlung „Der Muschelsammler“ erinnert, die jetzt neu aufgelegt wurde und die ich jetzt endlich nachgeholt habe, da mir dieser tolle Autor damals noch durch die Lappen gegangen ist und ich ihn erst später für mich entdeckt habe. Es handelt sich um 8 unterschiedlich lange Erzählungen, die, obwohl sie oberflächlich gesehen nicht zusammenhängen und auch vom Stil her immer etwas anders erzählt werden, so doch eines gemeinsam haben… sie überraschen den Leser mit Menschen, die normal und durchschnittlich scheinen und dann doch ungewöhnlich sind, so wie jeder Charakter und jeder Mensch etwas Einzigartiges hat – sei es eine Eigenschaft oder Eigenart oder ein bemerkenswertes Erlebnis – so sind sie doch auch sehr nah dran an der Wirklichkeit und in Kleinigkeiten findet man sich als Leser oft wieder und kann vieles nachempfinden, was die Protagonisten erleben. Die Beschreibungen sind wunderschön und so voller Leben und Weisheit, dass es mich gar nicht wundert, dass schon sein Erstlingsbuch viele Leser überzeugt hat. Ich bin wirklich kein Fan von Geschichtensammlungen und bei Doerr geht es mir noch mehr so, dass mir die Erzählungen viel zu kurz sind und ich mehr über die Darsteller und ihr Leben erfahren hätte wollen. Diese Unzufriedenheit zeugt aber in Doerr‘s Fall vor allem davon, dass ich von seiner Fabulierfreude und seiner Erzählkunst einfach wieder voll und ganz begeistert war und dem kleinen Büchlein nur meine unbedingte Leseempfehlung aussprechen kann.

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Ausdrucksstark, sensibel. Beängstigend schön. Von flüchtigen Augenblicken und ewigen Kämpfen. Doerr beherrscht das große wie das kleine Format, ist ein magischer Erzähler.


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