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Reclam Bibliothek Band 10880

Walther von der Vogelweide

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Beschreibung

Von Walther von der Vogelweide als dem grössten Lyriker vor Goethe zu sprechen ist nicht falsch. (Es gibt auch Leute, die ihn gern mit Paul McCartney vergleichen würden.) Aber den Lyrikliebhabern ist Walther in der Zwischenzeit verloren gegangen, man erinnert sich allenfalls dunkel an »Ich saz uf eime steine«, vielleicht schon nicht mehr an »Owe war sint verswunden alle mine jar«. Denkt noch jemand daran, was »Under der linden« geschah? Unter den Linden würde es zum Skandal. Diese Auswahl von Walthers besten Liebesliedern sowie seinen politischen, zeitkritischen und satirischen Gedichten will der Erinnerung aufhelfen, und zwar mit nach den Handschriften neu edierten Texten, neuen Übersetzungen und knappen, das Verständnis erleichternden Kommentaren. Leichter ist es noch nie gewesen, Walther kennenzulernen. Tanderadei!

Walther von der Vogelweide, um 1170 - um 1230. Nach eigener Angabe lernte W. in Österreich singen unde sagen. Über Geburtsort und Stand gibt es keine sicheren Angaben; ungeklärt ist, ob sein Beiname Herkunfts- oder Künstlername ist. Bis 1198 war er dem Hof des Babenberger Herzogs Friedrich I. in Wien verbunden; nach dem Tod seines Gönners verliess er Wien und hielt sich - wie sich aus seiner Sangspruchdichtung schliessen lässt - an den Höfen des Stauferkönigs Philipp (1198- 1201) und des Welfen Otto IV. (1212/13) sowie im Umkreis Kaiser Friedrichs II. (ab etwa 1213), dem er in einem Spruch um 1220 für ein Lehen dankte, und verschiedener Fürsten- und Adelshöfe (z. B. bei Hermann v. Thüringen) auf. Der einzige sichere ausserliterarische Beleg zeigt ihn in der Umgebung des Bischofs von Passau, Wolfger v. Erla, der Walthero cantori de Vogelweide am 12. 11. 1203 bei Zeiselmauer (in der Nähe Wiens) fünf grosse Schillinge für einen Pelzrock auszahlte. Nach einer Notiz in einer Handschrift des 14. Jh.s soll W. im Kreuzgang des Würzburger Stifts Neumünster begraben sein. W. war bereits im Mittelalter als grösster dt. Minnesänger und Sangspruchdichter anerkannt. Er führte die Spruchdichtung an das formale Niveau des Minnesangs heran, erweiterte das traditionelle moralisch-didaktische Themenspektrum und machte dabei die Spruchdichtung zu einem Medium der Diskussion aktueller politischer Fragen und der grundsätzlichen politischen Orientierung (z. B. in den 'Reichstonsprüchen ') sowie z. T. ätzender politischer (z. B. antipäpstlicher) wie persönlicher Polemik und Satire. Als Minnesänger begann er - etwa um 1190 - im Stil Reinmars und der Hohen Minne; er löste sich jedoch bald von dieser Konzeption - sichtbar etwa in der so genannten 'Walther-Reinmar-Fehde' - und erprobte Auswege aus den stereotyp gewordenen Situationen der klagenden Minne. Er setzte dem Konzept der einseitigen Liebe (und dem ästhetisierenden Leiden Reinmars) die Forderung nach (möglicher) Gegenseitigkeit der Liebe entgegen, wobei die Skala von Liedern mit Anklängen an die Pastourelle und ihrer Darstellung der Liebe zu einer sozial nicht ausgezeichneten Frau in einer idyllischen Natur bis zu Liedern der eine 'Herrin' verehrenden 'Hohen Minne' reicht. Darüber hinaus gibt es differenzierende Lieder, die in der höfischen Sphäre bleiben, doch den Begriff Frau (wîp) über den Standesbegriff Herrin (frouwe) stellen und ein liebendes Entgegenkommen möglich erscheinen lassen. Eine 'Entwicklung' wird man trotz der verschiedenen Akzentuierung des Liebesthemas kaum annehmen können. Neben den Liebesliedern stehen Klagen über den Verfall rechter höfischer Kunst und Lieder mit religiöser Thematik, die v. a. dem Spätwerk angehören, darunter ein streng sakraler Marienleich, Lieder mit Kreuzzugsmotiven, Lieder des Rückblicks, Gedichte der Weltabsage.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Horst Brunner
Seitenzahl 316
Erscheinungsdatum 01.10.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-15-010880-2
Verlag Reclam, Philipp
Maße (L/B/H) 19.4/12.9/2.8 cm
Gewicht 400 g
Übersetzer Horst Brunner

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  • Vorwort
    Verzeichnis der Handschriften und der Handschriftensiglen
    Zeittafel

    Sangsprüche
    Sprüche für und an König Philipp von Schwaben
    Sprüche an Kaiser Otto IV.
    Sprüche gegen Papst Innozenz III. und den Klerus
    Sprüche an und für Kaiser Friedrich II.
    Sprüche an und über Fürsten
    Persönliches
    Religiöse und lehrhafte Sprüche

    Lieder
    Liebeslieder
    Das Preislied
    Liebe, höfische Kultur, Zeitkritik
    Winter- und Sommerlieder, scherzhafte und erotische Lieder
    Auseinandersetzungen mit Dichterkollegen
    Kreuzzugslieder
    Späte Lieder
    Lesarten

    Anhang
    Zu dieser Ausgabe
    Textarten
    Zu den Melodien
    Kommentar
    Literaturverzeichnis
    Nachwort
    Alphabetisches Verzeichnis der Strophenanfänge
    Konkordanz der Liednummern in den Ausgaben Brunner und Lachmann