Shaft

Stirling Silliphant, George Kennedy, Ava Gardner Richard Roundtree, Moses Gunn, Charles Cioffi, Christopher St. John

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Film (Blu-ray)
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Beschreibung

Mit diesem Film wurde eine Legende geboren: Shaft! Stolz, stark, ultracool. In Harlem soll Detektiv John Shaft die entführte Tochter eines Gangsterbosses befreien, ohne Rücksicht auf Verluste. Er gerät zwischen die Fronten eines Mafiakrieges, aber Shaft ist mindestens genauso hart wie die Mafia, nur viel, viel cooler...

Da der Film seinerzeit ein Low-Budget-Projekt war und entsprechend auch nicht viel Geld zur Verfügung stand, ist auch das Bild (1,78:1; 1080p) entsprechend ausgefallen. Der Transfer gibt den Film und seinen Look ziemlich gut wieder, das bedeutet aber auch Einbussen in die sonst gewohnte Qualität. Die Schärfe ist nur mässig, bietet aber genug Details, um nicht ganz zu enttäuschen. Der Kontrast ist nicht immer ganz ausgewogen. In dunkleren Szenen gehen einige Details verloren, was aber auch daran liegt, dass der Film mit nur wenig Lichtquellen gedreht wurde und es generell viele dunkle Szenen gibt, in denen man kaum etwas erkennt. Der Schwarzwert ist dabei recht satt und zufriedenstellend. Die Farben sind überwiegend nicht besonders kräftig und oft recht blass, was aber auch die kühle, winterliche Atmosphäre unterstützt. Filmkorn ist stets in deutlichem Mass präsent, zumal es zum Glück auch nicht weggefiltert wurde. Das Bild wurde vom gröbsten Schmutz gereinigt. Nur vereinzelt findet man ein paar Dropouts. Die Kompression arbeitet unauffällig.

Die Extras bestehen aus einer Vintage-Doku Soul in Cinema: Filming Shaft on Location (ca. 11 min, SD), das Regisseur Gordon Parks bei den Dreharbeiten mit Richard Roundtree und mit Isaac Hayes bei der Arbeit am Soundtrack zeigt. Dazu kommt als besonderes Schmankerl eine Episode der TV-Serie von 1973: SHAFT: The Killing (ca. 74 min, SD). Vervollständigt wird das Material durch Trailer für die drei Kinofilme: SHAFT, SHAFTS BIG SCORE! und SHAFT IN AFRICA (jeweils ca. 3 min, SD).

Die Extras liegen alle in Englisch mit optionalen Untertiteln vor.

Englisch: DTS-HD MA 1.0 Mono
Deutsch: Dolby Digital 1.0 Mono
Französisch: Dolby Digital 1.0 Mono
Spanisch: Dolby Digital 1.0 Mono

Es gibt optionale deutsche, englische, französische und spanische Untertitel.

Alle Spuren liegen im originalen Monoton vor, die Originalfassung aber zumindest in DTS-HD MA, während alle Synchros in Dolby Digital präsentiert werden. Beide Fassungen rauschen und knistern ein bisschen und klingen gelegentlich auch mal dumpf und leicht blechern. Es gibt einige Unsauberkeiten in den Dialogen, aber die Verständlichkeit leidet nicht darunter. Die OF ist immer dann authentischer, wenn der originale Produktionssound verwendet wurde. Es gibt aber auch diverse Stellen, in denen hörbar nachsynchronisiert wurde. Hier springt die Qualität deutlich. Die deutsche Synchro klingt auch steriler als die weitgehend natürlichere OF. Alles in allem also angesichts des Alters solide und brauchbar, aber auch kein Grund zum Jubeln.

\"Who\'s the black private dick that\'s a sex machine to all the chicks? SHAFT! Ya damn right!\"

SHAFT (USA, 1971) ist eine Perle des \'Blaxploitation\'-Kinos, auch wenn Regisseur Gordon Parks diese Bezeichnung so gar nicht mag und sie für seinen Film stets ablehnte. Der grosse Erfolg des Film brachte noch zwei Fortsetzungen hervor: SHAFTS BIG SCORE! (1972) und SHAFT IN AFRICA (1973) sowie die kurzlebige TV-Serie SHAFT (1973/74) mit sieben Folgen, wovon immerhin eine Folge auf dieser Blu-ray als Bonus dabei ist.

Der mittlerweile weltberühmte und ikonische Privatdetektiv in Rollkragenpullovern und mit seinem braunen Ledermantel basiert auf dem Roman von Ernest Tidyman, der auch das Drehbuch zusammen mit John D.F. Black schrieb.

Die Story rund um die Entführung eines Gangster-Königs aus Harlem und der daraus drohende Konflikt zwischen schwarzen Gangs, radikalen Schwarzen-Gruppen, der Mafia und den nervösen Cops ist nicht der ganz grosse Clou, aber zumindest eine solide Konstruktion, um alles auf den Weg zu bringen. Der simple Plot wurde effektvoll von Gordon Parks umgesetzt und stilsicher und schnörkellos inszeniert. Der Film wurde auch schön fotografiert und bietet viel netten Lokalkolorit vom New York der frühen 1970er, wie man es heute nicht mehr findet. Dazu gibt es einige überraschende Gewaltspitzen, die dem Film die nötige Härte und Ruppigkeit geben.

Richard Roundtrees Performance und der Soundtrack von Isaac Hayes sind aber das Glanzstück des Film es. Alles zusammen ergibt einen zeitlosen Klassiker, der immer noch funktioniert ohne sich abzunutzen.

\"Who is the man that would risk his neck for his brother man? SHAFT! Can you dig it?\"

Produktdetails

Medium Blu-ray
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 16 Jahren
Studio Warner Home Video
Genre Thriller
Spieldauer 100 Minuten
Sprache Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch (Untertitel: Französisch, Spanisch)
Tonformat Deutsch: DD 1.0, Französisch: DD 1.0, Spanisch: DD 1.0, Englisch: DTS HD 1.0
Bildformat 16:9 (1,78:1), HD (1080p)
Erscheinungsdatum 24.08.2012
Produktionsjahr 1970
EAN 5051890109811

Kundenbewertungen

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...."only talking about Shaft!"
von einer Kundin/einem Kunden am 06.07.2021

Es sind seine ausdrucksstarken, sehr bewegenden Bilder, in welchen er die Folgen von Armut und Rassentrennung dokumentierte – neben seinen Modephotographien und Bildern von Malcolm X, Muhammad Ali und anderen für das Magazin “life” - die Gordon Parks zu einem der bedeutensten Künstler und Chronisten jüngerer amerikanische Geschi... Es sind seine ausdrucksstarken, sehr bewegenden Bilder, in welchen er die Folgen von Armut und Rassentrennung dokumentierte – neben seinen Modephotographien und Bildern von Malcolm X, Muhammad Ali und anderen für das Magazin “life” - die Gordon Parks zu einem der bedeutensten Künstler und Chronisten jüngerer amerikanische Geschichte machen, und dessen Werk weder seine Relevanz noch seine Wirkung eingebüßt hat. Einzig und allein auf den ersten sieben Seiten basierend erhielt Gordon Parks die, für einen Debutautoren, unerhörte Summe von 10.000 Dollar für einen autobiographischen Roman – Gordon Parks war selbst unsicher, ob er in der Lage sei dieses Werk zu vollenden. “The learning tree” erschien 1963. Sieben Jahre später trat Warner Bros. mit dem Angebot, den Roman zu verfilmen an ihn heran. Parks verfasste das Drehbuch und übernahm als erster afroamerikanischer Regisseur für eines der großen Studios die Regie. Schon als Jugendlicher hatte Parks einen Job als Pianist in einer Schenke, 1953 komponierte er ein Klavierkonzert, eine Symphonie folgte 1967, und er komponiert auch die Musik zu seinem Regiedebut. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Melvin van Peebles Low-Budget-Film “Sweet Sweetback's Baadasssss Song” gilt zu Recht als erster Film des später als “Blaxploitation” - die schwarzen Darsteller ausbeutendes und bloßstellendes - bezeichneten Genres, welches allerdings auch, jenseits aller Kritik, nicht nur afroamerikanische Schauspieler, sondern auch Filmschaffende jenseits der Kamera, mit Arbeit zu versorgte. “Shaft” war der erste von einem der großen Hollywoodstudios produzierte Film dieser neuen Spielart des Großstadt-Kriminalfilms, und einer von nur drei profitablen Filmen für MGM in diesem Jahr - tatsächlich waren es es vor allem die Blaxploitation-Filme, welche die großen Studios vor der Pleite und dem Untergang bewahrten, da sie nicht nur ein vornehmlich junges, schwarzes Publikum in die Kinos lockten - zum ersten Mal hatten sie eine positive, selbstbewusste und starke Identifikationsfigur - sondern für das weiße Publikum ebenso reizvoll und interessant waren. Es war Parks Idee, den Privatdetektiv mit einem schwarzen Darsteller zu besetzten und die Geschichte dementsprechend anzupassen. Obschon “Shaft” für Gordon Parks ein rein kommerzielles Projekt war, sah er den Film durchaus als ein Projekt, bei dem er etwas über das Filmemachen lernen konnte. Und er war sich der Bedeutung des Films für das schwarze Publikum durchaus bewusst: Shaft war ein Held, wie es ihn vorher auf der Leinwand nicht gegeben hatte, und er öffnete die Tür - man könnte sagen indem er sie eintrat - für viele weitere Helden des recht bald von der schwarzen Presse als Blaxploitation-Filme geschmähten Genres. Einer von ihnen war der Sänger und Komponist Isaac Hayes, welcher für das Titelthema zu “Shaft” mit dem Oscar für den besten Filmsong ausgezeichnet wurde und der nun als Kopfgeldjäger “Truck Turner” gegen Yaphet Kotto zu Felde ziehen mußte, welcher schon James Bond das Leben schwer gemacht hatte. Zu dem Zeitpunkt hatte die Popularität dieses urbanen Genres ihren Zenit bereits erreicht, bald schon sollten die üblichen sämtliche Stereotypen ad absurdum führenden Parodien den Untergang des Blaxploitation-Genres einläuten. Die Puppe “Gordon” aus der Sesamstraße wurde nach Gordon Parks benannt….


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