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Auroras Anlaß

detebe Band 21731

Erich Hackl

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Beschreibung

»Eines Tages sah sich Aurora Rodríguez veranlasst, ihre Tochter zu töten.« So beginnt die aussergewöhnliche Geschichte der Spanierin Aurora Rodríguez, die auf der Suche nach Selbstverwirklichung an die Schranken gesellschaftlicher Konventionen stösst und ihre Träume von einer besseren Welt von einer anderen, fähigeren Person realisiert sehen möchte: einer Frau, ihrer Tochter Hildegart.

Erich Hackl, geboren 1954 in Steyr, hat Germanistik und Hispanistik studiert und einige Jahre lang als Lehrer und Lektor gearbeitet. Seit langem lebt er als freier Schriftsteller in Wien und Madrid. Seinen Erzählungen, die in 24 Sprachen übersetzt wurden, liegen authentische Fälle zugrunde. >Auroras Anlass< und >Abschied von Sidonie< sind Schullektüre. Unter anderem wurde er 2017 mit dem Menschenrechtspreis des Landes Oberösterreich ausgezeichnet.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 160 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 23.10.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783257602371
Verlag Diogenes
Dateigröße 1578 KB

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden aus Aurich am 01.02.2018
Bewertet: anderes Format

Hackls sachlicher Ton täuscht nicht über die Tragik dieser wahren Geschichte hinweg, die sich auf relativ wenigen Seiten entfaltet. Keine einfache Lektüre, aber sehr interessant.

Rechte der Frauen in Spanien
von einer Kundin/einem Kunden aus Linz am 08.08.2015
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Das Buch beschreibt einen Kampf von einer Mutter und einer Tochter für ein gleichgestelltes Spanien Anfang des 20. Jahrhunderts. Viel Information auf wenigen Seiten, die jedoch einen guten Einblick in die Zeit geben. Auch wenn man sich nicht in der Geschichte Spaniens auskennt.

Kleines Buch mit viel Inhalt
von Xirxe aus Hannover am 11.07.2009
Bewertet: Hörbuch

Aurora Rodriguez erschießt im Juni 1933 ihre 18jährige Tochter Hildegart. Aurora, erzogen von einer lieblosen Mutter, deren Hauptaugenmerk auf Äußerlichkeiten gerichtet ist, wird von ihrem Vater, der mehr in seinen Ideologien lebt als in der realen Welt, sensibilisiert für die Ungerechtigkeiten die den Armen, den Arbeitern, de... Aurora Rodriguez erschießt im Juni 1933 ihre 18jährige Tochter Hildegart. Aurora, erzogen von einer lieblosen Mutter, deren Hauptaugenmerk auf Äußerlichkeiten gerichtet ist, wird von ihrem Vater, der mehr in seinen Ideologien lebt als in der realen Welt, sensibilisiert für die Ungerechtigkeiten die den Armen, den Arbeitern, den Frauen widerfahren. Sie ist wissensdurstig, eignet sich selbständig Wissen an in der Bibliothek ihres Vaters und will nichts weniger als die Welt zum Bessern ändern. Doch als Frau und aufgrund ihrer zu geringen Bildung sind ihre Möglichkeiten begrenzt. Erst als ihre Eltern sterben und sie finanziell unabhängig ist, bietet sich eine neue Möglichkeit: Aurora bekommt eine Tochter, die sie ohne Mann in der Art und Weise erzieht, dass dieses Mädchen in der Lage sein wird, die Gesellschaft zum Positiven zu ändern. Und es scheint zu gelingen: Hildegart beginnt mit 14 zu studieren, schließt sich zuerst den Sozialisten, dann den Föderalisten an, schreibt Bücher und Broschüren für die Gleichberechtigung der Frau, tritt für die Geburtenregelung und die sexuelle Freiheit ein. Doch dann entwickelt Hildegart eigene Wünsche und Vorstellungen, die von denen der Mutter abweichen und sie nimmt ein Angebot an, in London zu arbeiten. Aurora kann dies nicht akzeptieren. Neben dieser Geschichte wird auch die damalige Situation in Spanien geschildert. Ich persönlich fand dies bereichernd, da es einerseits die Lage deutlicher macht, in der sich die Protagonistinnen befinden und andererseits habe ich wieder ein paar Sachen dazugelernt :-) 'Auroras Anlaß' wird in einer sachlichen und nüchternen Sprache berichtet - manchmal hat man das Gefühl, man liest die Unterlagen für das Gericht, vor dem der Prozeß stattfindet. Doch vielleicht gerade durch diese Sprache wirkt die Erzählung so eindrücklich. Dennoch bleibt das Buch durchweg spannend, auch wenn zu Beginn das Ende schon vorweg genommen ist. Schuld wird hier niemandem zugewiesen. Nicht nur Hildegart ist als Eigentum, als Objekt ihrer Mutter ein Opfer, auch Aurora ist es auf ihre Art.


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