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Theresienstadt

Eine Geschichte von Täuschung und Vernichtung

Bibliothek der Erinnerung Band 1

Wolfgang Benz

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Beschreibung


Nirgendwo kam der Zynismus der Nationalsozialisten deutlicher zum Ausdruck als in Theresienstadt. Die Weltöffentlichkeit und die zur Deportation bestimmten Juden wurden planmässig über den Zweck der Einrichtung getäuscht. Bis heute hält sich das Bild des privilegierten "Altersghetto", in dem vor allem musiziert und gemalt wurde. Wolfgang Benz zeichnet in diesem Buch ein Bild von Theresienstadt, das der Realität zwischen Hoffnung und Vernichtung, zwischen Illusion und Untergang nahe kommt. Die Nationalsozialisten sind mit ihren Lügen über Theresienstadt nicht erfolglos geblieben: In der Literatur findet man immer wieder Hinweise darauf, dass hier die Lebensbedingungen besser waren als in anderen Lagern, dass die Kinder und Jugendlichen in den Genuss von Schulbildung gekommen seien, nirgendwo fehlt der Verweis auf das kulturelle Leben im Ghetto. Dies alles gab es, doch wird dabei ein entscheidender Teil der Wirklichkeit ausgeblendet. Denn Theresienstadt war in das Programm der "Endlösung" eingebunden und von Hunger, Elend und einer hohen Sterblichkeit geprägt. Das Ghetto war hoffnungslos überfüllt und immer wieder gingen Transporte in die Vernichtungslager im Osten. Insgesamt wurden 141 000 Juden, vor allem aus der Tschechoslowakei, Deutschland und Österreich, nach Theresienstadt deportiert, nur 23 000 von ihnen überlebten den Holocaust.

Wolfgang Benz ist Prof. em. der Technischen Universität Berlin; er leitete bis März 2011 das Zentrum für Antisemitismusforschung in Berlin. Bei C.H.Beck sind von ihm u. a. erschienen: Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager (9 Bände, Hrsg zus. mit Barbara Distel), Deutsche Juden im 20. Jahrhundert (2011) und Die Feinde aus dem Morgenland (2012).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 281
Erscheinungsdatum 13.03.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-64549-5
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 22.1/14.4/2.5 cm
Gewicht 488 g
Abbildungen mit 46 Abbildungen und 1 Karte
Auflage 1

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Auch sie waren Menschen
von einer Kundin/einem Kunden am 21.03.2013

Je länger die Ereignisse des sogenanten Dritten Reichs zurückliegen, desto mehr legt sich gerade über die grausamen Themen dieser Zeit der Schleier des Vergessens. Es wird relativiert und schöngeredet, nicht nur von neuen Anhängern des alten Ungeists. Umso wichtiger ist es wenn durch Titel wie diesen derartige Halb- und Unwahrhe... Je länger die Ereignisse des sogenanten Dritten Reichs zurückliegen, desto mehr legt sich gerade über die grausamen Themen dieser Zeit der Schleier des Vergessens. Es wird relativiert und schöngeredet, nicht nur von neuen Anhängern des alten Ungeists. Umso wichtiger ist es wenn durch Titel wie diesen derartige Halb- und Unwahrheiten mit Fakten gekontert werden. Die Gefangenen des KZ Theresienstadt waren in keinem Altersheim und Überlebende wie Opfer verdienen es, das die Wahrheit über ihr Leiden berichtet wird und nichts anderes !


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  • Der schwierige Ort Theresienstadt – einleitende Bemerkungen

    1. Barocke Idealstadt im Zenit europäischer Festungsbaukunst

    2. Die kleine Festung: "Polizeigefängnis Theresienstadt"

    3. Anfänge: Transitlager für böhmische Juden

    4. Vom Ghetto für Privilegierte zum "Jüdischen Siedlungsgebiet"

    Der schwäbische Viehhändler im Privilegierten-Ghetto: Adolf
    Haarburger


    5. Kommandanten und Judenälteste

    Fünf Zigaretten in zweieinhalb Jahren: Die Wienerin Jo Singer


    6. Alltag im Ghetto

    Ein Blinder in Theresienstadt: Dr. Norbert Stern


    7. Zwangsarbeit in den Aussenlagern

    8. Station auf dem Weg zur Vernichtung

    Unaufhaltbarer Niedergang: Das Honoratioren-Ehepaar Sigmund und Else
    Dormitzer


    9. Klagend an Babylons Flüssen? Kultur im Ghetto

    Komponist von Rang: Viktor Ullmann


    10. Religiöses Leben

    Der Rabbiner: Leo Baeck


    11. Kinder in Theresienstadt

    Die Angst einer Siebenjährigen: Edith Bär


    12. "Verschönerung" und Besuch vom Roten Kreuz

    13. Der "Dokumentarfilm aus dem jüdischen Siedlungsgebiet"

    14. Das Ende

    "Erlebnisse einer deutschen Jüdin": Beate Jacoby


    15. Nachnutzung: Das Internierungslager für Deutsche in der Kleinen Festung
    1945–1948

    Ein düsteres Jahr in der Kleinen Festung: Sigrid Johns Erfahrungen 1945/46


    16. Mythos Theresienstadt: Das kulturelle Gedächtnis der Nachwelt

    17. Theresienstadt heute

    Anhang

    Anmerkungen

    Chronik von Theresienstadt/Terezin

    Literatur

    Bildnachweis

    Personenregister