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Der Verdingbub

Im Jahre 1950 kommt der junge Max in eine Bergbauerfamilie. Er gehört zu den Verdingkindern, Waisen und Halbwaisen, die von den Pflegeeltern als billige Arbeitskräfte gehalten und ausgenutzt werden. Der Junge wehrt sich und will nicht Opfer sein, Trost findet er im Akkordeonspiel. Mit einer 15jährigen Leidensgenossin, die der Bäuerin rund um die Uhr helfen muss und nachts von deren Sohn "besucht" wird, träumt er von einem besseren Leben in Argentinien und vom Tango. Pressezitate: "Moderner Heimatfilm mit wahrem Hintergrund - bewegend!" (Brigitte) "Sehr bewegend." (Kulturspiegel) "Historisch genau und erschütternd glaubwürdig." (EPD Film) "Hartes und berührendes Drama, bildstark und grandios gespielt." (Hamburger Abendblatt) "Poetisch, ernst, kühl. Ansehen!" (Journal München)
Portrait
Katja Riemann, geboren bei Bremen, widmete sich nach ihrem Studium für zeitgenössischen Tanz der Schauspielerei. Nach großen Filmerfolgen erweiterte sie ihr künstlerisches Spektrum mit musikalischen Arbeiten und Schreiben. 2008 wurde Katja Riemann mit dem Osterwold geehrt, einer Auszeichnung für Sprecherleistungen.
RezensionBild
Technische Daten:

Codec: MPEG-4 AVC Video (High Profile 4.1)
Bitrate: 23986 kbps
Auflösung: 1080p / 23,976 fps / 16:9

Der Blu-ray-Transfer von DER VERDINGBUB liegt auf dieser Scheibe von Ascot Elite im originalen Bildformat 2,35:1 vor. Der Film wurde analog auf 35mm gedreht und besitzt eine gute, aber nicht völlig überzeugende Bildqualität. Es wurde anscheinend mit Rauschfiltern gearbeitet, denn vor allem in den dunklen Szenen wirkt das Filmkorn mitunter klobig und leicht digital. In hellen Szenen wirkt es dagegen eher dezent, aber unregelmässig. Die Detailzeichnung ist in diesen Szenen sehr hoch, in dunkleren etwas geringer und manchmal auch etwas matschig. Nachgeschärft wurde nur marginal. Die Kompression arbeitet indes sauber und bildet keine erkennbaren Artefakte. Die Farben machen einen ausgesprochen realistischen sowie tadellos gesättigten Eindruck. Dasselbe kann auch von der Kontrastbalance behauptet werden, welche ein tiefes, aber nicht dominantes Schwarz bietet und auch im Weiss nicht überstrahlt. So wirkt das Bild insgesamt ausgewogen, aber durchaus plastisch. Schmutz oder analoge Defekte sind auf dem Ausgangsmaterial für diesen HD-Transfer nicht zu erkennen.
RezensionBonus
Untertitel für DER VERDINGBUB gibt es in Deutsch, Englisch sowie Französisch. Das Bonusmaterial beginnt mit dem deutschen Kinotrailer sowie dem schweizer Originaltrailer. Anschliessend folgt eine vier Minuten lange Featurette mit starkem Promo-Charakter. Es gibt viele Filmszenen zu sehen, unter die kurze Interviewsschnipsel gemischt wurden. Das Making Of hat eine Länge von 17 Minuten und zeigt die Entstehung des Films recht detailliert. Man sieht Aufnahmen vom Set sowie Interviews mit den Beteiligten. Die Materialien für den Unterricht bestehen aus PDF-Dateien sowie kurzen Clips im BD-ROM-Teil der Disc. Zum Abschluss gibt es noch eine Trailershow des Anbieters Ascot Elite.
RezensionTon
Verfügbare Tonspuren:

Schweizerdeutsch: DTS-HD Master Audio 5.1 / 48 kHz / 1900 kbps / 16-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 768 kbps / 16-bit)
Hochdeutsch: DTS-HD Master Audio 5.1 / 48 kHz / 1876 kbps / 16-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 768 kbps / 16-bit)
Französisch: DTS-HD Master Audio 5.1 / 48 kHz / 1881 kbps / 16-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 768 kbps / 16-bit)
Italienisch: DTS-HD Master Audio 2.0 / 48 kHz / 1044 kbps / 16-bit (DTS Core: 2.0 / 48 kHz / 768 kbps / 16-bit)
Hörfilmfassung: DTS-HD Master Audio 2.0 / 48 kHz / 1726 kbps / 24-bit (DTS Core: 2.0 / 48 kHz / 768 kbps / 24-bit)

Der Sound von DER VERDINGBUB liegt sowohl in Deutsch als auch Schweizerdeutsch in DTS-HD Master Audio 5.1 vor. Der Mix ist genrebedingt eher frontlastig, hat aber räumliche Musik sowie einige kleinere Surroundeffekte zu bieten. Umgebungsklänge kommen vor allem in Natur-Sequenzen dazu. Trotzdem dominiert die Front, welche mit ortbaren Rechts-Links-AKtivitäten aufwartet, während der Subwoofer wenig zu tun hat. Die Dialogwiedergabe ist in beiden Sprachfassungen einwandfrei, wobei Katja Riemann im Schweizerdeutsch-Original synchronisiert wurde. Die hochdeutsche Synchronisation ist erstaunlich wenig lippensynchron und kostet Atmosphäre. Qualitativ ist sie jedoch durchaus in Ordnung. Die allgemeine Klangqualität offenbart einen satten, natürlichen Sound mit feinen, aber nicht überspitzten Höhen, wohligen, realistischen Mitten sowie natürlichem, nicht aufdringlichem Bassfundament.
Zitat
DER VERDINGBUB ist ein Schweizer Drama aus dem Jahr 2011 von Regisseur Markus Imboden (HEIDI). Bei den Aufführungen auf der Berlinale wurde der Film von vielen Zuschauern als Anti-Heimatfilm bezeichnet und diese Beschreibung trifft den Nagel so ziemlich auf den Kopf, denn der Film räumt mit dem Klischee der heilen Bergwelt und der romantischen Bauernhöfe knallhart auf. Dabei beruht DER VERDINGBUB auf wahren Begebenheiten, denn bis zum Jahr 1970 wurden auf Schweizer Höfen - obwohl ab 1960 offiziell verboten - noch Kinder aus sozial niedrigem Stand wie Waisen sowie von alleinerziehenden Müttern auf Weisung durch den Staat zur Zwangsarbeit auf Bauernhöfe geschickt. Der Film spielt dabei in den 1950er Jahren und zeigt wie der junge Max aus einem Waisenhaus auf den Schattenhof der Familie Bösiger geschickt wird, um dort dem Bauern zur Hand zu gehen. Dieser mag den Jungen auch zuerst, doch als die Ernte ausbleibt, verfällt der Bösiger zunehmend dem Alkohol und misshandelt Max. Noch dazu beginnt Jakob, der Sohn der Bösigers, sich für die 15-jährige Berteli - ebenfalls gezwungenermassen auf dem Hof und von der Mutter entrissen - zu interessieren, während die Mutter Bösiger (Katja Riemann; DER BEWEGTE MANN) nach aussenhin den schönen Schein zu wahren versucht. Aber nur solange, bis sich Jakob an Berteli vergeht, was eine Lawine an furchtbaren Ereignissen ins Rollen bringt...

Ein dunkles und lange Zeit totgeschwiegenes Kapitel der schweizer Geschichte, an welches sich Markus Imboden hier heran wagt. Dabei ist das Thema in den Alpenländern keinesfalls neu. Bekannt sind zum Beispiel die Schwabenkinder aus Österreich und der Schweiz, die nach harten Wintern über die Berge nach Obenschwaben zogen, um dort das Überleben der Familie zu Hause zu sichern. 2003 gab es hierzu einen bemerkenswerten Film von Jo Baier. Geradezu zynisch präsentiert Markus Imboden in seinem Film immer wieder hübsche Bilder von Traditionen, Land und Leuten, nur um dann schnell umzuschwenken auf den harten brutalen Alltag der Bauern und besonders der Verdingkinder Max und Berteli. Die Ignoranz sowie Korruption der Behörden und Geistlichen angesichts der Misshandlungen und Ungerechtigkeit wird dem Zuschauer schonungslos vor Augen geführt. Dieser Film ist unbequem, in einigen Sequenzen auch ein wenig ekelerregend, was von den Machern aber beabsichtigt ist. Schliesslich wollte man einen \"Anti-Heimatfilm\" und kein verklärendes Märchen machen. Man muss aber sagen, dass Imboden die Charakterzeichnung der Familie Bösiger durchaus hervorragend gelungen ist. Diese sind eigentlich keine Unmenschen, sondern werden durch äussere Umstände wie Missernte, Alkoholismus, Verzweiflung oder Wahrung des Gesichts und der Dorfehre zu ihren Taten getrieben. DER VERDINGBUB ist ein starkes Stück Film, das man unbedingt einmal gesehen haben sollte. Ein deftiges Stück dunkler schweizer Geschichte mit tollen Darstellern und Spannung.

Die Blu-ray Disc von Ascot Elite zeigt DER VERDINGBUB in guter Bild- und Tonqualität. Das Bonusmaterial könnte aber umfangreicher sein, vor allem bei so einem interessanten Thema.
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Beschreibung

Produktdetails

Medium Blu-ray
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum 07.05.2013
Regisseur Markus Imboden
Sprache Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch (Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch)
EAN 7613059402706
Genre Drama
Studio Ascot Elite Home Entertainment
Spieldauer 108 Minuten
Bildformat HD (1080p), Widescreen (2,35:1)
Tonformat Deutsch: DTS HD 5.1, Französisch: DTS HD 5.1, Italienisch: DTS HD 5.1, Schwiizerdütsch: DTS HD 5.1, Deutsch: DTS HD 2.0, Französisch: DTS HD 2.0, Italienisch: DTS HD 2.0, Schwiizerdütsch: DTS HD 2.0
Produktionsjahr 2011
Film (Blu-ray)
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Fr. 18.90
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Kundenbewertungen

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Gut gemacht
von einer Kundin/einem Kunden am 15.09.2012
Bewertet: DVD

Gut gemachter Film der in seiner Art nicht besser sein könnte! Ich kann ihn eigentlich allen empfehlen! Viel spass beim anschauen!