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Krieg der Sänger

Roman

Robert Löhr

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Beschreibung

Durch eine perfide List geht es den grössten Dichtern des Mittelalters an den Kragen: Walther von der Vogelweide, Wolfram von Eschenbach und vier weitere Sänger lassen sich auf einen Wettstreit ein, bei dem der beste gekrönt und der schlechteste geköpft werden soll.
Tragikomisch, düster und drastisch – Robert Löhr sprengt mit seiner Erzählung des legendären Sängerkriegs alle Ketten des historischen Romans.

"Tragikomisch, düster, drastisch und sehr unterhaltsam.", Neues Deutschland, 25.10.2012

Robert Löhr, geboren 1973, ausgebildeter Journalist und Drehbuchautor, lebt in seiner Geburtsstadt Berlin. Neben zahlreichen Filmskripten und Theaterstücken verfasste er die Romane »Der Schachautomat«, »Das Erlkönig-Manöver« , »Das Hamlet-Komplott«, »Krieg der Sänger« und »Erika Mustermann«. Seine Bücher sind in 25 Sprachen übersetzt.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 16.07.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-30289-0
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18.5/11.8/3 cm
Gewicht 299 g
Auflage 3. Auflage

Kundenbewertungen

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Sechs Sänger - nur fünf werden überleben!
von einer Kundin/einem Kunden am 06.04.2017

Robert Löhr haucht dem sagenumwobenen Sängerwettstreit auf der Wartburg um 1200 nach Christus Leben ein. Allein schon seine Einleitung ist grandios: Luther, der mehr als 200 Jahre später selbst in einem kleinen Zimmerchen auf der Wartburg an seiner Bibelübersetzung schreibt, glaubt ob der Einsamkeit langsam verrückt zu werden, d... Robert Löhr haucht dem sagenumwobenen Sängerwettstreit auf der Wartburg um 1200 nach Christus Leben ein. Allein schon seine Einleitung ist grandios: Luther, der mehr als 200 Jahre später selbst in einem kleinen Zimmerchen auf der Wartburg an seiner Bibelübersetzung schreibt, glaubt ob der Einsamkeit langsam verrückt zu werden, denn eines Nachts bekommt er Besuch vom Teufel. Der Teufel versucht Luther davon zu überzeugen, dass die sechs Wettstreiter des Sängerkrieges zu denen keine geringeren als Wolfram von Eschenbach, Heinrich von Ofterdingen und Walther von der Vogelweide gehörten, alles andere als ehrbare, mutige Männer gewesen seien. Intrigen und Verschwörungen seien damals auf der Wartburg geschmiedet worden, so der Teufel, doch Luther will ihm nicht glauben und lässt sich die ganze Geschichte erzählen. Dieser historische Roman nimmt sich selbst nicht ganz so ernst. Die Geschichte ist spannend erzählt, durch viele punktierte, lustige Dialoge aufgelockert und alles andere als langweilig. Dadurch, dass der Erzählstoff mehr eine Sage als ein verbürgtes historisches Ereignis ist, bleibt dem Autor viel Freiraum, den er sehr fantasievoll und geschickt nutzt..

Leider ohne Liedtexte ;)
von Lisa Laqua M. A. aus Berlin am 02.01.2017

Das Buch “Krieg der Sänger” von dem Berliner Robert Löhr hat mir viel Freude bereitet. Die gebundene Ausgabe von Piper kommt mit einem netten, dezenten Buchumschlag und einem Lesebändchen daher. In den Vorsätzen ist der Grundriss der Wartburg abgebildet und damit ist man schon im Geschehen der Handlung. Es geht um den Sänge... Das Buch “Krieg der Sänger” von dem Berliner Robert Löhr hat mir viel Freude bereitet. Die gebundene Ausgabe von Piper kommt mit einem netten, dezenten Buchumschlag und einem Lesebändchen daher. In den Vorsätzen ist der Grundriss der Wartburg abgebildet und damit ist man schon im Geschehen der Handlung. Es geht um den Sängerkrieg Anfang des 13. Jahrhunderts, einem Spektakel, das die berühmtesten Lyriker der Zeit, wie Walther von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach, in einem Wettstreit um Leben und Tod zusammenkommen lässt. Die ursprüngliche Sage gibt es in verschiedenen Versionen, aus verschiedenen Zeiten und mit verschiedenen Darstellern. Erzählt wird der Sängerkrieg hier vom Teufel selbst, der einige Jahrhunderte später mit keinem geringeren als Martin Luther in einem der Räume der Wartburg sitzt und versucht, ihn davon abzuhalten, die Bibel in die deutsche Sprache zu übersetzen, indem er ihn von der Bosheit des Menschen überzeugen will. Er prophezeit Luther sogar die Folgen, die seine Arbeit haben wird. Doch wir alle wissen, wie es ausging – Luther ließ sich nicht von der Geschichte beeinflussen und setzte sein Werk fort, denn die Geschichte um den Sängerkrieg handelt nicht nur von Gewalt und Schrecken, sondern auch von Mut und Entschlusskraft. Robert Löhr hat, meiner Meinung nach, ein gutes Mittelmaß zwischen Mythos und Realität gefunden, mit z.T. witzigen Anekdoten zu den einzelnen Darstellern und gut durchdachten Charakterzügen. quatspreche.wordpress.com

Intrigante Recken!
von einer Kundin/einem Kunden am 31.07.2013

Von wegen Ruhm und Ehre, holde Minne! Es ist ein ziemlich abgewrackter Haufen alter Kerle, der sich da kurz vor Weihnachten auf der Wartburg einfindet, alle müde, zurückgekehrt vom letzten Kreuzzug, und die Häme und der Spott, die der Ofterdingen im ganzen Land über den wankelmütigen Burgherren verbreitet hat, sind vergeben und ... Von wegen Ruhm und Ehre, holde Minne! Es ist ein ziemlich abgewrackter Haufen alter Kerle, der sich da kurz vor Weihnachten auf der Wartburg einfindet, alle müde, zurückgekehrt vom letzten Kreuzzug, und die Häme und der Spott, die der Ofterdingen im ganzen Land über den wankelmütigen Burgherren verbreitet hat, sind vergeben und vergessen. Oder nicht? Die Tage sind kurz und die Nächte lang, kalt und unheimlich, und morgens fehlt der ein oder andere - hat sie die Wilde Horde aus den Hörselbergen geholt? Freche Idee: Löhr lässt den Teufel die Geschichte erzählen, um Luther in seiner Schreibstube 300 Jahre später zu beweisen, dass Worte töten können...er soll das mit der Bibelübersetzung sein lassen. Was dann passiert, ist hinlänglich bekannt - Luther greift zum Tintenfaß! Ein toller Schmöker, jetzt auch als Taschenbuch!


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  • Dies Buch gehört der Wartburg.
    NARRATIONIS PERSONAE
    Walther von der Vogelweide
    Bertolt, sein Singerknabe
    Wolfram von Eschenbach
    Friedrich, sein Knappe
    Johann, sein Singerknabe
    Reinmar von Hagenau
    Klara, seine Führerin
    Heinrich von Weissensee
    Dietrich, sein Adlatus
    Heinrich von Ofterdingen
    Rupert, sein Knappe
    Konrad, sein Singerknabe
    Biterolf von Stillaha
    Landgraf Hermann von Thüringen
    Sophia von Thüringen
    Irmgard,
    Hermann,
    Ludwig und
    Heinrich Raspe, ihre Kinder
    Gerhard Atze
    Walther von Vargula
    Egenolf von Bendeleben
    Franz von Eckartsberga
    Reinhard von Mühlberg
    Eckart von Wartburg
    Günther von Schlotheim, thüringische Ritter
    Rüdiger, Fleischhauer
    Agnes, Amme
    Rumolt und Gregor, Knechte
    Meister Stempfel, Henker aus Eisenach
    PROLOG
    Martin Luther hatte kaum mit der Übersetzung des Matthäus-Evangeliums begonnen, da erschien ihm der Teufel. Er entsprach in allen Belangen dem Bild, das sich Luther von ihm gemacht hatte. Für Luther war der unerwünschte Besuch zwar ein Schreck, aber keine vollkommene Überraschung, hatte sich die Anwesenheit des Teufels doch schon zuvor offenbart: durch gespenstisches Gepolter auf den Treppen vor Luthers Stube, durch einen Schwarm Schmeissfliegen, der ihn von seiner Arbeit abzulenken suchte, und durch die Haselnüsse, die eines Nachts in ihrem Sack rasselten und hüpften, als wären sie lebendig.
    Während ihn der Teufel höflich, ja beinahe freundlich und bei seinem Namen nannte und grüsste, erwog Luther, nach Hilfe zu rufen. Aber der Winterwind pfiff so laut um die Wartburg, dass ihn vermutlich niemand gehört hätte, und selbst wenn: Es war die Thomasnacht, die längste, finsterste Nacht des Jahres, die man tunlichst in seinen eigenen vier Wänden verbrachte, weil die Vorhölle offen steht und die Leichen sich aus ihren Gräbern befreien. Es hätte also eh niemand seine Kammer verlassen, um Luther zu helfen. Und fliehen konnte er nicht, denn zwischen ihm und der einzigen Tür nach draussen stand er, der Teufel.
    Also griff Luther kurzerhand nach dem Tintenfass, das vor ihm auf dem Tisch zwischen der griechischen und der lateinischen Bibel stand, und schleuderte es gegen den Leibhaftigen, als dieser in den Raum trat. Der Teufel duckte sich unter dem Geschoss weg. Das Fass zerschellte an der gegenüberliegenden Wand neben dem Ofen. Nachdem sie beide für einen Augenblick den so entstandenen Fleck auf der kalkweissen Wand betrachtet hatten, eine Spinne mit tausend Beinen, drehte sich der Teufel kopfschüttelnd zu Luther um und sagte: "Was für ein hässliches Willkommen."
    "Weg mit dir, Satan!", rief Luther, indem er das Zeichen des Kreuzes schlug. "Ich bete Gott an, und ihm allein diene ich!"
    "Dem sei, wie ihm wolle", erwiderte der Schwarze, "aber ich habe dir bislang nichts getan, als dich freundlich zu grüssen, weshalb ich nicht verstehe, warum du mit Tinte nach mir wirfst."
    "Um dich zu vertreiben, du Sohn der Verdammnis!"
    "Ich verstehe. Und dafür, meinst du, genügt ein einfaches Tintenfass?"
    Während Luther nach einer Antwort suchte, schritt sein Gast durch die kleine Stube, die nunmehr seit einem halben Jahr Luthers Bleibe war in seinem Asyl auf der Wartburg; er betrachtete Luthers Bettnische, seinen wenigen Hausrat und die Flöte, die von einem Nagel an der Wand hing; schaute durch eines der beiden Fenster in die tintenschwarze Nacht; tat, als ob er sich die Hände an den Kacheln des Ofens wärmte und blieb schliesslich hinter dem Tisch stehen, auf dem zahlreiche dicht beschriebene Papiere lagen, dazu Vulgata und griechisches Neues Testament, zwei Kerzen, einige Federkiele und ehemals ein Tintenfass. Er nahm ein Blatt auf und las die Passage, die Luther zuletzt geschrieben hatte.
    "Schau an, schau an: Jesus in der Wüste", sagte er. "Das hast du schön geschrieben. Kraftvoll und prägnant."
    Schon wollte sich Luther für das Lob bedanken, da besann er sich eines Besseren und fragte: "Was willst du von mir?"
    "Ich we