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Die Josefsgeschichte - Von Kindern für Kinder erzählt und gezeichnet. Mit Anleitungen für eine kreative Schreib- und Theaterwerkstatt

Johannes Taschner, Andrea Cornelius

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Beschreibung

Kinder sind grossartige Geschichtenerzähler!
Wie also erzählen sich Kinder die Bibel?
Der evangelische Religionskurs der Klasse 5 des Comenius-Gymnasiums in Düsseldorf hatte die Aufgabe, die Josefsgeschichte in eigene Worte zu fassen. Dabei stellte sich heraus, dass die Schülerinnen und Schüler den Nacherzählungen ihrer Klassenkameraden mit einer bislang nicht gekannten Intensität lauschten.
In Kooperation mit den Kunstkursen dieser Jahrgangsstufe waren sie darüber hinaus eingeladen, ihren eigenen inneren Vorstellungen von den biblischen Figuren Ausdruck zu verleihen. Alle hatten ihre Freude an den entstandenen Texten und Bildern - und die Idee, ein Bibelbuch von Kindern für Kinder zu machen, entfachte ein Feuer der Begeisterung.
Begleitet wurden die jungen AutorInnen und ZeichnerInnen von ihrem Schulpfarrer Dr. Johannes Taschner und der Kunstlehrerin Andrea Cornelius.

Dr. Johannes Taschner, geboren 1964 in Freiburg im Brsg., ist Pfarrer am Comenius-Gymnasium in Düsseldorf und Privatdozent an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal für Altes Testament. Er interessiert sich vor allem dafür, was die Menschen aus den biblischen Texten gemacht haben und wie sie heute wirken können.

Studienrätin Andrea Cornelius, geboren 1980 in Wilhelmshaven, hat an der Universität Paderborn Kunstpädagogik und Germanistik studiert und unterrichtet nun am Comenius-Gymnasium Düsseldorf.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 72
Altersempfehlung 4 - 10 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 21.05.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-902647-50-4
Verlag Edition riedenburg
Maße (L/B/H) 19.9/17.4/1.5 cm
Gewicht 121 g
Abbildungen mit 17 Farbabbildungen
Auflage 1

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  • Einleitende Worte
    Die Freiräume der biblischen Erzählungen
    Beim Lesen von Geschichten entstehen innere Bilder im Kopf. Als würden wir in einem Film Regie führen, setzen wir die Figuren in bestimmte Umgebungen, statten sie mit besonderen Kleidungsstücken aus und geben ihnen ihr ganz eigenes Gesicht. Wenn wir erst das Buch lesen und dann die – meist mit grossem Aufwand gedrehte – Verfilmung anschauen, sind wir häufig enttäuscht. Diese Enttäuschung rührt meist daher, dass wir unsere eigene innere „Verfilmung“, die wir während unserer Lektüre „gedreht“ haben, viel reizvoller fanden.
    Das „innere Kino“, das im Kopf während des Lesens bzw. Hörens abläuft, sieht bei jeder Person anders aus. Wir bebildern die Erzählung mit unseren eigenen Vorerfahrungen und Phantasien. Wenn es in der Josefserzählung zum Beispiel um Konkurrenz zwischen Brüdern geht, dann werden wir automatisch an unsere eigenen Konfliktsituationen erinnert. Und wer kennt sie nicht, die Streitereien mit den lieben Geschwistern, die allzu oft bis ins Erwachsenenalter reichen? Die Josefsgeschichte etwa behandelt dieses so grundlegende Thema auf ihre Weise und bietet uns damit eine Möglichkeit an, wie wir mit unseren eigenen Konflikten umgehen können.
    Mit unseren Erfahrungen geschieht im Laufe der Lektüre etwas ganz Besonderes: sie werden aufgenommen und durch den Text in einen neuen Zusammenhang gestellt. Die biblischen Erzählungen – und Erzählungen generell – sind darum immer auch so etwas wie Utopien, die unser Denken und Handeln herausfordern. So wird Lesen zum Bestandteil unseres Lebens, wie es Filme kaum werden können. Das Kino auf der Leinwand kann die eigene Phantasie nie so herausfordern und die eigene Lebenserfahrung nie so wachrufen wie das „Kino“, das während des Lesens im Kopf abläuft. Beim Lesen sind wir viel aktiver, werden wir mehr herausgefordert als vor dem Bildschirm bzw. vor der Leinwand, die uns immer schon fertige Bilder bieten. Wenn wir hingegen mit unserer eigenen Einbildungskraft und Lebenserfahrung in eine Erzählung einsteigen, werden wir ein Bestandteil von ihr und sie wird ein Bestandteil von uns.
    Die Bibel hat ihre ganz eigene Art zu erzählen: kurz, prägnant und schnell voranschreitend trägt sie die Handlung vor. Beinahe jeder Satz bringt einen Handlungsfortschritt mit sich.
    Mit der Beschreibung der genauen Umstände halten sich die biblischen Erzählungen nicht lange auf. Das müssen wir uns schon selbst ausmalen. Die Bibel erzählt nicht, wie die Zisterne aussah, in die Josef von seinen Brüdern geworfen wurde, auch über das Erscheinungsbild von Potifars Frau werden keine näheren Angaben gemacht und wie Josef seiner ägyptischen Frau zum ersten Mal begegnet ist, bleibt völlig unserer Phantasie überlassen.
    Die biblischen Erzählungen lassen also besonders viel Raum für eigene Bilder und Möglichkeiten, die Handlung aufzufassen. Dadurch fordern sie die Kreativität, Phantasie und das Interpretationsvermögen in hohem Mass heraus.
  • Einleitende Worte ... 4
    Die Freiräume der biblischen Erzählungen ... 4
    Mit Kindern die Freiräume der Erzählungen nutzen ... 5
    Die bildnerische Umsetzung der Geschichte ... 8
    Die Josefsgeschichte ... 11
    Josef und seine Brüder ... 12
    Zweieinhalb Jahre später ...28
    Einige Zeit später bei Jakob zu Hause ...41
    Jetzt seid ihr dran! ... 51
    Schreibwerkstatt ... 53
    A. Gestern und heute: Die Parallelen aufspüren ... 55
    Anleitungen für Begleitpersonen ... 67
    B. Das grosse Nacherzählen ... 68
    C. Den Bilderkosmos erstellen ... 69
    D. Theaterwerkstatt ... 70