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Es geht uns gut

Roman

Arno Geiger

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Beschreibung

Philipp Erlach hat das Haus seiner Grossmutter in der Wiener Vorstadt geerbt, und die Familiengeschichte, von der er definitiv nichts wissen will, sitzt ihm nun im Nacken. Arno Geiger erzählt sie, als sei sie gegenwärtig: Von Alma und Richard, die 1938 gerade Ingrid bekommen und nichts mit den Nazis zu tun haben wollen. Vom fünfzehnjährigen Peter, der 1945 mit den letzten Hitlerjungen durch die zerbombten Strassen läuft. Von Ingrid, die mit dem Studenten Peter eine eigene Familie gründen will, und von Philipp, dem Sohn der beiden. Arno Geiger gelingt es, ein trauriges und komisches Jahrhundert lebendig zu machen.

Arno Geiger, 1968 geboren, lebt in Wolfurt und Wien. Sein Werk erscheint bei Hanser, zuletzt Alles über Sally (Roman, 2010), Der alte König in seinem Exil (2011), Grenzgehen (Drei Reden, 2011), Selbstporträt mit Flusspferd (Roman, 2015) und Unter der Drachenwand (Roman, 2018). Er erhielt u. a. den Deutschen Buchpreis (2005), den Hebel-Preis (2008), den Hölderlin-Preis (2011), den Literaturpreis der Adenauer-Stiftung (2011), den Alemannischen Literaturpreis (2017) und den Joseph-Breitbach-Preis (2018).

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 392 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.11.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783446242302
Verlag Hanser
Dateigröße 1328 KB

Kundenbewertungen

Durchschnitt
15 Bewertungen
Übersicht
7
6
1
1
0

Ein bisschen wie "Buddenbrooks" im Poststrukturalismus
von einer Kundin/einem Kunden am 10.01.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

In "Es geht uns gut" erzählt Arno Geiger die Geschichte einer Familie, allerdings nicht chronologisch. Gibt es in der deutschsprachigen Literatur eine prägendere Familienchronik als "Buddenbrooks"? Ich wüsste keine. Und "Es geht uns gut" entthront Thomas Manns Werk sicherlich nicht. Trotzdem ist es ziemlich mitreißend. Gerade d... In "Es geht uns gut" erzählt Arno Geiger die Geschichte einer Familie, allerdings nicht chronologisch. Gibt es in der deutschsprachigen Literatur eine prägendere Familienchronik als "Buddenbrooks"? Ich wüsste keine. Und "Es geht uns gut" entthront Thomas Manns Werk sicherlich nicht. Trotzdem ist es ziemlich mitreißend. Gerade der Aspekt des Nicht-Chronologischen verleiht dem Roman ein großes Überraschungspotenzial, denn es lässt sich nicht voraussagen, wem wir wann im Buch und in welcher Lebensphase wiederbegegnen werden. Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen: Ich erwartete z.B. nicht, dass Peter zwischendurch in den Mittelpunkt gerückt würde. Gerade dieses leicht Experimentelle hebt "Es geht uns gut" ins Literarische - im Vergleich etwas zu Carmen Korns Jahrhundert-Trilogie, die gut recherchiert und eloquent geschrieben ist, aber selten wirklich zu überraschen vermag. "Es geht uns gut" war 2005 der erste Preisträger des Deutschen Buchpreises, und wenn mich auch "Du stirbst nicht" und "Die Hauptstadt" mehr mitrissen, wurde der Preis in gute Hände gelegt.

von einer Kundin/einem Kunden am 24.01.2020
Bewertet: anderes Format

Anspruchsvoller, interessanter Familienroman, ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis! Anhand von Fotos, die der Enkel in den Habseligkeiten seiner verstorbenen Grossmutter findet, erzählt er die eigene Familiengeschichte. Ein Rückblick auf ein ereignisreiches Jahrhundert!

Österreichische Literatur
von einer Kundin/einem Kunden am 01.05.2015

Eine interessante Lebensgeschichte über 3 Generationen. Eigentlich dreht es sich um die Villa der Familie Erlach in Wien, von 1938 - 2001. Die Lebensgeschichte der Familienmitglieder ist die Geschichte des Hauses. Eine, durch den Krieg geprägte, Geschichte der ältesten Generation. Eine, durch den Aufbruch geprägte, Geschichte de... Eine interessante Lebensgeschichte über 3 Generationen. Eigentlich dreht es sich um die Villa der Familie Erlach in Wien, von 1938 - 2001. Die Lebensgeschichte der Familienmitglieder ist die Geschichte des Hauses. Eine, durch den Krieg geprägte, Geschichte der ältesten Generation. Eine, durch den Aufbruch geprägte, Geschichte der zweiten Generation und eine, durch Resignation bestimmte Geschichte, der erbenden Generation. Faszinierend zu lesen. Macht neugierig wie es weitergeht und fast ein wenig traurig ob der vergebenen zwischenmenschlichen Beziehungen.

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