Ein Lied über der Stadt

Roman

Ewald Arenz

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Beschreibung

Eine Kleinstadt im Sommer 1929. Die Pfarrerstochter Luise Anding kennt keine grössere Sehnsucht als das Fliegen. Obwohl es in diesen Jahren für ein Mädchen alles andere als einfach ist, Pilotin zu werden, gelingt es Luise, ihren Traum gegen alle Widerstände zu verwirklichen. Sie verlässt die Stadt und wird eine gefeierte Kunstfliegerin. Als sie jedoch Jahre später die Fliegerei als Beruf aufgeben muss und die Gestapo ihren Vater bedroht, kehrt sie in ihren Heimatort zurück. Vieles hat sich hier verändert. Die politische Lage spitzt sich zu, ihre Familie, aber auch Georg, der beste Freund aus Jugendzeiten und nun im Widerstand aktiv, geraten zunehmend in Gefahr. So kommt der Tag, an dem Luises Liebe und ihr fliegerisches Können auf die Probe gestellt werden ... Ein Roman, dessen zarte Poesie verzaubert und der die bittersüsse Melodie der Sehnsucht singt.

Es ist eine unglaublich lebenssprühende, kraftvolle Frau, die Arenz in den Mittelpunkt stellt. Die Frische und Klarheit, die Luise ausstrahlt, wird zum Grundton, der – und das ist bei dieser Geschichte verblüffend genug – bis zu den allerletzten Zeilen anklingt.
Fürther Nachrichten

Mit der Konzentration auf die sympathische, freiheitsliebende junge Luise schafft Arenz in dieser melancholischen Geschichte eine starke Identifikationsfigur. […] Eine packend aufgebaute Geschichte mit überzeugend geschildertem Zeitkolorit und starken Protagonisten.
Nürnberger Nachrichten

»Ein Roman wie ein melancholischer Sommertraum, der seine volle Wirkung entfaltet, wenn man den Blick vom Buch direkt in den blauen Himmel richten kann. Aber nur kurz. Für lange Abschweifungen ist die Geschichte viel zu spannend.«
Brigitte

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 316
Erscheinungsdatum 04.02.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86913-192-4
Verlag Ars vivendi
Maße (L/B/H) 21.8/14.1/3.2 cm
Gewicht 557 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 40997

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Was richtig ist
von Igelmanu66 aus Mülheim am 01.08.2014

„Du wirst sehen, Tochter…du wirst sehen. Wenn es wirklich mal nötig ist, wirst du auch wissen, was richtig ist.“ Luises Vater weiß, was er zu tun hat. Und was er nicht zulassen darf. Dazu gehört beispielsweise, sich für Nazi-Propaganda einspannen zu lassen. Eine Haltung, die Mitte der 30er Jahre in Deutschland ausgesprochen g... „Du wirst sehen, Tochter…du wirst sehen. Wenn es wirklich mal nötig ist, wirst du auch wissen, was richtig ist.“ Luises Vater weiß, was er zu tun hat. Und was er nicht zulassen darf. Dazu gehört beispielsweise, sich für Nazi-Propaganda einspannen zu lassen. Eine Haltung, die Mitte der 30er Jahre in Deutschland ausgesprochen gefährlich ist. Aber seine Lebenseinstellung verlangt nach „Freiheit der Rede, Freiheit des Glaubens und Freiheit des Herzens“ – danach lebt er, auch wenn er sich damit Feinde macht. Schon Jahre zuvor, noch vor 1933, hat er mit seiner liberalen Haltung nicht wenige brave Bürger seiner Gemeinde in einer bayrischen Kleinstadt vor den Kopf gestoßen. Seiner Tochter Luise jedoch kam diese Haltung zugute. Seit frühester Kindheit hatte sie nur einen Wunsch: Sie wollte fliegen! „Wenn man in den Himmel sah, dann wusste man doch: Er war so weit und so offen und vor allem so unendlich wie nichts anderes auf der ganzen Welt. Und weil Luise sich nach der Unendlichkeit sehnte, so sehr, dass es manchmal wehtat, wollte sie fliegen, seit sie das erste Flugzeug gesehen hatte.“ Ihre ganz persönliche Freiheit sollte über den Wolken stattfinden und Luises Vater ermöglicht ihr diesen Traum. Ein paar glückliche und unbeschwerte Jahre als gefeierte Kunstfliegerin liegen vor ihr, doch die politische Lage ändert sich und Luise muss in ihr Heimatstädtchen zurückkehren. Anfänglich ist sie nur traurig, weil sie nun nicht mehr fliegen kann, doch dann wird sie mit der harten Realität „auf dem Boden“ konfrontiert, die darin besteht, dass ihrem Vater ob seiner Haltung mit dem KZ gedroht wird und ihr bester Freund Georg als Kommunist im Widerstand agiert… Ein großartiges Buch über einige großartige Menschen! Toll geschrieben, ich fühlte mich zu jeder Zeit mitten im Geschehen! Das Buch ist in zwei Teile gegliedert, wobei der erste Teil in den Jahren vor 1933 spielt und die Realisierung von Luises großem Traum zum Thema hat. Das alleine war schon toll zu lesen: Mit welchem Enthusiasmus und mit wie viel Einsatz sie sich in dieser von Männern beherrschten Domäne behauptete, oder wie sie in nächtlicher Schufterei gemeinsam mit ihrem Freund Georg an einem Flugzeug baute. Der zweite Teil behandelt dann die Zeit ab 1935, als sie gezwungenermaßen ins Haus des Vaters zurückkehren muss. Ab da stieg die Spannung unaufhörlich an. Während der letzten 100 Seiten hatte ich eigentlich ziemlichen Durst, konnte mich aber nicht überwinden, meine Lektüre auch nur für ein paar Minuten zu unterbrechen. Es war völlig klar, dass dies alles nicht gut ausgehen könnte, dass alles auf ein schlimmes Ende zusteuern würde. Aber wie genau würde dies aussehen? Und sollte wirklich nur die böse Seite siegen? Am Ende wird Luise wieder fliegen. Und sie wird wissen, was richtig ist.

Ein "schöner" Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus %3B505031984854217 am 18.04.2013

Luise hat einen großen Traum – sie will fliegen. Fliegen um jeden Preis, davon erhofft sie sich die große Freiheit. Ohne zunächst zu begreifen, was hinter ihrem Wunsch steht will sie der Enge ihres Städtchens entfliehen, frei sein von Zwängen, Kleinbürgertum und starrem Gehorsam. Gemeinsam mit einem Freund aus Jugendtagen kom... Luise hat einen großen Traum – sie will fliegen. Fliegen um jeden Preis, davon erhofft sie sich die große Freiheit. Ohne zunächst zu begreifen, was hinter ihrem Wunsch steht will sie der Enge ihres Städtchens entfliehen, frei sein von Zwängen, Kleinbürgertum und starrem Gehorsam. Gemeinsam mit einem Freund aus Jugendtagen kommt sie auf die Idee, sich kurzerhand selbst ein Flugzeug zu bauen. Viele Stunden und all ihr Erspartes setzen Luise und Georg ein um sich ihren Traum zu erfüllen, um die Welt endlich von oben zu sehen. Doch das Leben spielt oft anders und das Deutschland der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts steuert unaufhaltsam auf eine Katastrophe zu. Mit „Ein Lied über der Stadt“ nimmt uns Ewald Arenz mit in eine Vergangenheit, die noch gar nicht so lange zurückliegt und uns dennoch bereits fremd und unwirklich scheint. Wie kein anderer vermag es der Autor, das Lebensgefühl der damaligen Zeit zu transportieren, sodass sich die LeserInnen von der ersten Seite an richtig heimelig in dem Roman fühlen können. Die Geschichte wird gleichermaßen von den ProtagonistInnen als auch den Nebencharakteren getragen und zu den meisten von ihnen lässt sich ganz schnell eine Beziehung aufbauen. Dadurch werden ihre Handlungen schnell nachvollziehbar und eingehend. Ewald Arenz sagte im Rahmen der lovelybooks-Leserunde der Arbeitstitel für „Ein Lied über der Stadt“ lautete „Schöner Roman“, nun ein schöner Roman ist dieses Buch wirklich, aber nebenbei noch einer der ganz sacht etwas in den Menschen zum Klingen bringen kann.

Eine mutige Frau
von einer Kundin/einem Kunden aus Celle am 12.04.2013

Luise ist eine junge Frau kurz vor dem Abitur, die bei ihrem toleranten, alleinerziehenden Vater aufwächst. Der ist Pfarrer, Freidenker und unerschütterlich in seinem Glauben. Luise hat seit frühster Kindheit den Traum vom Fliegen. Sie passt auch nicht in das konventionelle Bild der Frau zu dieser Zeit. Ihr ausgeprägter Gerecht... Luise ist eine junge Frau kurz vor dem Abitur, die bei ihrem toleranten, alleinerziehenden Vater aufwächst. Der ist Pfarrer, Freidenker und unerschütterlich in seinem Glauben. Luise hat seit frühster Kindheit den Traum vom Fliegen. Sie passt auch nicht in das konventionelle Bild der Frau zu dieser Zeit. Ihr ausgeprägter Gerechtigkeitssinn bringt sie immer wieder in kritische Situationen. Gegen die Widerstände in ihrem Umfeld verwirklicht sie ihr Ziel in München und wird Pilotin. Nun sind die Nazis an der Macht,und von den Frauen wird erwartet das sie Kinder bekommen und die Arbeitsplätze für die Männer frei machen. Auch das Fliegen ist jetzt wieder reine Männersache. Luise kehrt in das Haus ihres Vaters zurück. Sie merkt das sich die Zeit verändert hat und das es Menschen in dem Ort gibt, die nicht linientreue Nachbarn, Kollegen usw. denunzieren. Der Vater kommt in eine kritische Situation, und sie lehnt sich gegen die Machenschaften des verhaßten Regime auf. Ich habe mich auch gleich in die damalige Zeit versetzen können. Die Handlung ist spannend. Ewald Arenz hat die Themen dieser Zeit angesprochen, und einen Roman geschrieben den ich nicht aus der Hand legen mochte.


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