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Das Schwein von Gaza

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Der Fischer Jafaar hat es nicht leicht: Statt grosser Fische geht ihm bloss Unrat und plötzlich sogar ein Schwein ins Netz, das in der stürmischen letzten Nacht von einem Frachter gefallen war. Nun hat Jafaar ein gewaltiges Problem, denn Schweine gelten in Gaza als unreine Tiere und sind mehr als unerwünscht – darin sind sich die jüdische und die palästinensische Bevölkerung ausnahmsweise einig. Der Unglücksrabe Jafaar versucht alles, um das lästige Schwein schnellstmöglich los zu werden und beginnt dabei einen skurrilen, aber nicht ungefährlichen Handel, der seine klägliche Existenz verbessern wird.
Portrait
Sylvain Estibal ist Journalist, einer der renommiertesten Wüstenkenner Frankreichs und Autor mehrerer einschlägiger Werke. Er lebt und arbeitet in Paris.
RezensionBild
Technische Daten:

Codec: MPEG-4 AVC Video (High Profile 4.1)
Bitrate: 26146 kbps
Auflösung: 1080p / 24 fps / 16:9

Der Blu-ray-Transfer von DAS SCHWEIN VON GAZA besitzt das originale Bildformat von 2,35:1. Obwohl der Film analog auf 35mm gedreht wurde, sieht er stark verfremdet aus und eher wie ein digital gedrehtes Werk. Filmkorn und damit Rauschen ist fast nicht zu sehen, trotzdem wirkt das Bild scharf und detailliert, wenngleich etwas glattgefiltert. Die Feinzeichnung überzeugt und Konturen präsentieren sich klar, aber leicht nachgeschärft. Die Kompression arbeitet sehr sauber und zeigt keine Kompressionsartefakte. Die Farben des Transfers sind deutlich verfremdet und mit einem Gelbstich versehen. Entsprechend sind die Farbtöne niemals so richtig natürlich, sondern schimmern immer etwas gelblich-fahl, aber satt. Die Kontrastbalance wirkt ausgewogen, aber ganz leicht steil, so dass das Bild mehr Plastizität bekommen hat. Allerdings versumpft das Schwarz noch nicht und weisse Flächen tendieren nur gelegentlich zu dezentem Überstrahlen. Schmutz oder analoge Defekte findet man indes nirgends auf dem Ausgangsmaterial.
RezensionBonus
Deutsche Untertitel sind leider nur für den Hauptfilm vorhanden, aber nicht für den Audiokommentar von Regisseur Sylvain Estibal sowie Myriam Tekaya, der aber trotzdem sehr interessant ist. Allerdings ist das Sprechtempo nicht sonderlich hoch, dafür das Gesprächsklima sehr locker und gelöst. Das 21 Minuten lange Making Of ist eigentlich eher eine B-Roll ohne Kommentar, welche das Geschehen am Set zeigt. Weiterhin gibt es noch ein Musikvideo sowie den Trailer (HD) zu DAS SCHWEIN VON GAZA zu sehen.
RezensionTon
Verfügbare Tonspuren:

Arabisch: DTS-HD Master Audio 5.1 / 48 kHz / 3807 kbps / 24-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 24-bit)
Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1 / 48 kHz / 3735 kbps / 24-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 24-bit)
Kommentar: Dolby Digital Audio 2.0 / 48 kHz / 192 kbps / DN -4dB

Die beiden Tonspuren auf dieser Scheibe wurden in Deutsch sowie dem arabischen Original in DTS-HD Master Audio 5.1 abgemischt. Besondere Unterschiede in Sachen Sound ergeben sich dabei nicht, da der Film sowieso nicht viele Gelegenheiten für Surroundeinsatz bietet. Es dominiert die Front, von hinten kommen dezente Umgebungsgeräusche sowie Musik und in seltenen Szenen (zum Beispiel als Jafaar mit der AK-47 rumballert) auch direktionale Effekte. So richtig räumlich ist das Ganze aber eher selten. Vorne werden überzeugende Rechts-Links-Aktivitäten geboten, während aus dem Center klar verständliche Dialoge schallen und zwar in beiden Sprachfassungen. Die Qualität der deutschen Synchronisation überzeugt und konserviert den Wortwitz recht gut. An der allgemeinen Klangqualität gibt es nichts auszusetzen. Zwar weist der Film nicht die Dynamik eines Action-Blockbusters auf, aber die Mitten kommen breit und satt, die Höhen klar und die Bässe gut zum Tragen.
Zitat
Mit DAS SCHWEIN VON GAZA schuf der französische Journalist und Regie-Neuling Sylvain Estibal im Jahr 2011 einen kontroversen Film, der sich so recht in kein Genre einordnen liess und dessen Story auf Grund der aktuellen weltpolitischen Lage viel Brisanz verbarg. Entsprechend wurde dieses aussergewöhnliche Werk, welches eine französisch-belgisch-deutsche Koproduktion darstellt, mit einigen bedeutenden Preisen geehrt, darunter dem César 2012. Die Handlung dreht sich um den palästinensischen Fischer Jafaar (Sasson Gabai; bekannt u.a. aus RAMBO III und NICHT OHNE MEINE TOCHTER), der in Gaza lebt und innerhalb der von der UNO verhängten 4-Meilen-Zone kaum mehr etwas fängt. Bis ihm eines Tages ein Schwein ins Netz geht. Dies entpuppt sich als Problem, denn für Moslems gelten Schweine als unreine Tiere. Bei den Juden allerdings auch und so hat Jafaar riesige Probleme am Hals, das Tier zu verkaufen und loszuwerden. Er bringt es auch nicht übers Herz, es mit einer Kalaschnikow zu erschiessen. Die Lösung all seiner Probleme scheint zu nahen, als ihm die schöne Yelena, Mitglied einer russisch-jüdischen Siedlergruppe, anbietet, das Sperma des Schweins zu Zuchtzwecken abzukaufen, denn die Siedler halten Schweine, um Sprengstoff aufzuspüren. Doch wie bringt man ein Schwein quer durch Gaza, ohne dass es auffällt...?

Der Film hält absolut perfekt die Balance zwischen Humor und Ernst. Es gibt niveauvollen Witz sowie gute Gags über den Clash der Kulturen von Juden und Moslems, zum Beispiel die geniale Sequenz, in der Jafaar versucht, das Schwein mit einer Kalaschnikow zu erlegen. Aber auch einige dramatische Szenen sind vorhanden, wo verdeutlicht wird, unter welchen schlimmen Umständen die Menschen in Gaza leben, während in den jüdischen Siedlungen nebenan das Leben pulsiert. Allerdings gibt es dann auch Momente, wo verdeutlicht wird, dass beide Parteien so unterschiedlich nicht sind und das verknüpfende Element dafür ist das Schwein, welches in beiden Religionen den gleichen, unreinen Status hat. Regisseur Sylvain Estibal führt die Handlung clever auf den Punkt zu, wo der Zuschauer denkt: \"Juden und Moslems haben so viele Gemeinsamkeiten, warum bekämpfen die sich eigentlich?\". Auch die UNO bekommt ihr Fett weg in Person von Ulrich Tukur als UN-Bürokrat, der in seinem Büro austickt, weil er nichts gegen die Zustände unternehmen kann ausser zu verwalten. Die Darsteller spielen wirklich super und wirken sympathisch, vor allem der irakische Jude Sasson Gabai als Palästinenser Jafaar, Baya Belal (MÜNCHEN) als seine Frau Fatima sowie Gassan Abbas (TICKET TO JERUSALEM) als durchgeknallter Barbier. DAS SCHWEIN VON GAZA ist ein absoluter Spitzenfilm mit einer perfekten Symbiose aus erhobenem Zeigefinger sowie anspruchsvollem Humor mit politischem Anstrich. Eine schwer unterhaltsame Mischung!

Die Blu-ray Disc von Alamode Film zeigt DAS SCHWEIN VON GAZA in sehr guter Bild- und Tonqualität. Das Bonusmaterial ist nett, aber quantitativ etwas knapp.
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  • - Making of

    - Trailer

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Beschreibung

Produktdetails

Medium Blu-ray
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum 15.02.2013
Regisseur Sylvain Estibal
Sprache Arabisch, Deutsch, Hebräisch (Untertitel: Deutsch)
EAN 4042564134599
Genre Komödie/Drama
Studio Alive Ag
Originaltitel Le cochon de Gaza
Spieldauer 100 Minuten
Bildformat 16:9 (1,85:1), HD (1080p)
Tonformat Arabisch: DTS HD 5.1, Deutsch: DTS HD 5.1, Hebräisch: DTS HD 5.1
Produktionsjahr 2011
Film (Blu-ray)
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Fr. 21.90
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Film besonders wertvoll
von einer Kundin/einem Kunden aus Waldaschaff am 28.11.2015

Ein gut gemachter humorvoller Film, der mich in jeder Situation heute noch zum Schmunzeln bringt. Politisch - Durchdacht - Situationskomik - Wundervoll -